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Hamann / Hamann / Hamann Schwindel



175 Fragen und Antworten

3. erweiterte Auflage 2001, 145 Seiten, Kartoniert, PB, Format (B × H): 127 mm x 185 mm, Gewicht: 200 g
ISBN: 978-3-88603-969-2
Verlag: Zuckschwerdt


Hamann / Hamann / Hamann Schwindel

Schwindel – was ist das eigentlich? Es ist eine Störung der räumlichen Orientierung bis hin zu einem Verlust der räumlichen Orientierung, auch begleitet von Angst und Panik.
Herr Professor Hamann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Themen Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. So weiß er, welche Fragen, Ängste und Befürchtungen Schwindelpatienten haben. Viele dieser Themen erklärt er verständlich und er beantwortet die häufigsten Fragen, die ihm gestellt wurden. Da es in den letzten Jahren viel Neues zu Diagnostik und Therapie gab, wurde der Ratgeber überarbeitet und auf 175 Fragen erweitert.
Zu den Inhalten gehören: Untersuchungen zur Abklärung von Beschwerden, wodurch kommt es zu Störungen des Gleichgewichtsorgans, wann und in welchen Formen tritt Schwindel auf und vor allem, wie kann Schwindel behandelt werden. All diese Themen werden durch Fragen und Antworten verständlich erklärt. Auch viele praktische Tipps zum Leben und zum Umgang mit der Erkrankung sind mit dabei. Ein Übungsteil mit „Training gegen Schwindel“ rundet den Ratgeber ab.

Weitere Infos & Material



Hamann, Karl-Friedrich
Der Autor, Herr Professor Hamann, beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren klinisch und wissenschaftlich mit den Themen Schwindel und Gleichgewichtsstörungen.

Hamann, K.-F., Prof. Dr.
Professor Hamann beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren klinisch und wissenschaftlich mit den Themen Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Entwicklung neuer Diagnostikverfahren und Behandlungsmethoden, insbesondere einer Übungsbehandlung bei Schwindelbeschwerden (Training gegen Schwindel).


Tumoren des Gleichgewichtssystems (S. 68-69)

92. Gibt es auch Geschwulsterkrankungen des Gleichgewichtssystems, die zu Schwindelbeschwerden führen?

In seltenen Fällen können auch Geschwulsterkrankungen zu Schwindelbeschwerden führen. Unter diesen sehr seltenen Tumoren sind die sogenannten Akustikusneurinome die häufigsten. Es handelt sich um gutartige Geschwülste, die von der Nervenscheide des Gleichgewichtsnervs ausgehen und nicht, wie der Name vermuten lässt, um Tumoren des Hörnervs. Ihr richtiger Name ist Vestibularisschwannom.

Werden diese Tumoren größer, so können sie, obwohl sie als gutartig einzustufen sind, zu Komplikationen führen. Dies tritt dann ein, wenn durch ihr Größenwachstum lebenswichtige Zentren im Hirnstamm erreicht werden. Sie setzen aber keine Tochtergeschwülste, wie bösartige Tumoren es tun.

Reihenuntersuchungen an Verstorbenen haben ergeben, dass viele Menschen Träger eines kleinen "Akustikusneurinoms" sind, ohne dass sie jedoch Beschwerden wie Schwindel hatten oder daran verstorben sind. Die Häufigkeit beläuft sich auf etwa 1 : 100. Klinisch auffällig werden diese Tumoren aber nur in etwa bei 1 : 100 000. Bekannt ist auch, dass diese Tumoren sehr langsam wachsen, kleine schon entdeckte Tumoren durchaus beobachtet werden können und nicht sofort behandelt werden müssen.

Extrem selten treten diese Tumoren im Rahmen der Recklinghausenschen Erkrankung auf, dann auch beidseits. Diese Tatsache ist bei der Wahl der Behandlung zu berücksichtigen.

93. Durch welche Symptome macht sich ein Vestibularisschwannom (Akustikusneurinom) bemerkbar?

Obwohl es sich beim "Akustikusneurinom" um einen Tumor handelt, der vom Gleichgewichtsnerv ausgeht, sind Schwindelbeschwerden nur in Ausnahmefällen das Leitsymptom. Diese Tatsache lässt sich leicht dadurch erklären, dass die zentralen Ausgleichsvorgänge (vestibuläre Kompensation) mit dem Tumorwachstum Schritt halten und so die Entstehung von Schwindelbeschwerden verhindern.

Meist macht sich ein Tumor am Gleichgewichtsnerv durch eine einseitige Schwerhörigkeit bemerkbar. Dieses Symptom zeigt an, dass die Geschwulst auf den mit ihm zusammen verlaufenden Hörnerv drückt. Dadurch kann entweder der Nerv selbst geschädigt werden, oder das zum Hörorgan führende Blutgefäß wird abgedrückt. Wegen dieser mehr oder weniger plötzlich auftretenden Schwerhörigkeit meint der Patient nicht selten, einen Hörsturz erlitten zu haben. Daher erfordert auch jede plötzlich einsetzende Schwerhörigkeit eine genaue Diagnostik, um festzustellen, ob sich eventuell ein "Akustikusneurinom" hinter der Hörstörung verbirgt. Manchmal ist ein einseitiger Tinnitus das erste Krankheitszeichen, seltener auch eine leichte Schwäche des benachbarten Gesichtsnervs.


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