Kampeter | Sozialpartnerschaft 4.0 | Buch | sack.de

Kampeter Sozialpartnerschaft 4.0



Tarifpolitik für die Arbeitswelt von morgen

1. Auflage 2019, 168 Seiten, Gebunden, Mit Lesebändchen, Format (B × H): 155 mm x 233 mm, Gewicht: 524 g
ISBN: 978-3-593-51168-9
Verlag: Campus Verlag GmbH


Kampeter Sozialpartnerschaft 4.0

Der Begriff 'Sozialpartnerschaft' bezeichnet das konsensorientierte Verhältnis zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zur Beilegung von Interessenkonflikten. In jüngerer Zeit ist dieses Konfliktlösungsinstrument durch die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse und den Bedeutungsverlust von Gewerkschaften immer wieder in Kritik geraten. Daher ist es an der Zeit, über die Zukunft dieses Modells nachzudenken. In 18 Beiträgen ziehen namhafte Persönlichkeiten (darunter Peter Altmaier und Hubertus Heil) Bilanz und gehen der Frage nach, wie der Interessenausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern künftig geregelt werden kann.

Mit Beiträgen von:

Peter Altmaier, Dr. Kai Beckmann, Dietrich Creutzburg, Dr. Rainer Dulger, Ralf Fücks, Prof. Richard Giesen, Dr. Reinhard Göhner, Hubertus Heil, Reiner Hoffmann, Arndt Kirchhoff, Ingo Kramer, Janina Kugel, Thomas Lambusch, Angelique Renkhoff-Mücke, Prof. Lena Rudkowski, Josef Sanktjohanser, Michael Vassiliadis und Hans-Peter Wollseifer

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Steffen Kampeter Vorwort 7Ingo Kramer Haltung zeigen - Vertrauen aufbauen 11Peter Altmaier Sozialpartnerschaft 4.0 -Zukunftsversprechen der Sozialen Marktwirtschaft 21Dr. Kai Beckmann Die Sozialpartner tragen die Verantwortung für die Ausgestaltung von Arbeit 4.0 29Dietrich Creutzburg Auf die Gewerkschaften kommt es an 39Dr. Rainer Dulger Es braucht keine neue, sondern eine andere Partnerschaft 47Ralf Fücks Sicherheit im Wandel - Sozialpartnerschaft in Zeiten stürmischer VeränderungenProf. Richard Giesen Neue und alte Rezepte zur Stärkung des Tarifsystems 61Dr. Reinhard Göhner Individualisierung und Digitalisierung - grundlegender Wandel der Tarifautonomie 736 Sozialpartnerschaft 4.0 Hubertus Heil Es braucht mehr Sozialpartnerschaft und Partizipation 81Reiner Hoffmann Sicherheit im Wandel schaffen: der gesellschaftliche Gestaltungsauftrag der Sozialpartner 87Arndt G. Kirchhoff Gelebte Sozialpartnerschaft hat Zukunft 99Janina Kugel Deutschland als lernende Nation - Gemeinsam für eine bessere Zukunft 105Thomas Lambusch Mit Vernunft und Verantwortung 115Angelique Renkhoff-Mücke Tarifvertrag der Zukunft: Mindestarbeitsbedingungen, mehr Flexibilität, weniger Überfrachtung 123Prof. Lena Rudkowski Mitgliedschaft als Grundlage und Herausforderung für die Tarifautonomie 133Josef Sanktjohanser Tarifautonomie - trägt das aktuelle Konzept auch in die Zukunft? 141Michael Vassiliadis Sozialpartnerschaft als Innovationstreiber 151Hans Peter Wollseifer Sozial- und Tarifpartnerschaft im Handwerk - zwischen bewährter Tradition und digitaler Zukunft 159


Kampeter, Steffen
Steffen Kampeter war von 1990 bis 2016 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 2009 bis 2015 parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium. Seit 2016 ist der CDU-Politiker Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).


VorwortIn diesem Jahr ist die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände 70 Jahre alt geworden. Wir haben dieses Jubiläum ganz gezielt zum Anlass genommen, den Blick nicht zurück, sondern nach vorn zu richten. Die digitale Transformation, die Internationalisierung der Wirtschaft und der demografische Wandel stellen die Unternehmen und ihre Beschäftigten vor große Herausforderungen. Hier sind die Sozialpartner - Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften - gefragt, Antworten zu geben.Bis heute gilt die Sozialpartnerschaft in unserem Land weltweit als Beispiel für eine gut funktionierende Beziehung zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern. Sie sichert den sozialen Frieden und schafft für die Unternehmen verlässliche Standortbedingungen. Dabei hat sich vor allem die Tarifautonomie als zentraler Pfeiler unserer Sozialen Marktwirtschaft bewährt. Die Sozialpartnerschaft macht die Erfolgsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland ganz wesentlich aus und hat dazu beigetragen, dass unser Land zu den weltweit führenden Volkswirtschaften gehört.Doch die Sozialpartnerschaft ist kein Naturgesetz. Sie steht vor tief greifenden Veränderungen und ist immer öfter staatlichen Regulierungen ausgesetzt. Es geht heute darum, die Sozialpartnerschaft zukunftsfest zu machen und ihr neue Impulse zu geben. Das ist zuallererst die Aufgabe der Sozialpartner selbst. Nicht nur der Blick ins Ausland zeigt: Je schwächer die Sozialpartnerschaft aufgestellt ist, umso stärker regelt der Staat die Arbeitsbeziehungen. Einzelne Sozialpartner bitten den Staat sogar, statt ihrer die vermeintliche Wirkmächtigkeit ihrer Organisation zu stärken. Das ist aber nicht unser Verständnis als BDA. Wir schauen zuerst auf unsere eigene Verantwortung.Wie gestalten wir die Sozialpartnerschaft 4.0? An welchen Stellschrauben müssen wir Veränderungen vornehmen, damit sie auch morgen und übermorgen als Vorbild für die funktionierende Beziehung zwischen Unternehmen und Gewerkschaften gilt? Die Debatte hat Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer im Jahr 2018 mit einem Vorschlag zu einer stärker differenzierten, aber zugleich einfacheren Struktur von Tarifverträgen eröffnet. Diese Diskussion ist von großer Bedeutung für die Zukunft unseres Landes. Deshalb haben wir darüber hinaus eine Reihe von Persönlichkeiten gebeten, uns ihre Sicht über die Zukunft der Sozialpartnerschaft darzulegen. Ihre Beiträge finden Sie in diesem Buch. Wir haben Stimmen aus der Wirtschaft und Wissenschaft, aus den Verbänden und Gewerkschaften sowie aus der Politik für dieses Projekt gewinnen können. Auch die für Wirtschaft und Arbeit zuständigen Bundesminister sind in diesem Buch mit ihren Erwartungen an eine zukunftsfähige Sozialpartnerschaft vertreten.Sie alle haben aus unterschiedlichen Perspektiven Stellung genommen und ihre Erwartungen an eine zukunftsgerichtete Sozialpartnerschaft formuliert. Dabei zeigt sich, dass sich die Arbeitswelt nicht über einen Kamm scheren lässt. Die Situation in den einzelnen Branchen ist unterschiedlich, und um die Sozialpartnerschaft in den östlichen Bundesländern ist es anders bestellt als in den westlichen Ländern. Umso mehr kommt es auf flexible Lösungen starker Tarifpartner an. Dabei streiten wir über den richtigen Weg. So unterschiedlich die Sichtweisen aller Autorinnen und Autoren aber sind - eines eint sie: Deutschland braucht auch in Zukunft eine gut funktionierende Sozialpartnerschaft; dabei kommt den Sozialpartnern eine entscheidende Rolle zu.Ich wünsche Ihnen eine ebenso interessante wie erkenntnisreiche Lektüre!Ihr Steffen KampeterIngo KramerDer Autor ist seit 2013 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), seit 2019 Vizepräsident von BUSINESSEUROPE sowie Vorstandsvorsitzender der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Er ist außerdem Gesellschafter der J. Heinr. Kramer Group, Bremerhaven.Haltung zeigen - Vertrauen aufbauenDer Arbeitgeberpräsident fordert mehr Flexibilität in den Tarifverträgen und weniger Bürokratie


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