Minor | Die Nackten von Paris II | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 33, 93 Seiten

Reihe: Erotika-Reihe

Minor Die Nackten von Paris II


1. Auflage 2019
ISBN: 978-87-11-71724-0
Verlag: LUST
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 33, 93 Seiten

Reihe: Erotika-Reihe

ISBN: 978-87-11-71724-0
Verlag: LUST
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Zeitgemälde aus dem späten 16. Jahrhundert, dass die flagellantichen Sitten und Exzesse in Paris beschreibt.-

Minor Die Nackten von Paris II jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


2


Ganz anders ging es dagegen in der Kammer gegenüber zu. Dort hatte – wie bereits erwähnt – die Comtesse Annette zu dem vierschrötigen Auguste gefunden. Der war trotz jener impulsiven Begegnung vor Tagen am Waldrand immer noch unsicher. Schließlich war es ja eine Comtesse, eine Gräfin . . .

Natürlich hätte er gern das junge Geschöpf in wilder Gier genossen, hätte ihr gern einmal so richtig weh getan, daß sie geschrien hätte! Denn solcher Schmerz wandelt sich ja rasch in Freude!

Jedoch er kam nicht über den Standesunterschied hinweg.

Vielleicht war auch der Unterschied in der Kleidung schuld daran. Lächerlich. Nackt sind alle Weiber gleich, ist das Spielzeug stets dasselbe!

Und doch trennten die seidenen Tücher, das feingewebte Leinen, die zierlich gestrickten Strumpfbänder über den Knien, selbst die mit gewiß neuartigen dünnen Hölzern gestrickten Strümpfe ihn von der Comtesse.

Allein das Äußerliche hielt ihn im Bann. Dazu noch die Haube, die sie während der Reise auf dem goldblonden Haar trug. Die war mit roten und weißen Röschen geschmückt und in dem breiten Band, das der Haube die Rundung gab, war das Wappen der Berry eingestickt. Der Pelz, wohl aus mehreren Fuchsfellen genäht, war ihm schon eher vertraut; er hatte nur den Nachteil, daß die jugendliche Gestalt darin verlorenging.

Aber . . . aber, gerade die hatte er bereits zum guten Teil zu Gesicht bekommen. Damals, als Annette ihn abseits von den anderen zu sich gezogen hatte, als sie ihm ihre schlanken Beine entgegengestreckt . . . damals hatte er nur die Schenkel gesehen, nicht die lichtblauen Bänder, nicht die Strümpfe, die sonst mitunter aufreizend bis zu den Fußknöcheln zu erspähen waren.

Jetzt, in dieser Nacht sollte alles anders werden. Wieder hatte Annette ihn zu sich geholt. Sie sehnte sich nach diesem Riesen, vergaß ihre Herkunft und . . .

Woher sie die große Unschlittkerze hatte, war Nebensache. Wichtig war nur, daß sie brannte und alle Dinge in der Kammer einigermaßen erkennen ließ. Da saß die Comtesse noch völlig bekleidet, halt, nein, in ihrem Fuchsmantel auf der Bettkante, ihre Füße waren mit einer Decke vor der Kälte geschützt. Ihre Augen strahlten die Verführung in hellstem Glanze aus, um ihren Mund spielte das lüsternste Lächeln. Sie war ganz die Circe, die einst Odysseus zu verführen gesucht hatte. Ihr Herz tobte, ihr Atem ging stoßweise, wenn auch gedämpft. Sie war ein einziges Feuerwerk der Liebe.

Auguste stand unschlüssig, scheu und dennoch unternehmungslustig genug an der Tür. Er war gekommen, nachdem sie ihm beim Hinaufgehen zu den Kammern zugeflüstert hatte, sie werde auf ihn warten. Zuerst freute er sich über diese Aufforderung, dann aber überfiel ihn die gleiche Unsicherheit wie vor Tagen am Waldrand. Sie, eine Gräfin . . . er, ein entlaufener Schüler der Societas Jesu . . . der Dominikaner, der ,Domini canes’, der bissigen Hunde des Herrn . . . wie sie gemeinhin spöttisch genannt wurden.

Hinzu kam noch, daß die Gasthausmagd, ein breithüftiges Weib mit Hängebrüsten bis zum Bauch und einem Gesicht voller Pockennarben, ihm unversehens zum Hosenlatz gegriffen hatte, als er ihr im Hausflur begegnet war. Er hatte nur den Kopf geschüttelt, jedoch das Gegenteil erreicht. In einer düsteren Ecke des Flures hob das Weib den Rock und zeigte ihm ihre faltige Fotze.

Und da hinein . . .? Nein, nein, er floh . . . wer kann sagen, ob dieses Mistvieh nicht mehr als die Pocken durchgestanden hatte, vielleicht litt sie in ihrer Höhle unter jener ekelhaften Krankheit, gegen die man – wie er in der Jesuitenschule einmal heimlich gehört hatte – kein Heilmittel wußte. Nein, nein!

Aber das Weib ließ nicht ab. Sie stürzte sich auf ihn, riß an seinem Latz, und – o Graus, so abscheulich das Weib auch war, der Schwanz stand trotzdem und das ekelerregende Frauenzimmer holte ihn heraus.

Noch ehe Auguste, der gewiß nicht zu den Langsamen zu zählen war, sich wehren konnte, rieb sie das Glied mit ihren schmutzigen Händen. Jeden Augenblick konnte jemand aus der Kuchel oder der etwas entfernteren Wirtsstube kommen, doch das störte das Weib nicht. Sie kniete nieder, zerrte das Brusttuch beiseite und hob ihre Euter heraus. Auguste wollte die Gelegenheit nutzen und fliehen. Wiederum war die alte Vettel schneller. Sie hielt ihn am Bein fest und bewegte mit der freien Hand den steifen Schwanz ihrem Maul zu (Mund konnte man zu diesen aufgeworfenen Lippen nicht sagen). Sie ließ ihn nicht los und bewegte die Vorhaut solange hin und her, bis Auguste seinen Samen nicht mehr länger zurückhalten konnte.

Mit zufriedenem Grinsen verschluckte das Weib den reichlichen Erguß, gab den Schwanz wieder frei, versteckte ihre schweren Brüste und meinte mit befriedigtem Schmatzen: „Mehr wollte ich nicht! Wenn es dir nicht gefallen hat, kümmert mich das nicht, ich habe meine Mahlzeit in mir!“

Das war für Auguste zuviel. Fast hätte er, der doch gewiß mancherlei gewohnt war, sich erbrochen. Mit Mühe rettete er sich in die Gaststube und leerte den nächststehenden Becher voll billigen Burgunderweines.

Und nun die Comtesse . . . Welch ein Unterschied! Jenes gänzlich entartete Sauweib, das mit einem Schwung Samen im Magen zufrieden war, pfui Teufel . . . und diese edle, vornehme Gräfin. Eine Gräfin, die zudem auch noch im Bett des Königs gelegen hatte!

Auguste hatte das Gefühl, als zöge eine unbezwingbare Macht ihn von dieser Heiligen fort. Wie ein Schiff den Hafen verläßt, wurde der Abstand zwischen der Gräfin und ihm stets größer. Auch daß sie nur knapp zwei, drei Schritte von ihm entfernt saß und auf ihn wertete, vermochte die Kluft nicht zu überbrücken.

„Auguste!“ Eine wohlklingende Stimme mahnte ihn, heranzutreten.

„Auguste!“ Die Bitte wurde wiederholt, als er nicht sogleich kam.

Ihre Augen glitzerten in dem Kerzenlicht noch lebhafter, ihr Mund blieb nach dem letzten Ruf halb geöffnet. Die grellroten Lippen stachen besonders hervor, mehr als die nicht minder geröteten Wangen.

Ein Engelsgesicht und doch das einer sehnsüchtigen Frau. Auguste hielt seine Hände krampfhaft geballt. Langsam trat er Schritt um Schritt näher zu der Bettstatt heran. Mit jedem Augenblick wuchs die Erwartung bei ihr; die Lust, sie aus den Pelzen herauszuschälen, bei ihm.

Er müßte, nein – er muß, er wird das seidene Gewand, danach das ebenso zarte Gewebe des Hemdes abstreifen, bis ein reiner, weißer Mädchenkörper sichtbar wird.

Wuchs bei ihr die Erwartung, durch diese Männerhände, und wenn sie noch so rauh, so derb und grobschlächtig sind, von den Füchsen befreit zu werden? Erwartung, wie er sich wohl verhalten werde, wenn . . .

Und alle Erwartungen wurden erfüllt. Mit den beiden letzten Schritten tasteten sich diese Hände mit ihren langen, (und das bemerkte Annette jetzt erst) schlanken Fingern und den gutgewachsenen Nägeln heran – nicht nach dem Pelzmantel, nach den Füchsen, sondern zum Kopf. Sie berührten die Wangen und trafen am Hinterkopf zusammen.

Annette blickte ihn aus ihren leuchtenden, nein, jetzt flammenden Augen fragend, forschend, bittend an. Warum verhielt er so lange? Hatte er Angst? Warum war er so scheu?

„Comtesse!“

Er wagte nur zu flüstern. Zaghaft wie ein kleiner Junge näherte er sich ihrem Kopf, den er ohne Widerstand zurückgebogen hatte. Und . . . hm, das hatte er nicht erwartet . . . da lagen ihre Lippen auch schon auf den seinen. Ihre Arme hatten sich gleichzeitig gehoben und um seinen Hals geschlungen.

„Auguste – du großer, lieber Mann – ich bin für dich Annette und keine Comtesse!“ hatte sie ihm zwischen zwei Küssen zugeflüstert.

Da war es um seine Zurückhaltung geschehen. Sie ließ sich auf das Bett fallen und riß ihn mit. Die Füchse sprangen auseinander und statt der seidenen Kleidung, den bunten Strümpfen, den Bändern dazu, dem wahrscheinlich rosaroten Seidenhemdchen . . . kam ein zarter, weicher Frauenkörper zum Vorschein. Nackt unter den Füchsen, so hatte sie ihn erwartet. Nur zweierlei hatte sie ihm gelassen, die Strümpfe und die Bänder über den Knien.

Als Auguste über sie fiel und Mühe hatte, sie nicht zu erdrücken, hatte er es nicht bemerkt. Erst nachdem er sich ein wenig von ihr gelöst und die aufgesprungenen Füchse gesehen hatte, blieben seine Blicke wie gebannt an den im Kerzenlicht goldgelb erscheinenden Schenkeln hängen. Bis zum Flaum bewahrten die Pelze allerdings noch ihr Geheimnis.

Die Hände, eben noch auf das Strohlager aufgestützt, fuhren an den Beinen hinunter, kaum das zarte Fleisch berührend, hinunter bis zu den Schuhen. Solche hatte er aus nächster Nähe noch nie betrachtet, geschweige denn betastet. Solch kleine Füße noch nie gesehen; mit einem Finger strich er über dem Leder die Zehen entlang.

Annette lag derweilen geduldig abwartend da. Mit jeder Berührung rieselte ihr ein heißer Strahl den Rücken hinab und unter ihrem Venusberg begann es zu gären. Es dauerte zu lange, ehe er über sie kam. Frauen sind immer bereit und verstehen es, durch ein gelindes Wehren bei den Männern die Spannung zu steigern. Hier war es umgekehrt.

Auguste schwankte zwischen einem raschen Überfall und allmählichem Heranpirschen. Zunächst nahmen ihn ihre Füße gefangen. Immer wieder fuhr er zaghaft die Schienbeine hinauf, hinter den Waden zurück, hielt die Fersen in seinen Händen und...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.