Sommer | Falling for No. 89 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 432 Seiten

Reihe: L.A. Vipers

Sommer Falling for No. 89


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7363-2518-0
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 432 Seiten

Reihe: L.A. Vipers

ISBN: 978-3-7363-2518-0
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nachschub für alle, die den Trend Sports-Romance lieben

Kayce James ist ein erfolgreicher NFL Spieler. Als Tight End bei den L.A. Vipers hat er alles - Erfolg, Geld und Ruhm. Aber hinter seiner strahlenden Fassade hat er mit Erfolgsdruck und Versagensängsten zu kämpfen, die so groß werden, dass sie seine Karriere gefährden. Doch Kayce kann sich niemanden anvertrauen, bis er auf eine junge talentierte Sportmedizinerin trifft, die nicht nur seine körperlichen Schmerzen behandelt, sondern auch die Schatten in seinem Innersten erkennt. Shaila Sterling könnte Kayces letzte Hoffnung sein, zu seiner alten Form zurückzufinden, wäre da nicht ihre gemeinsame Vergangenheit und ein Geheimnis, das er selbst vor Shaila verborgen halten will ...

Band 2 der L.A.-Vipers-Trilogie



Alicia Sommer wurde im Rheinland geboren, ist Kulturwissenschaftlerin und lebt mittlerweile in München. Während ihrer Zeit in Kalifornien entdeckte sie American Football für sich und ist seitdem glühender Fan der San Francisco 49ers. Mit ihrem New-Adult-Debüt bei LYX kann sie nun ihre Football-Begeisterung mit ihrer größten Leidenschaft, dem Schreiben, verbinden.

Sommer Falling for No. 89 jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1


3. Juli, vor fünf Jahren

Liebes Tagebuch,

ich muss dir unbedingt etwas erzählen: Kayce und ich haben uns geküsst!!

Ich kann immer noch nicht glauben, dass es wirklich passiert ist. Gestern Abend war ja dieser Filmabend bei Kendra, zusammen mit Kayce und seinen Jungs, und auf einmal sind alle gegangen, und wir saßen plötzlich allein da, in der Hollywoodschaukel. Kayce hat seinen Arm um mich gelegt, wir haben ein bisschen geredet, und dann …

Mein Herz rast immer noch. Ich würde kreischen, aber es ist so früh, und ich will Mom nicht wecken.

Wie weich sich seine Lippen auf meinen angefühlt haben … Ich hätte in seinen Armen sterben können. Alles war einfach nur so perfekt. Seine Wärme, der Abendhimmel, das Lied im Hintergrund, seine Nase, die über meine gestrichen ist, und dann dieser Kuss.

Ich könnte weinen vor Glück. Ich liebe diesen Jungen so, so sehr, es gibt keine Worte dafür.

Aber das Beste habe ich dir noch gar nicht erzählt: Er hat mir ein Versprechen gegeben. Du weißt schon. Wegen dem, worum es in den letzten Einträgen immer ging.

Er hat es mir versprochen. Nach unserem Kuss. Mein Herz fühlt sich so unendlich leicht an. In den vergangenen Wochen habe ich mir so viele Sorgen gemacht, dass er … Nein. Daran will ich nicht mehr denken. Denn es wird nicht passieren. Er hat das ernst gemeint, das habe ich einfach gespürt.

Und seit gestern, da … da habe ich das erste Mal so richtig Hoffnung, dass er meine Gefühle wirklich erwidern könnte.

Stell dir das mal vor … Der Junge, in den ich schon mein gesamtes Leben verknallt bin, Kayce James, der Nachbarsjunge, der Star des Football-Teams, der coolste, beliebteste, heißeste Junge der Stadt liebt mich vielleicht auch? Himmel, wie soll ich diesen Wirbelsturm in meinem Herzen aushalten? Ich bin viel zu glücklich gerade. Vielleicht kreische ich doch.

Kayce

Heute Morgen bin ich nur schwer aus dem Bett gekommen. Viele verfluchen das Trainingscamp, weil es mit einer Schmerzflatrate einhergeht, und ich sollte mich wie alle anderen darüber freuen, dass es hinter uns liegt und das erste Spiel der Saison vor der Tür steht. Doch seit es vorbei ist, werde ich einfach nicht mehr müde. Gestern habe ich mit meinem Mitbewohner Chester und unseren Nachbarn bis tief in die Nacht hinein Madden auf der Playstation gezockt, um mich von diesem nervösen Flimmern in meinem Körper abzulenken. Eigentlich kann es sich Chester auch nicht leisten, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen. Sein Vertrag bei unserem Stadtrivalen ist ausgelaufen, und er befindet sich noch in Verhandlungen mit den Bucs. Dennoch tat uns beiden die Ablenkung gut, auch wenn ich mich jetzt entsprechend müde in das Vereinsgebäude der L.?A. Vipers schleppe.

Ich habe keine Ahnung, wie ich die morgendliche Mannschaftsansprache durchhalten soll, ohne dabei einzupennen, geschweige denn die Trainingssession im Anschluss. Als ich den Empfangstresen passiere, schließt sich von hinten ein Arm um meinen Hals, was mich nach Luft schnappen und eine Wolke Aftershave einatmen lässt.

»Kayce James.« Ich erkenne die Stimme sofort und winde mich aus seinem Griff. Vor mir steht Daniel Wilson, ein Cornerback, mit dem ich im College in einer Mannschaft gespielt habe und der eigentlich bei den Atlanta Falcons unter Vertrag steht.

Ich stoße meine Schulter gegen seine. »Danny. Was machst du hier? Ist es dir zu langweilig geworden in Atlanta?«

»Nein, ich habe dich nur so vermisst.« Er deutet an seinem Sweater herunter, und nun fällt mir auf, dass er eins von diesen Shirts der neuen Kollektion trägt, bei der sie mit der Farbpalette gespielt haben. Die Schlange unseres Logos ist nicht wie sonst sattgrün, sondern neongrün, das Schwarz wurde durch ein intensives Rot ersetzt. Muss man mögen. »Ich habe gestern den Vertrag unterschrieben.«

»Nice.« Meine Lippen verziehen sich zu einem breiten Grinsen. Ich klatsche mit ihm ab. »Willkommen im Snakes Kingdom, Bro.«

»Danke, Mann.« Er schlägt mir gegen die Brust und feixt. »Sind das eigentlich alles Muskeln, oder hast du es dir in den Hamptons zu gut gehen lassen?« Er spielt auf meine freie Zeit vor dem Trainingscamp an, die, wie so vieles in meinem Leben, von ordentlich Presserummel begleitet wurde.

»Beides, Bro, beides.« Ich erhalte mein Grinsen aufrecht, doch diese merkwürdige Schwere von heute Morgen kehrt in meinen Brustkorb zurück.

»Ich habe die Bilder auf Insta gesehen. High Life und so. Wie viele Frauen hattest du im Schnitt pro Tag?«

»Drei, vier … wenn man den Gerüchten Glauben schenkt.«

Saint, unser bester Wide Receiver, tritt neben uns, in Begleitung von Jackson McLane. Die letzten Wochen über war nicht klar, ob Jax überhaupt zur neuen Saison am Start sein würde oder ob ihn die Vipers an einen anderen Verein verkaufen würden.

»Die wirklich entscheidende Frage ist nicht, wie viele, sondern wen.« Jax tauscht einen vielsagenden Blick mit Saint aus.

»Dieses Supermodel, hm?« Danny zieht anerkennend die Brauen hoch. Er hat es also auch mitgekriegt. Natürlich, jeder hat das.

»Bullsh–«

»Du versuchst noch immer, es zu leugnen? Obwohl wir alle die Bilder im L.?A. Daily gesehen haben?« Saint schnaubt und wendet sich an Danny: »Diese billige Ausrede hat er schon im Trainingscamp probiert. Da hat ihm auch niemand geglaubt.«

Die anderen beiden brechen in Gelächter aus. Ich stimme nicht mit ein und weiß nicht mal, warum. Diese gesamte Geschichte ist so absurd, dass man sich nur darüber lustig machen kann. Es gibt tatsächlich ein Foto von einem Supermodel und mir, aber nur, weil wir zufällig gleichzeitig auf die Strandterrasse traten. Eine Drohne fing den Moment ein, als sich unsere Arme streiften, und noch Wochen später liest man in den Klatschzeitungen darüber. Alles wegen eines lächerlichen Schnappschusses.

Ich murmle ein »Was auch immer, wir sollten los« und gehe voraus in den langen dunklen Gang, der zum Auditorium führt. Die eine Seite ist mit Fotos von Legenden bedruckt, die den Vipers ihren ersten Superbowl-Sieg bescherten, die andere mit dem Graffiti: WHAT NEXT?

Ja, was nun?

Die Antwort ist klar. Sie war schon klar, seit ich als Kind mein erstes NFL-Endspiel live im Fernsehen gesehen habe: Ich wollte die Vince-Lombardi-Trophy gewinnen. Letzte Saison wurden wir nach einem desaströsen Start mit heftigem Verletzungspech völlig überraschend als Mitfavoriten gehandelt, standen kurz vor dem Finaleinzug, aber dann …

Ich öffne die Tür zum Auditorium und tauche in das Gewimmel, in dem sich die lauten Scherze und geschmacklosen Sprüche meiner Mitspieler über meine Gedanken legen. Suchend lasse ich den Blick durch den Raum schweifen und mache Sam, unseren Starting Quarterback, am Rand der zweiten Reihe aus. Sam war die Sensation der vergangenen Saison. Das Thema der NFL. Von Mr Irrelevant, dem zuletzt ausgewählten Spieler beim Draft, zur Nummer eins, Mr Relevant, der uns Spiele gewann, die längst verloren schienen. Für mich ist er in erster Linie ein Freund geworden. Wir verbrachten sogar Weihnachten und einen Urlaub während der Off-Season zusammen. Ich will zu ihm gehen, doch Saint zieht mich in eine der mittleren Reihen, Jax und Danny setzen sich neben mich, und damit bin ich eingekesselt. Der Geräuschpegel nimmt ab, sobald sich unser Coach, Rob Felton, vor die Leinwand stellt.

»Hey, Kids.« Rob lächelt in die Runde. »Gut, euch zu sehen. Nur noch zwei Tage bis zum ersten Saisonspiel. Seid ihr alle heiß?«

Zustimmendes Grölen ertönt, ich bleibe still.

»Heute gilt es noch mal, Vollgas in der Vorbereitung zu geben. Denkt dran: Wir sind Giftschlangen, gegen die selbst der gefährlichste Jaguar keine Chance hat!«

Auf einen Klick von Robs Pointer schiebt sich eine animierte Viper ins Bild, die dem Logo der Jacksonville Jaguars ihre Giftzähne in den Hals rammt. Rob ist ein Fan von solchen Animationen, sie kommen gut bei den Jungs an, und auch diese sorgt dafür, dass die Stimmung im Auditorium hochkocht.

»Wir müssen ihre Schwachstellen ausnutzen. Denn davon besitzen sie einige. Das haben sie vergangene Saison eindrucksvoll bewiesen.«

Rob klickt erneut, und nun wird ein Video mit den Pannen unseres nächsten Gegners abgespielt. Die Jungs um mich herum kommentieren es mit höhnischen Geräuschen und Gelächter. Mir hingegen schnürt sich langsam, aber sicher die Kehle zu, als ich beobachte, wie einem Jaguars-Receiver ein Ball aus den Fingern flutscht, der eigentlich leicht zu fangen gewesen wäre. Hitze bildet sich in meinem Magen und läuft mir hinauf in den Kopf. Die Pixel der Leinwand fliegen durcheinander, nur um sich danach zu einem anderen Film zusammenzusetzen. Aus der 92 des Gegners wird meine Nummer, die 89, aus einem beliebigen Saisonspiel, das Championship Game gegen die Chiefs, und der perfekt geworfene Ball kommt nicht vom Jaguars-Quarterback, sondern von Sam. Er hat die optimale Flugkurve, ich muss ihn nur aus der Luft greifen, dann trennt mich nichts mehr von der Endzone, vom Touchdown, vom Einzug in den Super Bowl. Doch ich fange den Ball nicht. Ich jongliere damit wie mit einer glühend heißen Ofenkartoffel, als würde ich einen Macarena-Tanz aufführen. Ich lasse ihn fallen, den wichtigsten Ball meiner Karriere – ich lasse mein Team im Stich.

Niederlage. Aus der Traum vom großen Finale. Vom Super-Bowl-Ring. Vom ewigen Ruhm. Wegen mir. Allein wegen...


Sommer, Alicia
Alicia Sommer wurde im Rheinland geboren, ist Kulturwissenschaftlerin und lebt mittlerweile in München. Während ihrer Zeit in Kalifornien entdeckte sie American Football für sich und ist seitdem glühender Fan der San Francisco 49ers. Mit ihrem New-Adult-Debüt bei LYX kann sie nun ihre Football-Begeisterung mit ihrer größten Leidenschaft, dem Schreiben, verbinden.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.