Buch, Deutsch, Band 318, 40 Seiten, PB, Format (B × H): 110 mm x 180 mm, Gewicht: 40 g
Reihe: Broschüren
Buch, Deutsch, Band 318, 40 Seiten, PB, Format (B × H): 110 mm x 180 mm, Gewicht: 40 g
Reihe: Broschüren
ISBN: 978-3-89515-022-7
Verlag: Prosveta Deutschland
"Während der ganzen Schwangerschaft muss die Mutter darauf achten, dass ihr Kind keinen negativen Einflüssen ausgesetzt ist. Im Geiste soll sie es bewusst mit einer Atmosphäre aus Reinheit und Licht umgeben, damit es vor Angriffen bösartiger Wesenheiten geschützt ist. Sie kann aber auch mit der Seele zusammenarbeiten, die sich inkarnieren will. Auch wenn sie die Seele nicht sieht, kann sie trotzdem mit ihr sprechen: 'Ich will dir helfen, ich gebe dir die besten Aufbaustoffe, aber du musst deinerseits für diese oder jene Fähigkeit sorgen, damit das Kind ein wunderbares Wesen wird!' Wenn die Mutter diese kraftvollen, magischen Worte von ganzem Herzen ausspricht, dann strahlt sie bereits bestimmte Elemente aus, die der Geist des Kindes, der sich inkarnieren will, als Aufbaustoffe für seine verschiedenen Körper benutzt. Das Kind besitzt selbst nichts, es erhält alles von seiner Mutter, deshalb muss sie bewusst darauf achten, ihm nur das Beste zu geben und ihm durch ihre Gedanken und Gefühle nur die lichtvollsten und reinsten Elemente zuzuführen."
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Autoren/Hrsg.
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Die meisten Menschen bilden sich, dass sie nur im körperlichen Bereich etwas tun können, um ein Kind zu zeugen; alles übrige, der Aufbau, der Charakter, die Fähigkeiten, die guten oder schlechten Eigenschaften, hängen vom Zufall oder von Gottes Willen ab - von letzterem haben sie übrigens keine sehr genaue Vorstellung. Trotzdem ist ihnen klar, dass das Kind den Eltern oder Großeltern, einem Onkel oder einer Tante körperlich oder moralisch ähnlich sein wird, denn sie haben schon etwas von den Vererbungsgesetzen gehört. Aber sie glauben nicht, dass sie diese Ähnlichkeit begünstigen oder verhindern, oder überhaupt entscheiden können, was aus dem Kind wird. Und gerade hier irren sie sich: die Eltern können auf das Kind, das sich in ihrer Familie inkarniert, einwirken.
Die Eltern müssen schon vor der Zeugung mit der Vorbereitung beginnen, damit sie einen erhabenen Geist anziehen können. Höhere Wesenheiten können sich nur bei Menschen inkarnieren, die bereits einen bestimmten Grad der Reinheit und Meisterschaft erreicht haben. Für eine solche Wesenheit ist es unwichtig, ob sie in eine reiche oder berühmte Familie kommt; oft zieht sie eine bescheidene Familie vor, in der keine Gefahr besteht, dass sie sich einem leichten Leben hingibt. Aber das Erbgut der Eltern, bei denen sie sich inkarniert, darf die spirituelle Arbeit, für die sie auf die Erde kommt, nicht behindern. Nur wenige Männer und Frauen bieten den erhabenen Geistwesen günstige Bedingungen für eine Inkarnation, und deshalb ist die Erde von so vielen gewöhnlichen, kranken und verbrecherischen Menschen bevölkert, anstatt von gottähnlichen Wesen bewohnt zu sein.
In der Lehre der Universellen Weissen Bruderschaft lernen Mann und Frau, in welcher geistigen Verfassung und in welcher Reinheit sie sich auf die Zeugung eines Kindes vorbereiten sollen. Sie können sogar in Bezug auf die planetarischen Einflüsse den günstigsten Zeitpunkt dafür wählen. Wie konnten die Menschen so tief sinken, dass sie ein so wichtiges Ereignis wie die Zeugung eines Kindes dem Zufall überlassen. Gerade in diesem Moment sollte man den Himmel um Hilfe bitten, die Engel herbeirufen, damit man einen starken, lichtvollen Geist anzieht, der später ein Wohltäter der Menschheit wird. Aber das tut man nicht. Man sucht beim Alkohol oder wer weiss wo Unterstützung. Oft benimmt sich der Mann gerade in diesem Augenblick wie ein Tier: er vergewaltigt seine Frau. Sie empfindet ihm gegenüber dann nur Verachtung, Abscheu und Rachegefühle... Es ist gar nicht verwunderlich, wenn unter solchen Umständen später ein Monster geboren wird.
Aber lasst uns die Frage der Zeugung ein bisschen näher behandeln. Der Vater gibt der Mutter einen Samen, den sie bis zur Reife tragen muss, damit ein Kind geboren werden kann. Folglich könnte man sagen, dass der Vater die schöpferische und die Mutter die bildende Kraft ist. Der Same des Vaters ist eine Zusammenfassung, eine Verdichtung seines eigenen Wesens. Sein ganzes Leben und Dasein kommen in diesem Keim zum Ausdruck. Deshalb hängt die mehr oder weniger gute Beschaffenheit des Samens von seiner Lebensweise ab.
Ich habe euch schon oft erklärt, dass unsere ganze Lebensart in unserem Inneren, in unseren Chromosomen und Zellen registriert wird und sich dort einprägt. Jede Zelle hat ein Gedächtnis. Es nützt nichts, den anderen mit seinem netten, ehrlichen und großzügigen Verhalten etwas vorzuspielen, denn nur das, was man denkt und in seinem Innersten fühlt, wird registriert und überträgt sich als Erbe von Generation zu Generation. Wenn man seinem Kind nur die eingeprägten Krankheiten und Laster übermittelt, dann ist es für Lehrer, Schulen oder Ärzte, die das Kind heilen sollen, zu spät. Dann ist nichts mehr zu machen! Man gibt alles weiter, und wenn das erste Kind keine Spuren davon zeigt, dann ist es eben das zweite oder dritte. Jeder muss begreifen, dass die Natur unabänderliche und wahre Gesetze hat.
Also irrt man sich, wenn man glaubt, dass das, was der Mann der Frau im Augenblick der Zeugung gibt, immer von gleicher Beschaffenheit ist. Wenn ein Mann noch nie an sich gearbeitet hat, um sich zu erheben und reiner zu werden, gibt er der Frau einen Samen, aus dem ein ganz gewöhnlicher Mensch - wenn nicht sogar ein Verbrecher- werden wird.
Nehmen wir ein Beispiel, das ihr vielleicht nicht sehr poetisch findet, das aber wenigstens einleuchtend ist: Aus einem Wasserhahn fließt Wasser, welches entweder schmutzig oder kristallklar sein kann. Wer ständig nur hässliche Gedanken und Gefühle hegt, der kann nur schmutziges Wasser geben, während ein anderer, der unaufhörlich für das Gute und für das Licht arbeitet, kristallklares, lebendiges Wasser spenden kann. Ja, ihr braucht euch gar nicht wundern, der Mann gibt der Frau im Augenblick der Zeugung einen Samen, der je nach seinem eigenen Entwicklungsgrad verschieden ist.
Genau wie die Saat in der Erde das Muster eines Baums oder einer Blume in sich trägt, so enthält auch der Same des Vaters den Entwurf des Kindes mit dessen Fähigkeiten und Talenten, oder im Gegenteil, mit seinen Mängeln und Fehlern. Die Mutter gibt dann während der Schwangerschaft neun Monate lang die Aufbaustoffe zur Verwirklichung dieses Plans. Hierüber kann ich außerordentlich interessante und wichtige Dinge sagen. Die Mutter bildet nicht nur den physischen Körper des Kindes, sondern sie wirkt unbewusst auf den Samen des Mannes ein, indem sie günstige oder ungünstige Bedingungen zur Entfaltung der verschiedenen Charaktereigenschaften, die der Samen enthält, herstellt. Wie macht sie das? Indem auch sie auf ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihre Lebensweise achtet. Dies habe ich die spirituelle Galvanoplastik genannt.
Ich will euch zunächst einmal den chemischen Vorgang der Galvanoplastik beschreiben. Auf den spirituellen Bereich übertragen, kann dieser Vorgang von höchster Wichtigkeit für die ganze Menschheit werden. Man taucht zwei Elektroden in einen mit der Lösung eines Metallsalzes - Gold, Silber, Kupfer usw. - gefüllten Behälter. Die Anode, der positive Pol, ist eine Platte aus demselben Metall wie das in der Salzlösung enthaltene. Die Kathode, der negative Pol, ist eine Gussform aus Guttapercha, die mit Grafit überzogen ist und entweder eine Figur, eine Münze oder eine Medaille darstellt. Die beiden Elektroden werden mit Metalldraht an die Pole einer Batterie angeschlossen und dann schickt man Strom hindurch. Das in der Lösung enthaltene Metall setzt sich an der Kathode an, während die Anode sich auflöst und dadurch die Flüssigkeit regeneriert. Die Gussform bedeckt sich allmählich mit dem in der Lösung enthaltenen Metall, und man erhält, je nach Wunsch, eine vergoldete, versilberte oder verkupferte Medaille.
Wenn ihr die Natur beobachtet, werdet ihr feststellen, dass dieser Vorgang der Galvanoplastik überall existiert. So nimmt z. B. unser Planet, die Erde, zahlreiche Einflüsse anderer Himmelskörper auf, denn sie ist der negative Pol, die Kathode, das weibliche Prinzip. Der Himmel (d. h. Sonne und Sterne) stellt den positiven Pol dar, die Anode, das männliche Prinzip. Zwischen Erde und Sonne (oder anderen Gestirnen) bestehen aufgrund des ständigen Kreislaufs Wechselbeziehungen. Diese Pole sind in eine kosmische Lösung getaucht, den Äther. Er ist das universale Fluidum, das alle Himmelskörper umhüllt. Die Batterie, die den Kreislauf auslöst, ist Gott selbst, und beide Pole sind an Ihn angeschlossen.
Nehmen wir einmal an, wir setzen anstelle der Kathode, der Erde, eine Gussform, beispielsweise einen Samen, dann taucht dieser Samen in die kosmische Lösung. Wenn der von Gott ausgehende Strom ihn durchfließt, löst dieser den Vorgang der Galvanoplastik aus: Die in der Lösung enthaltenen Stoffe setzen sich an der Kathode, dem Samen ab, und die Anode, die Sonne - oder ein anderes Gestirn - regeneriert die Lösung, während der Samen heranwächst. Auf diese Weise zieht jedes Samenkörnchen im Boden die Elemente aus dem Äther an, die seinem Wesen entsprechen. Diese Teilchen setzen sich am Samen ab, und er entwickelt sich je nach den Aufbaustoffen, die er selbst angezogen hat.
Der Vorgang der Galvanoplastik wiederholt sich auch in der schwangeren Frau, denn auch sie trägt in sich den Samen, die Elektroden und die Lösung. Der Same ist der vom Vater kommende lebendige Keim, die Kathode. Er trägt das Abbild des Vaters in sich. Manchmal ist dies das Bild eines Alkoholikers, eines Verbrechers oder eines ganz gewöhnlichen Menschen, und mitunter ist es die Prägung eines Genies oder eines Heiligen. Sobald die Frau schwanger ist, kreist ein Energiestrom zwischen ihrem Gehirn (Anode) und dem Samen. Das Gehirn ist an die Batterie - an die Quelle der kosmischen Energie, an Gott - angeschlossen, von wo es die Kraft schöpft, die sich dann auf den Embryo überträgt. Die Lösung ist das Blut der Mutter, in der die Anode (das Gehirn) und die Kathode (die Gebärmutter) getaucht sind, denn das Blut durchfließt ebenso alle anderen Organe und Körperzellen. Im Blut sind in gelöster Form alle Stoffe enthalten: Gold, Silber, Kupfer usw...
Die Anode, der Kopf, liefert also das Metall, die Gedanken, die das Blut regenerieren. Wenn die werdende Mutter nur bleischwere Gedanken hegt, auch wenn der Same noch so edel ist, dann darf sie sich nicht wundern, wenn ihr Kind symbolisch gesehen - in Blei gehüllt zur Welt kommt, d. h. bösartig, pessimistisch, kränklich ist. Man muss verstehen, dass der Same lediglich die Gussform ist; auch wenn diese - angenommen - ein wunderschönes Bild zeigt, verliert die Medaille ihren Wert, wenn sie aus einem unedlen Metall nachgebildet wird.
Nehmen wir einmal an, eine Mutter entschließt sich, die Gesetze der Galvanoplastik anzuwenden, um ihr Kind auszutragen. Sobald sie den Samen in ihrem Leib (Kathode) empfangen hat, legt sie ein Goldplättchen in ihr Gehirn (Anode), d. h., sie hegt edle und lichtvolle Gedanken. Durch den Kreislauf führt das Blut dem Samen ein edles Metall zu. Das heranwachsende Kind hüllt sich dann in goldene Kleider, und wenn es geboren wird, ist es kräftig, schön, erhaben und allen Schwierigkeiten, Krankheiten und schädlichen Einflüssen gewachsen.




