al-Maktari / Schreiber | Was hast Du hinter Dir gelassen? | Buch | 978-3-430-21026-3 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 320 Seiten, Format (B × H): 138 mm x 220 mm, Gewicht: 474 g

al-Maktari / Schreiber

Was hast Du hinter Dir gelassen?

Stimmen aus dem vergessenen Krieg im Jemen
Erscheinungsjahr 2020
ISBN: 978-3-430-21026-3
Verlag: Econ

Stimmen aus dem vergessenen Krieg im Jemen

Buch, Deutsch, 320 Seiten, Format (B × H): 138 mm x 220 mm, Gewicht: 474 g

ISBN: 978-3-430-21026-3
Verlag: Econ


Zehntausend Zivilisten sind im Jemen-Krieg bereits ums Leben gekommen. Doch aus dem Alltag inmitten des mörderischen Konflikts ist sehr wenig bekannt. Die jemenitische Autorin und Journalistin Bushra al-Maktari reiste inkognito durchs Land – inspiriert von der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch – und sprach unter Lebensgefahr mit ihren Landsleuten. Sie verleiht den Opfern dieses vergessenen Krieges Namen, Gesichter, Stimmen. Zum Beispiel Nassiba, deren kleine Tochter starb, weil sie sie im falschen Moment zum Krämerladen schickte. Oder Ahmad, dessen Bruder von einer Rakete zerfetzt wurde. Mit ihrem aufrüttelnden und stilistisch dichten Buch zwingt uns al-Maktari hinzuschauen. Ein schonungsloses Zeugnis, das uns den horrenden Preis des Krieges schmerzhaft bewusst macht.

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Weitere Infos & Material


Schreiber, Constantin
Constantin Schreiber (*1979) moderiert die 'Tagesschau' und das ARD-'Nachtmagazin' sowie das NDR-Medienmagazin 'zapp' und berichtet vertretungsweise als ARD-Korrespondent aus dem Studio Kairo. Er spricht fließend Arabisch. Einen Namen gemacht hat er sich als Moderator von arabischen TV-Sendungen, zum Beispiel in Ägypten. Für die deutsch-arabische Talkshow 'Marhaba – Ankommen in Deutschland', in der er Geflüchteten das Leben in unserem Land erklärt, wurde er 2016 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Schreiber arbeitete nach Abschluss seines Jura-Studiums mehrere Jahre als Reporter in Beirut und Dubai. Er ist Herausgeber der Schriften des saudischen Bloggers und Sacharow-Preisträgers Raif Badawi, der wegen freier Meinungsäußerung inhaftiert ist. Mit seiner 2019 gegründeten Deutschen Toleranzstiftung setzt er sich für unterkulturellen Austausch im In- und Ausland ein.

al-Maktari, Bushra
Bushra al-Maktari (geb. 1979) ist Schriftstellerin und Journalistin und lebt in Sanaa. Im Arabischen Frühling 2011 führte al-Maqtari im Jemen Proteste gegen den Autokraten Ali Abdallah Saleh an. Daraufhin verhängten konservative Religionsführer eine Fatwa über sie und forderten ihren Tod. Sie hat bereits eine Prosasammlung und einen Roman verfasst und 2013 den Françoise Giroud Award for Defence of Freedom and Liberties in Paris und den Leaders for Democracy Prize des Project on Middle East Democracy in Washington erhalten.

Hetzl, Sandra
Sandra Hetzl (*1980 in München) übersetzt literarische Texte aus dem Arabischen, u.a. von Rasha Abbas, Aref Hamza, Kadhem Khanjar, Aboud Saeed sowie Raif Badawi. Sie ist Gründerin des Kollektivs 10/11 für neue arabische Literatur.

Bolliger, Monika
Monika Bolliger (*1983) ist Arabistin und hat sieben Jahre als Nahostkorrespondentin für die NZZ berichtet. Heute arbeitet sie als Analystin (u.a. für das Sana´a Centre  for Strategic Studies) und als freie Publizistin. Sie lebt in Zürich und bereist regelmäßig die arabische Region.

Bushra al-Maktari, *1979, ist Schriftstellerin und Journalistin und lebt in Sanaa. Im Arabischen Frühling 2011 führte sie im Jemen Proteste gegen den Autokraten Ali Abdallah Saleh an. Daraufhin verhängten Religionsführer eine Fatwa über sie und forderten ihren Tod.
Für ihr Buch war sie zwei Jahre vollverschleiert im Land unterwegs und sprach mit über 400 Menschen. Verfasst hat sie das Manuskript bei Kerzenlicht, weil es in Sanaa kaum mehr Strom gibt. Ihr Mann brachte den Laptop einmal am Tag zur nahegelegenen Apotheke, um ihn dort aufzuladen. Nachts tippte sie ihre Notizen ab.
Sie hat bereits eine Prosasammlung und einen Roman verfasst und 2013 den Françoise Giroud Award for Defence of Freedom and Liberties in Paris und den Leaders for Democracy Prize des Project on Middle East Democracy in Washington erhalten.



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