Albrecht | »Europa ist nicht die Welt.« | Buch | 978-3-89528-696-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 308 Seiten, GB, Format (B × H): 148 mm x 207 mm, Gewicht: 431 g

Albrecht

»Europa ist nicht die Welt.«

(Post)Kolonialismus in Literatur und Geschichte der westdeutschen Nachkriegszeit
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-89528-696-4
Verlag: Aisthesis Verlag

(Post)Kolonialismus in Literatur und Geschichte der westdeutschen Nachkriegszeit

Buch, Deutsch, 308 Seiten, GB, Format (B × H): 148 mm x 207 mm, Gewicht: 431 g

ISBN: 978-3-89528-696-4
Verlag: Aisthesis Verlag


Die Studie untersucht Diskurse zum Kolonialismus und seiner Kritik in Literatur und Geschichte der beiden Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und löst damit ein doppeltes Desiderat ein: Dem literaturwissenschaftlichen Forschungsstand zufolge haben deutschsprachige Schriftsteller erst im Zuge der Politisierung der 1960er Jahre die Problematik des Kolonialismus entdeckt; die Geschichtswissenschaften gehen davon aus, daß das kollektive Gedächtnis der Nachkriegsdeutschen von ›Prozessen des Vergessens‹ befallen ist, die als '(post)koloniale Amnesie' bezeichnet werden. Dagegen wird gezeigt, daß in der Nachkriegszeit sogar schon Fragen diskutiert wurden, die in jüngster Zeit im Kontext postkolonialer Ansätze aufgeworfen worden sind – Fragen nach einem möglichen Mittelweg zwischen Universalismus und Kulturrelativismus, nach Eurozentrismus, ›Othering‹, Differenz, ›Whiteness‹ usw. Diese Neuperspektivierung der westdeutschen Nachkriegszeit wird auch zum Anlaß für eine kritische Sichtung zentraler Prämissen der anglophonen postkolonialen Theorieansätze und versteht sich als Beitrag zu der aktuellen Debatte um Möglichkeiten einer über die thematisch-ideologiekritische Ebene hinausgehenden, spezifisch literaturwissenschaftlichen Teilhabe an den postkolonialen Studien.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. Einleitung: Eurozentrismus, Postkolonialismus und die Nachkriegszeit
1.1. Eurozentrismus unter Anklage
1.2. Literaturwissenschaft und Postcolonial Studies
1.3. Postkolonialismus, Geschichte und Literatur

2. (Post-)Koloniale Amnesie? Zur deutschen Kolonialismusdiskussion
2.1. Charakteristika der deutschsprachigen Berichterstattung
2.2. Kalter Krieg, Kolonialismus und Neokolonialismus
2.3. Zur Diskussion um den deutschen Kolonialismus und Neokolonialismus
2.3.1. Zur Präsenz des deutschen Kolonialismus 1945-1965
2.3.2. Schwerpunktthema Südafrikanische Union und Südwest-Afrika
2.3.3. Zu den Verbrechen des deutschen Kolonialismus
2.3.4. Neokolonialismus, ›deutscher kalter Krieg‹ und noch ein ›deutscher Sonderweg‹?

3. 'Eine Geschichte, die sich nicht verteidigen läßt' – Nachkriegsliteratur und Kolonialismus
3.1. Zum noch andauernden Kolonialismus der Nachkriegszeit
3.2. Zum historischen Kolonialismus
3.3. Zum deutschen Kolonialismus

4. Europa als Maßstab? Literatur der Nachkriegszeit und Postkolonialismus
4.1. Universalismus und Gender
4.2. Ein Mittelweg zwischen Universalismus und Kulturrelativismus
4.3. 'Solidarität der weißen Rasse'?

5. Ausblick

Literaturverzeichnis


Monika Albrecht unterrichtet nach Dozenturen in den USA, Süd-Korea, Irland und England seit Herbst 2008 an der University of Limerick (Irland). Sie hat zahlreiche Aufsätze zur Literatur und Kultur des 20. Jahrhunderts veröffentlicht und ist Mitherausgeberin von kritischen Editionen des Werks von Ingeborg Bachmann. Zur Zeit arbeitet sie an einem neuen Projekt mit dem Arbeitstitel Postkolonialismus und Multikulturalismus.



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