Buch, Deutsch, 512 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 265 mm
Moderne Tanzwelt in Hellerau-Laxenburg bei Wien (1925-39)
Buch, Deutsch, 512 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 265 mm
ISBN: 978-3-99094-702-9
Verlag: Hollitzer Wissenschaftsv.
1925 übersiedelte die internationale Künstler:innenkolonie aus
Hellerau bei Dresden ins Alte Schloss in Laxenburg bei Wien –
Christine Baer-Frissell und Karl M. Baer, Emmy Ferand und Ernst
Ferand sowie Valeria Kratina und Rosalia Chladek. Sie hatten das
Ziel, die rhythmisch-musikalische Bildung, wie sie vor dem Ersten
Weltkrieg europaweit vom in Wien geborenen Musiker und Rhythmus-
Apologeten Émile Jaques-Dalcroze populär gemacht worden war,
zu erneuern. Nicht die Musik sollte die körperlich-künstlerische
Bewegung regeln, sondern die gestalterische individuelle Kraft
des Einzelnen. Die dreijährige Tanzausbildung verband die
tanzbezogenen Hauptfächer mit interdisziplinären Seminaren,
vermittelt von spannenden Kräften wie Lilli Roubiczek, Oskar Strnad,
Egon Wellesz u. a. Hellerau-Laxenburg zog Interessierte aus aller
Welt an, darunter auch Samuel Beckett. Die NS-Diktatur schloss das
private Unternehmen 1939. Zahlreiche jüdische Studierende und
Lehrende wurden Opfer des Nationalsozialismus.




