Die niederländische Literaturtheoretikerin, Kunsthistorikerin und Filmemacherin Mieke Bal begru¨ndete nicht nur die
ASCA – Amsterdam School for Cultural Analysis,
sondern entwickelte auch eine interdisziplinär ausgerichtete Vorgehensweise, um kulturelle Objekte aller Art zu beforschen. Ihr Ansatz, theoretisch fundierte Konzepte im Sinne von Mikro-Methodiken zu entwickeln, die es ermöglichen, die untersuchten Gegenstände zum Sprechen (und zum Widerspruch) zu bringen, wurde als Ansatz der
Kulturanalyse
international rezipiert. Ihre Ambition, sich fu¨r jede Studie, fu¨r jede Auseinandersetzung individuell auf das jeweilige Gegenu¨ber einzulassen, ru¨ckt Bals Forschungspraxis eng an das Konzept des essayistischen Denkens. Insofern ist es nur naheliegend, dass Mieke Bal dieser Parallele eine eigene Studie widmet, die dem
Versuchen
gilt.Ausgehend von einer Ru¨ckschau auf ihr eigenes filmisches Schaffen, in dem ihr theoretisches Arbeiten stets intensiv mitreflektiert wird, fragt sie sich im vorliegenden Text, worin der angewandte Essayismus von Filmen bestehen könne – und umgekehrt, wie die spezifische Praxis eines essayistischen Denkens verstanden werden kann. Dieser Essay u¨ber das essayistische Tun
versucht,
die Potenziale einer Praxis zu erhellen, die zwischen theoriegeleiteter Forschung und formbewusster ku¨nstlerischer Auseinandersetzung changiert.
Bal
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Bal, Mieke
Mieke Bal ist Literaturwissenschaftlerin, Kultur- und Kunsthistorikerin und Filmemacherin. Sie war von 1991 bis 2011 Professorin fu¨r Literaturtheorie an der Universität Amsterdam und dort auch ab 1993 Gru¨ndungsrektorin der Amsterdam School for Cultural Analysis, Theory and Interpretation, ASCA.