Buch, Deutsch, 120 Seiten
Reihe: Fröhliche Wissenschaft
Buch, Deutsch, 120 Seiten
Reihe: Fröhliche Wissenschaft
ISBN: 978-3-7518-3075-1
Verlag: Matthes & Seitz Verlag
Die Religion kehrt zurück in Politik, Kultur und Philosophie – das ist die Signatur unserer Zeit. Apokalyptische Erlösungsvisionen findet man ebenso in der US-amerikanischen Rechten und bei den Tech-Libertären wie in der postkolonialen Linken und ihrer Faszination für die Todeskulte des politischen Islam. Man findet sie in russischen Großraumfantasien, aber auch dort, wo die Menschen nach der Befreiung aus autoritären Verengungen streben, als Sehnsucht nach Erlösung aus einer Welt, die sich Gemeinschaft nur noch in den Kategorien sozialer Netzwerke vorstellen kann.
Jens Balzer zeigt in seinem neuen Essay, wie sich autoritäres Denken und Religion verschwistern, stellt aber zugleich die Frage, ob Motive wie Demut, Gnade und schließlich Erlösung uns einen Ausweg zeigen aus den autoritären Zurichtungen der Gegenwart. Kann religiöses Denken Formen von Gemeinschaft stiften, die gegen die falsche Vergemeinschaftung der Menschen helfen, gegen ihre Vereinsamung und Entfremdung in der digitaltechnologisch verwalteten Welt? Kann man wahrhaftes religiöses Denken verteidigen gegen den Missbrauch der Religion? Und brauchen wir dieses religiöse Denken nicht eigentlich, um wahrhaft erlöst zu werden?




