Buch, Deutsch, Band 63, 347 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm
Eine sozial- und rechtsgeschichtliche Untersuchung der Apostelgeschichte
Buch, Deutsch, Band 63, 347 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm
Reihe: neutestamentliche Abhandlungen Neue Folge
ISBN: 978-3-402-11450-6
Verlag: Aschendorff
War Paulus römischer Bürger? Die Apostelgeschichte erzählt mehrfach, dass der Völkerapostel sich auf dieses Privileg beruft: ausdrücklich bei seiner Freilassung in Philippi und angesichts einer drohenden Geißelung in Jerusalem, implizit auch in der Berufung an den Kaiser. Bis heute ist die Historizität dieses Bürgerrechts jedoch umstritten. Die Studie untersucht die Frage umfassend in rechts- und sozialgeschichtlicher Perspektive. Sie rekonstruiert Erwerbswege und rechtliche Stellung römischer Bürgerinnen und Bürger mit Blick auf ihre Rechte und Pflichten in Familie, Wirtschaft und Alltag, im Wahlrecht, Steuer- und Militärdienst sowie im Strafrecht. Auf dieser Grundlage werden die einschlägigen Texte der Apostelgeschichte (Apg 16,11–40; 22,22–29; 23,26–30; 25,1–12) literarkritisch und historisch analysiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage nach den ältesten erzählerischen Schichten im Gegenüber zur lukanischen Gestaltung. Mithilfe einer eigens entwickelten, an der historischen Rückfrage orientierten Methodik wird ihre Historizität beurteilt. Im Anschluss wird mithilfe narratologischer Analysen untersucht, welche erzählerischen Intentionen mit der Darstellung des Paulus als römischem Bürger in den jeweiligen Texten verbunden sind. Die Studie leistet so einen fundierten Beitrag zur weiterhin offenen Frage nach der Historizität des römischen Bürgerrechts des Paulus.
Zielgruppe
Wissenschaftlich Forschende in den Fächern Neues Testament (v.a. Paulus und Apostelgeschichte), römische Rechtsgeschichte (v.a. Personenrecht), Alte Geschichte (v.a. Judentum der späten römischen Republik und Kaiserzeit, Geschichte der östlichen Provinzen); Universitätsbibliotheken




