Barth | Mädchenlektüren | Buch | 978-3-593-37037-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 312 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 213 mm, Gewicht: 439 g

Barth

Mädchenlektüren

Lesediskurse im 18. und 19. Jahrhundert
2. Auflage 2020
ISBN: 978-3-593-37037-8
Verlag: Campus Verlag

Lesediskurse im 18. und 19. Jahrhundert

Buch, Deutsch, 312 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 213 mm, Gewicht: 439 g

ISBN: 978-3-593-37037-8
Verlag: Campus Verlag


'Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt', behauptete Marie von Ebner-Eschenbach 1880. Susanne Barth behandelt die Lektüreerfahrung junger Mädchen im 19. Jahrhundert. In Medizin, Pädagogik und Literatur entfaltete sich ein Diskurs über das Lesen, der damals vor allem die Gefahren für die junge Leserin heraufbeschwor, aus heutiger Sicht aber die Bedeutung des Lesens für die Emanzipation der Frau erkennbar macht.

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Susanne Barth
Mädchenlektüren.
Lesediskurse im 18. und 19. Jahrhundert

1. Einleitung

1.1Die ‚junge Leserin' als Konstrukt - Forschungsstand

1.2Junge Mädchen und das Lesen - Wege der historischen Rekonstruktion

2. Mädchenjugend und Pubertät: Diskurse in Medizin und Pädagogik

2.1Das Paradigma von der weiblichen Sonderanthropologie

2.2Prozesse weiblicher Entwicklung - Mädchenjugend und Pubertät
2.2.1Mediziner über Krankheit, Hysterie und Degeneration bei jungen Mädchen
2.2.2Pädagogen über das Selbstgefühl junger Mädchen und die Liebe des Vaters zur Tochter
2.2.3Pädagogen über ‚ideelle' und ‚reale' Mütter und die Selbstständigkeit junger Mädchen

3. Lesediskurse in der Pädagogik - normative Grundlegungen

3.1Die Debatte um ‚Empfindsamkeitsfieber', Leselust und ‚Lesesucht'

3.2Gegen ‚Leselust' und ‚Lesesucht' - lese- und literaturpädagogische Konzepte vor und um 1800
3.2.1Johann Karl Wezels literarästhetisch-entwicklungstheoretisches Lektüremodell
3.2.2Campes Modell ‚kontrollierter Pubertätslektüre'
3.2.3Geschmacks-, Moral und Geistesbildung bei August Hermann Niemeyer

3.3‚Freude', Genuß und allseitige Bildung - Lese- und Literaturpädagogik im 19. Jahrhundert

4. Die jungen Mädchen in den Lesediskursen von Pädagogik und Medizin

4.1Pädagogenängste vor weiblichen Normverstoß
4.2Medizinische Prophylaxe gegen Hysterie
4.3Pädagogenphantasien vor der ‚gebildeten (Vater-)Tochter'
4.4Pädagoginnenkonzepte von ‚umfassend gebildeter Weiblichkeit'
4.5Das Prinzip der Lesefreiheit und die Entfaltung der Persönlichkeit

5. Figuren junger Leserinnen - Lesediskurse in Erzähltexte

5.1Romanleserinnen
5.1.1Romanlektüren und ‚weibliche Bestimmung'
5.1.2Lektüreräume und das Warten auf das Erwachsenwerden
5.1.3‚Lust am Text' und ‚Lust am Körper'
5.1.4Lektüreträume und weiblicher Selbstentwurf
Exkurs: Das Mädchen Emma Bovary - die Romanleserin

5.2. Gebildete Leserinnen
5.2.1Vom schwierigen Aufbruch der Vatertöchter in das Reich des Geistes
5.2.2Blaustrümpfchens Leiden
5.2.3Intellektuelle Weiblichkeit und antiker Göttinnenhimmel
5.2.4Lesefreiheit - Geistesfreiheit: "Aus gleicher Tiefe, frei und vereint zum Äther empor"

6. ‚Werde, die Du bist' - Mädchenlektüren, weibliche Entwicklung und Emanzipation

Anmerkungen

Literaturverzeichnis
1. Pädagogische und medizinische Quellen
2. Erzählende Literatur
3. Weitere Quellen und Forschungsliteratur
4. Bibliographien


Susanne Barth, Dr. phil., war zuletzt wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für historische Leseforschung an der Universität Köln.



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