Buch, Deutsch, Band 19, 447 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 500 g
Reihe: Andere Ästhetik – Studien
Ein ritualtheoretischer Beitrag zur historischen Narratologie insbesondere des Artusromans
Buch, Deutsch, Band 19, 447 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 500 g
Reihe: Andere Ästhetik – Studien
ISBN: 978-3-11-224262-9
Verlag: De Gruyter
Open-Access-Transformationspaket 2026
Ein zentrales Thema der meisten höfischen Romane sind die sozialen Statuswechsel ihrer Hauptfiguren, insbesondere: Ritter- bzw. Herrscherwerdung und Eheschließung. In der historischen Realität wurden solche Statuswechsel durch Übergangsrituale organisiert (Schwertleite, Krönung, Eheschließung). Dies schlägt sich, so die These der Studie, im literarischen Erzählen von Statuswechseln nieder.
Anhand bekannter Artusromane (der Erec- und Iwein-Romane Chrétiens de Troyes und Hartmanns von Aue, des Wolframs von Eschenbach und des ), aber auch des Tristanromans untersucht die Studie nicht nur, wie die konkreten Initiationsrituale literarisch dargestellt, reflektiert und problematisiert werden, sondern inwiefern die Romane durch rituelle Erzähllogiken geprägt sind, die ihnen erst ihre narrative Plausibilität verleihen.
Damit leistet die Studie einen ritualtheoretisch konturierten Beitrag zur historischen Narratologie und bietet aus dieser Perspektive neue Lösungsansätze für altbekannte Interpretationsprobleme in der Forschungsdiskussion zu den höfischen Romanen.




