Bates / Uszinski | Der Naturforscher am Amazonenstrom | Medienkombination | 978-3-941924-10-9 | www.sack.de

Medienkombination, Deutsch, 895 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 1115 g

Bates / Uszinski

Der Naturforscher am Amazonenstrom

Leben der Thiere, Sitten und Gebräuche der Bewohner, Schilderung der Natur unter dem Äquator und Abenteuer während eines elfjährigen Aufenthalts
Durchgesehene und kommentierte Ausgabe mit allen Abbildungen der Erstausgabe, einer beigelegten Karte und vielen zusätzlichen Illustrationen
ISBN: 978-3-941924-10-9
Verlag: Verlag der Pioniere

Leben der Thiere, Sitten und Gebräuche der Bewohner, Schilderung der Natur unter dem Äquator und Abenteuer während eines elfjährigen Aufenthalts

Medienkombination, Deutsch, 895 Seiten, Format (B × H): 140 mm x 210 mm, Gewicht: 1115 g

ISBN: 978-3-941924-10-9
Verlag: Verlag der Pioniere


Henry Bates (8. Februar 1825 bis 16. Februar 1892) und Alfred Wallace (8. Januar 1823 bis 7. November 1913) lernten sich durch ihr gemeinsames Interesse an Ka¨fern kennen. Die beiden Freunde begaben sich 1848 auf eine Forschungsreise nach Su¨damerika, die sie mit dem Verkauf ihrer exotischen Funde in England zu finanzieren gedachten. In Brasilien angekommen forschten sie einige Zeit gemeinsam und entschlossen sich 1850, den Regenwald am Amazonas getrennt zu erkunden. Wa¨hrend Wallace bereits zwei Jahre spa¨ter die Ru¨ckreise antrat, blieb Bates noch bis 1859 in Brasilien.
Wallace verlor auf der U¨berfahrt durch ein Feuer an Bord alle seine Sammlungen. Schon 1854 brach er zu einer neuen Expedition in den Malaiischen Archipel auf, wo er wa¨hrend eines Fieberanfalls die Grundzu¨ge der Evolutionstheorie erkannte: Er schickte ein kurzes Papier nach London, das den zo¨gerlichen Charles Darwin endlich zur Vero¨ffentlichung seiner Idee zwang. Im Sommer 1858 kam es (in beider Abwesenheit) zu einer gemeinsamen Vorstellung ihrer Theorien.
Henry Bates vero¨ffentlichte seinen Reisebericht kurze Zeit spa¨ter und hatte keinerlei Mu¨he, seine eigenen Erkenntnisse mit dem neuen Stand der Wissenschaft in Einklang zu bringen. Als Entdecker der »Mimikry«, der Nachahmung bestimmter Signale, mit der eine Art durch ihre A¨hnlichkeit mit einer anderen Vorteile erlangt, reiht er sich nahtlos ein in die Riege der brillanten britischen Biologen des 19. Jahrhunderts.
Der vorliegende Band erscheint zum 200. Geburtstag dieses unermu¨dlich neugierigen Engla¨nders. Ein kurzer Blick in die fu¨r diese Ausgabe neu erstellten Verzeichnisse der erwa¨hnten Personen, Orte und Arten genügen, um einen Eindruck seines Fleißes zu erlangen! Außer allen Illustrationen der englischen Erstausgabe von 1863 entha¨lt das Buch viele weitere zeitgeno¨ssische Abbildungen.
Die deutsche U¨bersetzung von 1866 bildet seine Grundlage, denn nur durch ihre etwas veraltete Sprache ko¨nnen wir ein Gefu¨hl dafu¨r bekommen, in welcher Zeit der Text entstanden ist. Durch einen gru¨ndlichen Vergleich mit dem englischen Original konnten die über 400 fehlenden oder falsch u¨bersetzten Passagen wiederhergestellt werden.

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Weitere Infos & Material


U¨ber dieses Buch
Vorrede.
Erstes Kapitel: Para´
Ankunft. – Aussehen des Landes. – Der Fluss Para´. – Erster Spaziergang in die Umgebung von Para´. – Freie Neger. – Vo¨gel, Eidechsen und Insekten in der Umgegend. – Bla¨ttertragende Ameise. – Klima, Geschichte und gegenwa¨rtiger Zustand von Para´.
Zweites Kapitel: Para´ (Fortsetzung)
Die sumpfigen Wa¨lder von Para´. – Ein portugiesischer Grundbesitzer. – Landhaus bei Nazareth. – Leben eines Naturforschers unter dem A¨quator. – Der trockene Urwald. – Magoary. – [Abgelegene] Kana¨le. – Ureinwohner.
Drittes Kapitel: Para´ (Schluss)
Kirchliche Feste. – Marmoset-Affen. – Schlangen. – Insekten des Waldes. – [U¨ber die] Fauna des Gebietes von Para´.
Viertes Kapitel: Der Tocantins und Cameta´
Vorbereitungen zur Reise. – Bucht von Goajara´. – Hain von Fa¨cherpalmen. – Der untere Tocantins. – Beschreibung des Flusses. – Vista Alegre. – Baiao~. – Stromschnellen. – Reise im Boot zu den Guariba-Fa¨llen. – Leben der Eingebornen am Tocantins. – Zweite Reise nach Cameta´.
Fu¨nftes Kapitel: Caripi´ und die Bucht Marajo´
Der Fluss Para´ und die Bucht von Marajo´. – Reise nach Caripi´. – Weihnachtsfeier der Neger. – Eine deutsche Familie. – Flederma¨use. – Ameisenfresser. – Colibris. – Ausflug nach dem Murucupi´. – Ha¨usliches Leben der Einwohner. – Jagdzug mit Indianern. – Naturgeschichte des Paca und Cuti´a. – Insekten.
Sechstes Kapitel: Der untere Amazonenstrom – von Para´ nach Obydos
Reisen auf dem Amazonenstrome. – Fru¨here Entdeckungsreisen. – Vorbereitungen zur Reise. – Leben an Bord eines grossen Kauffahrers. – Die schmalen Kana¨le zwischen Para´ und dem Amazonenstrome. – Erste Ansicht des grossen Stromes. – Gurupa´. – Die grosse Sandbank. – Abgeplattete Berge. – Verengerung des Flussthales. – Santarem. – Obydos. – Naturgeschichtliches. – Ursprung der Species durch Segregation der lokalen Varieta¨ten.
Siebentes Kapitel: Der untere Amazonenstrom – von Obydos nach Manaus oder die Barra des Rio Negro
Abreise von Obydos. – Ufer des Flusses und Nebenkana¨le. – Cacaopflanzer. – Ta¨gliches Leben am Bord unsres Schiffs. – [Schwerer] Sturm. – Sandinseln und deren Vo¨gel. – Berg von Parentins. – Schwarzer Ha¨ndler und Mauhe´-Indianer. – Villa Nova und dessen Bewohner, Klima, Wald und Thierwelt. – Cararaucu´. – La¨ndliches Fest. – See Cararaucu´. – Motu´cafliegen. – Serpa. – Weihnachtsfeier. – Der Fluss Madeira. – Ein Mameluco als Farmer. – Mura´-Indianer. – Rio Negro. – Beschreibung der Barra. – Ru¨ckreise nach Para´. – Das gelbe Fieber.
Achtes Kapitel: Santarem
Lage von Santarem. – Sitten und Gebra¨uche der Einwohner. – Handel. – Klima. – Aussatz. – Geschichtlicher U¨berblick. – [Grasbedeckte] Campos und Wa¨lder. – Ausflüge nach Mapiri´, Mahica´ und Irura´, nebst Abriss ihrer Naturgeschichte. – Palmen. – Wilde Fruchtba¨ume. – Grabende Wespen. – Mauerwespen. – Bienen. – Faulthiere. – Meerkatzen. – Naturgeschichte der Termiten oder weissen Ameisen.
Neuntes Kapitel: Reise den Tapajos hinauf
Vorbereitungen zur Reise. – Der erste Tag auf dem Wasser. – Ordnung der Geldangelegenheiten und Versendung der Sammlungen [im Landesinneren]. – Verlust des Boots. – Altar do Chao~. – Ausflug in den Wald. – Werthvolle Ho¨lzer. – Fischfang. – Schwierigkeiten mit der Schiffsmannschaft. – Ankunft bei Aveyros. – Ausflu¨ge in die Umgegend. – Weisse Cebus und Lebensweise des Cebus-Affen – Zahmer Papagei. – Ansiedlung der Missiona¨re. – Einfahrt in den Fluss Cupari´. – Abenteuer mit einer Anaconda. – Gera¨ucherter Affe. – Boa constrictor. – Dorf der Mundurucu´-Indianer und Einfall eines wilden Stammes. – Wasserfa¨lle des Cupari´. – Hyancinthfarbene Macao. – Ru¨ckkehr in den breiten Tapajos. – Fahrt stromabwa¨rts nach Santarem.
Zehntes Kapitel: Der obere Amazonenstrom – Reise nach Ega
Abreise von Barra. – Der erste Tag und Nacht auf dem obern Amazonenstrom. – Trauriger Anblick des Flusses zur Zeit der U¨berschwemmung. – Cuca´ma-Indianer. – Geistige Fa¨higkeiten der Indianer. – Stu¨rme. – Manatie. – Wald. – Schwimmender Bimstein [aus den Anden]. – Erdstu¨rze. – Ega und seine Bewohner. – Tagewerk eines Naturforschers in Ega. – Sitten, Handel und Gewerbe u. s. w. – Die vier Jahreszeiten am obern Amazonenstrom.
Elftes Kapitel: Ausflu¨ge in der Umgegend von Ega
Der Tefe´fluss. – Streifereien in den Hainen am Strande. – Ausflug zu dem Hause eines Passe´-Ha¨uptlings. – Charakter und Sitten der Passe´. – Erster Ausflug auf die Sandinseln im Solimoens. – Lebensweise der grossen Flussschildkro¨te. – Zweiter Ausflug. – Schildkro¨tenfang in den Lachen. – Dritter Ausflug. – Jagdzu¨ge mit Eingebornen im Walde. – Ru¨ckkehr nach Ega.
Zwo¨lftes Kapitel: Thiere in der Umgegend von Ega
Affen: Uakari´. – Parauacu´. – Nachtaffen mit Uhugesicht. – Meerkatzen. – Jupura´. – Vergleichung der Affen der neuen Welt mit denen der alten. – Flederma¨use. – Vo¨gel. – Cuviers Tukan. – Der gelockte Tukan. – Insekten. – Schwebende Cocons. – Ameisen. – Eciton.
Dreizehntes Kapitel: Ausflu¨ge u¨ber Ega hinaus
Reise mit dem Dampfboot. – Passagiere. – Tunantins. – Caischa´na-Indianer. – Der Jutahi´. – Indianersta¨mme am Jutahi´ und Juru´a. – Der Sapo´. – Maraua´-Indianer. – Fonte Boa. – Reise nach St. Paulo. – Tucu´na-Indianer. – Krankheit. – Ru¨ckreise nach Para´. – Vera¨nderungen in Para´. – Abreise nach England.
Anhang:
Verzeichnis der Abbildungen
Literatur
Worterkla¨rungen
Verzeichnis der namentlich erwa¨hnten Personen
Verzeichnis der erwa¨hnten Vo¨lker Zentral- und Su¨damerikas
Verzeichnis der erwa¨hnten Orte
Verzeichnis der erwa¨hnten Pflanzen und Tiere


Bates, Henry Walter
Henry Walter Bates war ein enger Freund von Alfred Russel Wallace, die beiden lernten sich im heimischen England kennen, weil sie begeisterte Käfersammler waren. 1848 begaben sie sich auf eine Forschungsreise nach Südamerika, die sie mit dem Verkauf ihrer exotischen Funde in der Heimat zu finanzieren gedachten. In Brasilien angekommen forschten sie einige Zeit gemeinsam und trennten sich 1850, um ein größeres Gebiet des Regenwalds erkunden zu können. Während Wallace bereits zwei Jahre später die Rückreise antrat, blieb Bates noch bis 1859 in Brasilien.
Wallace brach schon 1854 zu einer neuen Expedition in den Malaiischen Archipel auf, wo er während eines Fieberanfalls die Grundzüge der Evolutionstheorie erkannte: Er schickte ein kurzes Papier nach London, das den zögerlichen Charles Darwin endlich zur Veröffentlichung seiner bahnbrechenden Idee über die Entstehung der Arten zwang.
Henry Bates veröffentlichte seinen Reisebericht kurze Zeit später und hatte keinerlei Mühe, seine eigenen Erkenntnisse mit der Evolutionstheorie in Einklang zu bringen. Als Entdecker der »Mimikry«, der Nachahmung bestimmter Signale, mit der eine Art durch ihre Ähnlichkeit mit einer anderen Vorteile erlangt, reiht er sich nahtlos ein in die Riege der brillanten britischen Biologen des 19. Jahrhunderts.



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