Bauer / Suter | Das digitale Graffiti | Buch | 978-3-0340-1866-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 176 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 225 mm

Bauer / Suter

Das digitale Graffiti

Graffiti und Crack(-Intros) von 1980er-/90er-Games: eine negierte Verwandtschaft
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-0340-1866-1
Verlag: Chronos Verlag

Graffiti und Crack(-Intros) von 1980er-/90er-Games: eine negierte Verwandtschaft

Buch, Deutsch, 176 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 225 mm

ISBN: 978-3-0340-1866-1
Verlag: Chronos Verlag


Gibt es ein digitales Graffiti? Was versteht man darunter? Wo und wie manifestieren sich Graffitis? Wohnt den digitalen Graffitis ebenso wie den realen der Aspekt der Rebellion inne? Wie manifestieren sich Schrift und Ästhetik als zentrale Grundlagen beider kreativer Kulturen? Und kann man in Graffitis, (Crack-)Intros und Demos von einer Befreiung der Worte sprechen? Der Begriff des digitalen Graffiti wird von unterschiedlichen Seiten beansprucht. Dieses Buch schlägt eine Definition mit historischem Bezug auf die Entwicklung digitaler Communitys vor. Dabei geht es nicht um den Transfer von Graffitikunst vom Analogen in die Augmented Reality, sondern um eine eigenständige Entwicklung, die mit der Digitalisierung Einzug gehalten hat und durch welche der Heimcomputer zum (digitalen) Experimentierfeld wurde.
Die Einfu¨hrung der Computermaus als Zeichentool sowie die grafischen Benutzeroberflächen (GUIs) im Jahr 1984 veränderten die Arbeitsweisen vollständig und gaben den digitalen Nerds dank neuer Bildbearbeitungssoftware neue ästhetische Möglichkeiten an die Hand. Sie nutzten diese mit kreativen Innovationen wie Logos in Motion als einer Art lebender Graffitis und endlosen Scroll-Schriften bis hin zu Echtzeit-3D-Schriften.
Die Autoren schauen zuru¨ck auf die Werke der jugendlichen Cracker und der Demoszene aus den 1980er- und 1990er-Jahren, die als digitale Graffitis gelten können, weil sie viele Aspekte der analogen Graffitis in ihrem konzeptuellen und kreativen Prozess aufnahmen und gewisse Wirkungen mit ihnen teilten. Der direkte Vergleich zweier nicht besonders geschätzter Kulturen bringt retrospektiv ähnliche Motive, Motivationen, Strategien und ku¨nstlerische Gestaltungsweisen zum Vorschein.

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