Becker | Die Gedächtnisfabrik | Buch | 978-3-95593-629-7 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 604 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 950 g

Becker

Die Gedächtnisfabrik

Ökonomie des Musiktheaters im sozialistischen Bulgarien
Erstauflage 2026
ISBN: 978-3-95593-629-7
Verlag: Wolke Verlagsges. Mbh

Ökonomie des Musiktheaters im sozialistischen Bulgarien

Buch, Deutsch, 604 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 950 g

ISBN: 978-3-95593-629-7
Verlag: Wolke Verlagsges. Mbh


Eine Pionierarbeit zur Musikgeschichte des Kalten Krieges, die ein ganzes Forschungsfeld neu erschließt.

Patrick Becker untersucht das Musiktheater der Volksrepublik Bulgarien (1944-1990) und legt die verborgenen Mechanismen frei, mit denen Opernhäuser zu staatlich gelenkten Produktionsstätten kollektiver Erinnerung wurden. Im Zentrum steht ein radikal erweiterter Ökonomiebegriff, der weit über Planwirtschaft und Budgetfragen hinausreicht: von der byzantinischen oikonomía als Herrschaftspraxis über die Mechanisierung kompositorischer Arbeit bis zur szenischen Inszenierung von Tausch, Gabe und Marktgeschehen auf der Opernbühne.

Anhand von Schlüsselwerken wie Ljubomir Pipkovs „Janas neun Brüder", Konstantin Ilievs „Der Meister von Bojana" und Lazar Nikolovs subversiven Opern zeigt Becker, wie historische Stoffe eine fiktive sozialistische Realität überhaupt erst erzeugten - und wie Komponisten zugleich in äsopischer Sprache gegen die Vorgaben des Sozialistischen Realismus opponierten. Die Arbeit verbindet Archivstudien, Partituranalysen und Kulturtheorie zu einem dichten, interdisziplinären Gesamtbild eines bislang im Westen kaum beachteten Kapitels europäischer Musikgeschichte.

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Zielgruppe


Die Gedächtnisfabrik bietet eine tiefgehende, interdisziplinäre Analyse über das dichte Beziehungsgeflecht von Musik, Politik und Ökonomie im sozialistischen Bulgarien (1944–1990).

Empfohlen ab ca. 18 Jahren für alle, die sich für die Mechanismen von Kunst und Macht im Staatssozialismus interessieren.

Ideal für:

- Fachwissenschaftler*innen, Forschende und Studierende der Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Osteuropastudien
- Historiker*innen mit Fokus auf Kulturpolitik, Zensur und die Planwirtschaft des ehemaligen Ostblocks
- Leser*innen, die sich für orthodox-byzantinische Bildtheorie, Ikonographie und die Ästhetik des Sozialistischen Realismus interessieren
- Bibliotheken und akademische Institutionen mit Schwerpunkt auf transnationaler Musikgeschichtsschreibung


Autoren/Hrsg.




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