Benjamin / Steiner | Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe | Buch | 978-3-518-58501-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 398 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 225 mm, Gewicht: 586 g

Benjamin / Steiner

Werke und Nachlaß. Kritische Gesamtausgabe

Band 3: Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik
2. Auflage 2008
ISBN: 978-3-518-58501-6
Verlag: Suhrkamp

Band 3: Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik

Buch, Deutsch, 398 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 225 mm, Gewicht: 586 g

ISBN: 978-3-518-58501-6
Verlag: Suhrkamp


Walter Benjamins Dissertation – 1918/1919 in Bern entstanden und 1920 in einem Berner Verlag gedruckt – ist seine erste Buchveröffentlichung, in der bereits viele Motive seines späteren Denkens angelegt sind. Benjamin selbst schrieb über seine Arbeit: "Was sie sein sollte, ist sie geworden: ein Hinweis auf die durchaus in der Literatur unbekannte wahre Natur der Romantik."

Der Band bringt den Text des Erstdrucks, gefolgt von den Ergänzungen, die der Autor in sein Handexemplar eintrug, und der Druckfehlerliste. Des weiteren sind die Notizen zur Romantik enthalten, die zusammen mit der bisher unveröffentlichten Liste der "Originalschriften" der Romantik und der "Schriften über Romantik" Benjamins intensive Beschäftigung mit dieser Epoche in umfassender Weise beleuchten. Uwe Steiner dokumentiert darüber hinaus ausführlich den Verlauf der Doktorprüfung und der Drucklegung sowie Florens Christian Rangs Auseinandersetzung mit dieser Arbeit, indem er dessen Randnotizen und einen Brief an Benjamin vom 10. Oktober 1920 wiedergibt. Die neu aufgefundenen Briefe Benjamins an den Berner Philosophen Paul Häberlin beschließen den Band.

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Weitere Infos & Material


Einleitung:
Einschränkungen der Fragestellung
Die Quellen
Erster Teil: Die Reflexion
Reflexion und Setzung bei Fichte
die unmittelbare Erkenntnis – die Einschränkung des Setzens – die Einschränkung der Reflexion
Die Bedeutung der Reflexion bei den Frühromantikern
die drei Stufen der Reflexion – die intellektuelle Anschauung – das Reflexionsmedium – die Kunst
System und Begriff
das absolute System – die mystische Terminologie – der Witz – der Terminus Kritik
Die frühromantische Theorie der Naturerkenntnis
die Selbsterkenntnis – der Grundsatz der Objektserkenntnis
Zweiter Teil: Die Kunstkritik
Die frühromantische Theorie der Kunsterkenntnis
die Kunst als Reflexionsmedium – Kritik – die Autonomie des Werkes
Das Kunstwerk
seine Form – immanente Kritik – stoffliche und formale Ironie
Die Idee der Kunst
Einheit der Formen und Werke – progressive Universalpoesie – Transzendentalpoesie – Roman – Prosa – Nüchternheit – Kritik
Die frühromantische Kunsttheorie und Goethe
Idee und Ideal – das Musische – das unbedingte Werk – die Antike – der Stil – die Kritik


Benjamin, Walter
Walter Benjamin wurde am 15. Juli 1892 als erstes von drei Kindern in Berlin geboren und nahm sich am 26. September 1940 in Portbou/Spanien das Leben. Benjamins Familie gehörte dem assimilierten Judentum an. Nach dem Abitur 1912 studierte er Philosophie, deutsche Literatur und Psychologie in Freiburg im Breisgau, München und Berlin. 1915 lernte er den fünf Jahre jüngeren Mathematikstudenten Gershom Scholem kennen, mit dem er zeit seines Lebens befreundet blieb. 1917 heiratete Benjamin Dora Kellner und wurde Vater eines Sohnes, Stefan Rafael (1918 –1972). Die Ehe hielt 13 Jahre. Noch im Jahr der Eheschließung wechselte Benjamin nach Bern, wo er zwei Jahre später mit der Arbeit Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik bei Richard Herbertz promovierte. 1923/24 lernte er in Frankfurt am Main Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer kennen. Der Versuch, sich mit der Arbeit Ursprung des deutschen Trauerspiels an der Frankfurter Universität zu habilitieren, scheiterte. Benjamin wurde nahegelegt, sein Gesuch zurückzuziehen, was er 1925 auch tat. Sein Interesse für den Kommunismus führte Benjamin für mehrere Monate nach Moskau. Zu Beginn der 1930er Jahre verfolgte Benjamin gemeinsam mit Bertolt Brecht publizistische Pläne und arbeitete für den Rundfunk. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zwang Benjamin, im September 1933 ins Exil zu gehen. Im französischen Nevers wurde Benjamin 1939 für drei Monate mit anderen deutschen Flüchtlingen in einem Sammellager interniert. Im September 1940 unternahm er den vergeblichen Versuch, über die Grenze nach Spanien zu gelangen. Um seiner bevorstehenden Auslieferung an Deutschland zu entgehen, nahm er sich das Leben.

Steiner, Uwe
Uwe Steiner ist Professor für Germanistik an der Rice University in Houston/Texas.

Walter Benjamin wurde am 15. Juli 1892 als erstes von drei Kindern in Berlin geboren und nahm sich am 26. September 1940 in Portbou/Spanien das Leben. Benjamins Familie gehörte dem assimilierten Judentum an. Nach dem Abitur 1912 studierte er Philosophie, deutsche Literatur und Psychologie in Freiburg im Breisgau, München und Berlin. 1915 lernte er den fünf Jahre jüngeren Mathematikstudenten Gershom Scholem kennen, mit dem er zeit seines Lebens befreundet blieb. 1917 heiratete Benjamin Dora Kellner und wurde Vater eines Sohnes, Stefan Rafael (1918 –1972). Die Ehe hielt 13 Jahre. Noch im Jahr der Eheschließung wechselte Benjamin nach Bern, wo er zwei Jahre später mit der Arbeit bei Richard Herbertz promovierte. 1923/24 lernte er in Frankfurt am Main Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer kennen. Der Versuch, sich mit der Arbeit an der Frankfurter Universität zu habilitieren, scheiterte. Benjamin wurde nahegelegt, sein Gesuch zurückzuziehen, was er 1925 auch tat. Sein Interesse für den Kommunismus führte Benjamin für mehrere Monate nach Moskau. Zu Beginn der 1930er Jahre verfolgte Benjamin gemeinsam mit Bertolt Brecht publizistische Pläne und arbeitete für den Rundfunk. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten zwang Benjamin, im September 1933 ins Exil zu gehen. Im französischen Nevers wurde Benjamin 1939 für drei Monate mit anderen deutschen Flüchtlingen in einem Sammellager interniert. Im September 1940 unternahm er den vergeblichen Versuch, über die Grenze nach Spanien zu gelangen. Um seiner bevorstehenden Auslieferung an Deutschland zu entgehen, nahm er sich das Leben.


Uwe Steiner ist Professor für Germanistik an der Rice University in Houston/Texas.



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