Liebe Besucherinnen und Besucher,
aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
Buch, Deutsch, 296 Seiten, KART, Format (B × H): 155 mm x 235 mm, Gewicht: 1 g
Reihe: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, Sonderhefte
Buch, Deutsch, 296 Seiten, KART, Format (B × H): 155 mm x 235 mm, Gewicht: 1 g
Reihe: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, Sonderhefte
ISBN: 978-3-7873-5211-1
Verlag: Meiner Felix Verlag GmbH
Ambiguität gehört zu einem der Begriffe, die ins Spiel kommen, wenn es darum geht, literarische Texte von anderen zu unterscheiden. Nicht, dass diese Texte nicht auch Zwei-, Mehr- oder Vieldeutigkeiten aufweisen würden, aber sie gelten nicht als konstitutiv. Konstitutive Ambiguität zeichnet sich dadurch aus, dass ihr der Kontext fehlt, der bei der Bewältigung von Ambiguität im Prozess der Disambiguierung hilft.
Genau das unterscheidet linguistische von ästhetischen Ambiguitätstheorien. Beide verhalten sich freilich gleichermaßen blind gegenüber der Form von Texten, weil sie Ambiguität als semantisches und syntaktisches Phänomen behandeln. Im Zentrum des vorliegenden Bandes stehen deshalb die Gattungscodes, die in literarischen Texten deren Form prägen. Generische Ambiguität lässt sich vor allem in der Literatur des langen, des erzählenden 19. Jahrhunderts beobachten, wenn die normative Gattungspoetik schwindet, zugleich aber die Abwendungen von Gattungen in den historischen Avantgarden noch nicht greifen.
Die Beiträge in diesem Band gehen auf die Abschlusstagung des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts 'FORM. Generic Ambiguity in Narrative Fiction (1800–1930)' zurück, die vom 28.–31. Mai 2025 im Tagungszentrum Monte Verità in Ascona stattfand.




