Bertrand-Höttcke | Gesellschaft leisten | Buch | 978-3-86599-600-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 210, 390 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 230 mm

Reihe: Kaleidogramme

Bertrand-Höttcke

Gesellschaft leisten

Aktuelle Interventionskunst & ihre Rechtfertigungsnarrative
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-86599-600-8
Verlag: Kulturverlag Kadmos

Aktuelle Interventionskunst & ihre Rechtfertigungsnarrative

Buch, Deutsch, Band 210, 390 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 230 mm

Reihe: Kaleidogramme

ISBN: 978-3-86599-600-8
Verlag: Kulturverlag Kadmos


Angesichts vielseitiger gesellschaftlicher Herausforderungen werden konträre Erwartungen an Kunstschaffende herangetragen, die scheinbar nur enttäuscht werden können. Doch wie positionieren sich Kunstschaffende, die in den öffentlichen Raum intervenieren?
Das Leitmotiv dieser Untersuchung bildet die Einsicht, dass weder Vereinnahmungslogiken (etwa sozio-ökonomisch oder kreativwirtschaftlich) noch Bestrebungen, Kunstqualität im Lichte künstlerischer Autonomie zu betrachten, geeignet sind, um aktuelle Interventionskunst im öffentlichen Raum zu begreifen. Ausgehend von Interventionskunst als Grenzfall, Idealtyp und zugleich Paradebeispiel entgrenzter Kunstpraktiken, wird empirisch dargelegt, wie sich ein komplexes normatives Selbstverständnis der Kunsthandelnden fernab moderner Künstlermythen herausbildet. Anhand der Trias oikos – polis – ethos wird folglich ein gesellschaftliches Regime der Kunst als zeitdiagnostische Hypothese vorgeschlagen. Weitergedacht, hieße dies nichts Geringeres als eine plurale Ästhetik – als kennzeichnendes Element einer Gegenwartskultur.
Was wäre, wenn wir unsere moderne Ästhetik erneuern würden, ohne im Sinne einer »Arrière-Garde« (Rearguard, mit Ivan de la Nuez) defaitistisch oder zynisch zu werden? Könnten pluralisierte Praktiken des Selbst zu neuen kollektiven Praktiken der Freiheit führen?

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Weitere Infos & Material


Bertrand-Höttcke, Aude Florence
Aude Florence Bertrand-Höttcke (geb. 1980 in Paris) war zehn Jahre an Gegenwartskunst- und Kulturprojekten in Off-Räumen zwischen Rhein und Ruhr beteiligt, bevor sie an der Wittener Fakultät für Kulturreflexion beim Frankfurter Philosophen Matthias Kettner promovierte. Seit 2023 ist sie Mitarbeiterin am WittenLab – dem neuen Zukunftslabor an der Universität Witten/Herdecke. Sie ist Teil des Lehr- / Lern-Kollektivs für neue Kulturräume Espaces Communs (Common Spaces), einer Initiative von YesWeCamp in Kooperation mit Ancoats & der Université Gustave Eiffel. Außerdem ist sie Affiliate Researcher am kultursoziologischen Institut MESHOPOLIS (Aix/Marseille), Visiting Researcher am transdisziplinären Lab ACTE an der Universität Paris 1 – Panthéon Sorbonne (Paris) und war Visiting Fellow an der New School for Social Research (New York).



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