Bloch | Gesamtausgabe in sechzehn Bänden | Buch | 978-3-518-57179-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 424 Seiten, Format (B × H): 144 mm x 226 mm, Gewicht: 627 g

Bloch

Gesamtausgabe in sechzehn Bänden

Ergänzungsband: Tendenz - Latenz - Utopie
1. Auflage 1978
ISBN: 978-3-518-57179-8
Verlag: Suhrkamp Verlag AG

Ergänzungsband: Tendenz - Latenz - Utopie

Buch, Deutsch, 424 Seiten, Format (B × H): 144 mm x 226 mm, Gewicht: 627 g

ISBN: 978-3-518-57179-8
Verlag: Suhrkamp Verlag AG


Mit dem Ergänzungsband zur Gesamtausgabe liegt ein Buch vor, an dem der Autor seit Abschluß einer Auswahl aus den Leipziger Vorlesungen gearbeitet hat und das er noch vor seinem Tod im August 1977 hat fertigstellen können. Eröffnet wird der Band durch ein Gedenkbuch, das Bloch in Form von Tagebuchaufzeichnungen nach dem Tod seiner ersten Frau, Else Bloch-von Stritzki, in den Jahren 1921/22 schrieb. Es folgen, von ganz anderem Charakter, Arbeiten aus den Jahren 1902/03 bis zum Jahre 1977, die aus Kompositionsgründen keine Aufnahme in die Gesamtausgabe gefunden haben, dem Autor aber sehr wichtig waren – sei es als Vorstufen späterer Ausführungen, sei es als Präzisierungen und spezielle Behandlung von Themen, sei es schließlich als Dokumente politischer Auseinandersetzungen. Die Texte sind zum großen Teil überhaupt noch nicht publiziert oder aber wie die meisten der darin aufgenommenen Gespräche nur an verstreuten, schwer zugänglichen Orten. Den Schluß des Bandes bildet ein Text, den Bloch in seinem Todesjahr geschrieben hat: betreffend „Modellbildungen in Philosophie“ bei Heraklit, Parmenides, Sokrates, Platon und Aristoteles.

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Weitere Infos & Material


Bloch, Ernst
Ernst Simon Bloch wurde am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein geboren und starb am 4. August 1977 in Tübingen. Er entstammte einer jüdischen Familie aus der Pfalz. Von 1905 bis 1908 studierte er Philosophie bei Theodor Lipps in München und Oswald Külpe in Würzburg und wurde im Jahr 1908 promoviert. 1913 heiratete er die aus Riga stammende Bildhauerin Else von Stritzky. Als engagierter Gegner des Krieges ging er von 1917 bis 1919 mit seiner Frau in die Schweiz und war in Bern für das Archiv für Sozialwissenschaften tätig. 1917 beendete er in Locarno sein Werk Geist der Utopie. Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1922 die Malerin Linda Oppenheimer. Die Ehe hielt bis 1928. In der Zwischenzeit kehrte Bloch zurück nach Berlin. Zu seinen damaligen Freunden gehörten Bertolt Brecht, Kurt Weill, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin. Politisch war Bloch sehr aktiv und bekämpfte schon früh die aufstrebende NSDAP. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er ausgebürgert und emigrierte mit seiner ebenfalls jüdischen Lebensgefährtin Karola Piotrowska in die Schweiz. Nachdem sie von der Züricher Fremdenpolizei des Landes verwiesen wurden, heirateten beide 1934 in Wien. Von 1934 bis 1937 lebten sie in Paris, Sanary und Prag und emigrierten anschließend in die USA, wo sie zehn Jahre blieben. Dort schrieb Bloch an seinen Werken Das Prinzip Hoffnung, Subjekt - Objekt. Erläuterungen zu Hegel und Naturrecht und menschliche Würde. Nach dem Krieg, 1948, erhielt er einen Ruf nach Leipzig auf den Lehrstuhl für Philosophie. Trotz langjähriger Konflikte mit der SED blieb er bis 1961 dort. Kurz vor dem Bau der Mauer befand sich Bloch für einen Vortrag in Tübingen. Angesichts der neuen politischen Situation beschlossen er und seine Frau, in Westdeutschland zu bleiben. Unter anderem aufgrund des großen Einsatzes von Freunden konnte Bloch eine Gastprofessur in Tübingen antreten, wo er bis zu seinem Tod 1977 blieb.

Ernst Simon Bloch wurde am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein geboren und starb am 4. August 1977 in Tübingen. Er entstammte einer jüdischen Familie aus der Pfalz. Von 1905 bis 1908 studierte er Philosophie bei Theodor Lipps in München und Oswald Külpe in Würzburg und wurde im Jahr 1908 promoviert. 1913 heiratete er die aus Riga stammende Bildhauerin Else von Stritzky. Als engagierter Gegner des Krieges ging er von 1917 bis 1919 mit seiner Frau in die Schweiz und war in Bern für das Archiv für Sozialwissenschaften tätig. 1917 beendete er in Locarno sein Werk Geist der Utopie. Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1922 die Malerin Linda Oppenheimer. Die Ehe hielt bis 1928. In der Zwischenzeit kehrte Bloch zurück nach Berlin. Zu seinen damaligen Freunden gehörten Bertolt Brecht, Kurt Weill, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin. Politisch war Bloch sehr aktiv und bekämpfte schon früh die aufstrebende NSDAP. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er ausgebürgert und emigrierte mit seiner ebenfalls jüdischen Lebensgefährtin Karola Piotrowska in die Schweiz. Nachdem sie von der Züricher Fremdenpolizei des Landes verwiesen wurden, heirateten beide 1934 in Wien. Von 1934 bis 1937 lebten sie in Paris, Sanary und Prag und emigrierten anschließend in die USA, wo sie zehn Jahre blieben. Dort schrieb Bloch an seinen Werken Das Prinzip Hoffnung, Subjekt - Objekt. Erläuterungen zu Hegel und Naturrecht und menschliche Würde. Nach dem Krieg, 1948, erhielt er einen Ruf nach Leipzig auf den Lehrstuhl für Philosophie. Trotz langjähriger Konflikte mit der SED blieb er bis 1961 dort. Kurz vor dem Bau der Mauer befand sich Bloch für einen Vortrag in Tübingen. Angesichts der neuen politischen Situation beschlossen er und seine Frau, in Westdeutschland zu bleiben. Unter anderem aufgrund des großen Einsatzes von Freunden konnte Bloch eine Gastprofessur in Tübingen antreten, wo er bis zu seinem Tod 1977 blieb.



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