Boccaccio und die deutsche Novellistik | Buch | 978-90-420-1976-8 | www.sack.de

Buch, Englisch, Band 38, 573 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm, Gewicht: 1007 g

Reihe: Chloe

Boccaccio und die deutsche Novellistik

Formen der Transposition italienischer ,novelle’ im 15. und 16. Jahrhundert
Erscheinungsjahr 2005
ISBN: 978-90-420-1976-8
Verlag: Brill | Rodopi

Formen der Transposition italienischer ,novelle’ im 15. und 16. Jahrhundert

Buch, Englisch, Band 38, 573 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm, Gewicht: 1007 g

Reihe: Chloe

ISBN: 978-90-420-1976-8
Verlag: Brill | Rodopi


Im allgemeinen gilt Goethe für den deutschen Sprachraum nach wie vor als der Begründer einer deutschen Novellistik, obwohl vermehrt darauf hingewiesen wird, daß es bereits vor ihm Erzähltexte gab, die als Novellen eingestuft werden können. Was theoretisch nicht reflektiert oder zumindest nicht als Phänomen erkannt wurde, wird suggeriert, gab es im deutschsprachigen Raum nicht. Diese Arbeit zeigt, daß in der großen Lücke zwischen 1353, dem Jahr, in dem Boccaccio sein Decameron und damit die erste große nachantike europäische Novellensammlung vollendete, und 1795, dem Erscheinungsjahr von Goethes Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten, in der Tat produktive Auseinandersetzungen mit der novellistischen Art des Erzählens nach dem italienischen Muster entstanden. Untersucht und analysiert werden deutschsprachige Transpositionsformen italienischer Novellistik. Die narratologischen Analysen von Texten des 15. und 16. Jahrhunderts machen deutlich, daß die Gattung Novelle nicht über genaue Textmerkmale bestimmbar, sondern mit einer bestimmten Erzählweise verknüpft ist. Damit wird in dieser Abhandlung der Versuch unternommen, eine Textsorte als spezifische, in Diskurse eingebundene Kommunikationsform wahrzunehmen.

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Vorwort
I Einleitung
II Thesen der Arbeit und theoretische Grundlagen
III Das Vorbild: Boccaccios Decameron im Kontext
IV Analysen I: Die Rezeption im 15. Jahrhundert
A Interpretative Spielräume: die Grisardis des Erhart Groß
B Die Guiscardo und Ghismonda-Version des Albrecht von Eyb – Abkehr vom Exempel
C Die Guiscardo und Ghismonda-Version des Niklas von Wyle – Novellistik und Humanismus
D Der enttäuschte Liebhaber des Johann Werner von Zimmern – die Bedeutung praktischer Rhetorik
E Die Historie von den vier Kaufleuten – der Beginn einer deutschen novellistischen Tradition
V Analysen II: Die Rezeption im 16. Jahrhundert
A Die Fortführung der humanistischen Tradition: Cimon (Decameron V,1)
B Schwanken zwischen den Erzählformen: Lurckers Thorelle (X,9) und Giletta (III,9)
C Schwankbücher
D Das Drama als verwandte Textsorte
VI Bedingungen und Wege der Vermittlung von Prosanovellen in den deutschen Sprachraum
A Deutsch-italienische Kulturbeziehungen im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit
B Der Buchdruck als Verbreitungsmedium von Literatur
C Die Verbreitung des Decameron in Deutschland
VII Die deutsche Kultur- und Literatursituation
A Das Märe – eine verwandte Diskurstradition
B Humanismus und Literatur
VIII Besonderheiten der frühen Novellistik
Abkürzungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis
Register



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