Bormuth | Ambivalenz der Freiheit | Buch | 978-3-8353-0338-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 478 Seiten, Format (B × H): 154 mm x 228 mm, Gewicht: 772 g

Bormuth

Ambivalenz der Freiheit

Suizidales Denken im 20. Jahrhundert
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-8353-0338-6
Verlag: Wallstein Verlag GmbH

Suizidales Denken im 20. Jahrhundert

Buch, Deutsch, 478 Seiten, Format (B × H): 154 mm x 228 mm, Gewicht: 772 g

ISBN: 978-3-8353-0338-6
Verlag: Wallstein Verlag GmbH


Die Studie untersucht das suizidale Denken aus kulturwissenschaftlicher Perspektive und mündet in der heutigen Kontroverse um Beihilfe zur Selbsttötung.

Um das humane Privileg der Selbsttötung entbrennt in jüngster Zeit erneut eine vielstimmige Diskussion. Die ethische Kernfrage, ob das suizidale Denken wirklich autonom erfolgen kann und ob die Mediziner in Grenzsituationen des Lebens Beihilfe zur Selbsttötung leisten dürfen, verfolgt die transdisziplinär angelegte Studie: zuerst an klassischen Texten der Philosophie, anschließend anhand der soziologischen und psychiatrischen Suizidforschung, wie sie um 1900 vor allem von Emile Durkheim initiiert und Karl Jaspers philosophisch diskutiert wurde.

Außergewöhnliche Einblicke in die innere Einstellung suizidaler Menschen ermöglichen die fiktionalen und autobiografischen Texte Ingeborg Bachmanns, Uwe Johnsons, Wilhelm Kamlahs und besonders Jean Amérys. Sein 'Diskurs über den Freitod' eröffnete die medizinethische Kontroverse um das humane Privileg der Selbsttötung. Sie mündet heute in eine internationale Diskussion, die in exemplarischer Brisanz auch in Deutschland und der Schweiz geführt wird.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Bormuth, Matthias
Matthias Bormuth, geb. 1963, Professor für Vergleichende Ideengeschichte an der Universität Oldenburg.
Veröffentlichungen u. a.: Editionen zu Hannah Arendt, Erich Auerbach, Karl Jaspers und Max Weber. Zuletzt: 'Hannah Arendt und Karl Jaspers. Versuch über die geistige Situation' (2023); Das Geisterreich. Kant und die Folgen (2021); Die Freiheit zum Tode. Versuch über Wolfgang Herrndorf (2021); Werner Tübke, 'Wer bin ich?' (Mithg., 2021); Wir modernen Menschen. Über Max Weber (2020); Erich Auerbach - Kulturphilosoph im Exil (2020); Werdegänge. Ideengeschichte in Gesprächen (2019); Offener Horizont. Jahrbuch der Karl Jaspers-Gesellschaft (2014ff.).

Der Autor
Matthias Bormuth, geb. 1963, nach Medizinstudium und

psychiatrischer Tätigkeit Promotion über Karl Jaspers und die Psychoanalyse. Seit 1998 Mitarbeiter am Tübinger Institut für Ethik und Geschichte in der Medizin mit geistesgeschichtlichen Arbeiten zu Psychiatrie, Philosophie und Literatur.

Im Wallstein Verlag erschienen
Kritik aus Passion. Studien zu Jean Améry, hg. von Matthias Bormuth und Susan Nurmi-Schomers (2005); Kunst und Krankheit. Studien zur Pathographie, hg. von Matthias Bormuth, Klaus Podoll und Carsten Spitzer (2007).



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