Buch, Deutsch, 180 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 558 g
Gift als Mordwaffe die bevorzugte Methode häuslicher Verbrechen der viktorianischen Ära
Buch, Deutsch, 180 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 558 g
ISBN: 978-3-565-45936-0
Verlag: epubli
Dieses Buch untersucht, wie unsichtbare Tropfen häusliche Frieden zerreißen, wo Vertrauen in Mahlzeiten zum Verhängnis wird. Es greift die Spannung zwischen scheinbar natürlichem Siechen und gezielter Auslöschung auf.
Arsen, als Erbschaftspulver bekannt, floss in Speisen und Getränke, da Apotheker es ohne Fragen abgaben; chronische Dosierungen ahmten Cholera oder Schwindsucht nach, was Obduktionen täuschte. Mary Ann Cotton nutzte es gegen Ehemänner und Kinder, um Versicherungssummen einzuheimsen, während Netzwerke aus Haushälterinnen und Witwen Arsen in Wäschestärke oder Medikamenten versteckten; Gerichtsmedizinische Tests wie Marshs Probe deckten erst spät Muster auf. Forensische Fortschritte zwangen Giftmischer zu Alternativen wie Antimon, doch familiäre Intimität blieb der ideale Schleier – Mahlzeitenrituale banden Opfer in tägliche Abhängigkeit. Soziale Erwartungen an Frauen verstärkten die Methode, da offene Gewalt tabu war.




