Buch, Deutsch, Band 20, 72 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 190 mm, Gewicht: 227 g
Reihe: Zeitgeschichte
Gewalt gegen Frauen in der DDR
Buch, Deutsch, Band 20, 72 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 190 mm, Gewicht: 227 g
Reihe: Zeitgeschichte
ISBN: 978-3-7584-5231-4
Verlag: epubli
Zwischen 1961 und 1989 wurden tausende Frauen und Mädchen ab dem 12. Lebensjahr wegen angeblicher Geschlechtskrankheiten wochenlang in Kliniken der DDR eingesperrt. In diesen geschlossenen Venerologischen Stationen - im Volksmund "Tripperburgen" genannt – wurden sie täglich gegen ihren Willen gynäkologisch untersucht und misshandelt. Doch in den meisten Fällen waren die zwangseingewiesenen Frauen völlig gesund. Ziel der brutalen Maßnahmen: Die Frauen sollten laut Hausordnung der Kliniken isoliert und zu "sozialistischen Persönlichkeiten" erzogen werden. Jahrzehnte wurde über dieses Kapitel der DDR-Geschichte geschwiegen. Zu groß sind Angst und Scham der betroffenen Frauen, über ihr Trauma zu sprechen. Die letzte "Tripperburg" wird 1989 geschlossen. Erst nach 2010 beginnt die Aufarbeitung. Das Buch " In der Tripperburg verwahrt - Gewalt gegen Frauen in der DDR" geht der Frage nach, warum es die geschlossenen Venerologischen Stationen gab und welche Folgen die Einrichtungen für die Frauen bis heute haben.




