Buch, Deutsch, 103 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 205 mm, Gewicht: 192 g
Über Deutschland
Buch, Deutsch, 103 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 205 mm, Gewicht: 192 g
ISBN: 978-3-518-47590-4
Verlag: Suhrkamp Verlag
Lily Brett reist gerne nach Deutschland. Das ist insofern bemerkenswert, als die Wahl-New-Yorkerin das Kind zweier Auschwitz-Überlebender ist. Die Auseinandersetzung mit dem Trauma ihrer Familie, das Sprechen und Schreiben darüber sind ihr zur Lebensaufgabe geworden. Immer wieder hat sie sich der Frage gestellt, wie sie damit leben kann, dass bis auf ihre Eltern ihre komplette Herkunftsfamilie von den Nazis ermordet wurde. Und dabei auch die Begegnung mit den Kindern und Enkelkindern der Täter nicht gescheut. An dieser Suche lässt sie uns mit uns nicht nur in ihren Bestsellerromanen, sondern auch in Artikeln und Interviews teilhaben – einige davon erscheinen nun als Buch. Der Schmerz bleibt. Aber im Umgang damit hat Lily Brett immer eins geholfen: die unbändige Lebensfreude ihres Vaters und sein einzigartiger Humor, der ihr Leben und Schreiben geprägt hat.
Mal augenzwinkernd-humorvoll, mal ernsthaft und von tiefem Schmerz geprägt: Lily Bretts Texte berühren – und sind dabei eine Feier des (Über-)Lebens.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Leben nach Auschwitz. Aus: Aus Politik und Zeitgeschichte, 1/2025
Ich schaue auf. Aus: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 21, 24.5.2009
»Alles in Ordnung, es war herrlich«. Die jüdische Schriftstellerin Lily Brett besuchte Deutschland. Aus: Die literarische Welt, 23.10.1999
Die Last der Vergangenheit und die Last des Erinnerns. Lily Brett im Gespräch mit Peter Klingebiel. Aus: Kommune 6/2001
Was möglich ist. Darf eine jüdische Atheistin ihr Herz an eine katholische Kirche verlieren? Lily Brett bekommt weiche Knie in Köln. Aus: Die ZEIT, Nr. 31, 25.7.2013
Über das Meer. Aus: mare Jubiläumsausgabe, Nr. 100, Oktober/November 2013
Ich habe einen Traum. »Als Kind konnte ich den Schreien meiner Mutter im Schlaf nicht entkommen«. Aus: ZEIT-Magazin vom 26.3.2015
Fehl am Platz. 1945 – bei Kriegsende sind Millionen Menschen entwurzelt. Lily Brett wird als Kind von Auschwitz-Überlebenden in einem bayerischen Lager für »Displaced Persons« geboren. Hier erklärt sie, warum sie sich nie richtig zu Hause fühlt. Aus: Der Tagesspiegel, Nr. 22389, 3.5.2015
»Ich hatte drei Analytiker auf zwei Kontinenten«. Ihre Eltern überlebten Auschwitz, in ihren Büchern beschreibt sie das Leben danach. Lily Brett im Gespräch mit Susanne Kippenberger über das beste Mittel gegen Stress – und das Berliner Hotel Savoy. Aus: Der Tagesspiegel, Nr. 22952, 27.11.2016
Mein Melbourne. Eigentlich hatte ich eine ganz normale Kindheit in Australien – wären da nicht diese Albträume gewesen. Nach Jahrzehnten sah ich nun mein Elternhaus wieder. Aus: Die Welt, 2.12.2017
Drohende Gefahr, unabwendbare Katastrophe. Als ich in Australien ankam, war ich ein Flüchtlingskind. In welchem Land würde ich leben? Und welchem Land würde ich mich verbunden fühlen? Eine Migrationsgeschichte. Aus: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 30, 29.7.2018
Ich mag, wie sich Berlin hasst Jörg zeigt mir mehr, als ich wollte. Aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 75, 29.3.2000
»Mein Vater brachte mir bei, dass Lachen den Schmerz durchdringt«. Die New Yorker Schriftstellerin Lily Brett schreibt hinreißende Bücher über neurotische Frauen. Jetzt wird eine Dokumentation über ihr Leben gedreht. Ein Gespräch mit Kirsten Küppers über Auschwitz und Humor. Aus: Die ZEIT, 14.8.2025




