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Brettl | Das Lager Lackenbach | Buch | 978-3-99016-319-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 297 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 265 mm

Brettl

Das Lager Lackenbach


Erste Auflage
ISBN: 978-3-99016-319-1
Verlag: edition lex liszt 12

Buch, Deutsch, 297 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 265 mm

ISBN: 978-3-99016-319-1
Verlag: edition lex liszt 12


Am 23. November 1940 wurde im burgenländischen Lackenbach das größte Roma-Zwangsarbeitslager im Deutschen Reich eingerichtet. In den Stallungen eines ehemaligen Meierhofes wurden Roma und Sinti interniert, um einerseits Orte „zigeunerfrei“ zu machen und zum anderen arbeitsfähige Häftlinge als Zwangsarbeiter auszubeuten. Das Lager war auch Ausgangspunkt für
Deportationen in Konzentrations- und Vernichtungslager und somit Teil der nationalsozialistischen Völkermordstrategie. Die
Befreiung durch sowjetische Truppen erfolgte Ende März 1945. Das Lager Lackenbach wurde lange nicht als Konzentrationslager bewertet, wodurch die dort Gefangenen vielfach keine Anerkennung als Opfer des NS-Regimes erhielten.
Das profunde Werk basiert auf umfassenden Recherchen in österreichischen, deutschen und polnischen Archiven und Bibliotheken und erschließt zudem neue Primärquellen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wahrnehmung des Lagers in der Zivilgesellschaft und bei den Behörden sowie auf dem Nutzen der Zwangsarbeit für die regionale Wirtschaft. Die Verantwortung der Lagerleitung und der Wachmannschaft wird untersucht, ebenso wie die lange bestehende Diskriminierung von Roma und Sinti. Zudem wird die Ablehnung von Opferfürsorgeanträgen nach 1945 beleuchtet, um zu zeigen, wie rassistische Vorurteile und Stereotype die Nachkriegszeit prägten. Die Entwicklung der Erinnerungs- und Gedenkkultur wird ebenfalls analysiert.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Brettl, Herbert
Herbert Brettl ist Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Burgenland, Netzwerkkoordinator von erinnern.at, Burgenland, Projektleiter der „Initiative Erinnern Frauenkirchen“, Herausgeber der Buchreihe „Burgenländische Lebensgeschichten“ und Kurator einer Reihe von zeithistorischen Ausstellungen. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Beiträge und Bücher zur burgenländisch-westungarischen Zeitgeschichte geschrieben, u. a. Die jüdische Gemeinde
von Frauenkirchen (2003/2016), Nationalsozialismus im Burgenland. Opfer. Täter. Gegner (2012), „Einfach weg! Verschwundene Romasiedlungen im Burgenland (2020, mit Gerhard Baumgartner),
Sichtbar Machen. Erinnerungslandschaft – Orte und Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Burgenland (2023), wofür er 2024 mit dem Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis
ausgezeichnet wurde. www.brettl.at



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