Buch, Deutsch, 98 Seiten, Format (B × H): 110 mm x 178 mm
Spaziergtänge durch die Neustädter Sozialgeschichte
Buch, Deutsch, 98 Seiten, Format (B × H): 110 mm x 178 mm
ISBN: 978-3-930726-37-0
Verlag: Arbeitskreis Regionalgesch.
Woran denken Sie, wenn Sie im Hof des Neustädter Schlosses stehen?
An prunkvolle Feste illustrer Adliger, Ritterkämpfe, Kriege oder die Folterung und Verbrennung vermeintlicher Hexen? Sicher nicht an eine Revolution in den Niederlanden. Wissen Sie, dass es früher eine Synagoge in Neustadt gab und, wenn ja, wo sie stand und warum sie verschwand? Wer raubte Martha Hünerberg aus und ermordete sie und ihren Sohn? Vielleicht kennen Sie den erwerbslosen Arbeiter Fritz Weidemann, der – anders als die meisten Ackerbürger – den Nazis nicht hinterhermarschierte und sich nicht einschüchtern ließ? Bestimmt haben Sie von Henry Strousberg gehört, dem europäischen „Eisenbahnkönig“ und Inhaber eines Neustädter Hüttenwerkes.
Spuren der Geschichte einer Stadt oder Region lassen sich nicht nur in Büchern und Archiven finden oder in den Erzählungen von Zeitzeugen, sondern auch im Orts- und Landschaftsbild, in Straßenzügen, Gebäuden, an Denkmälern und auf Friedhöfen. Geschichte und Geschichten, die sich mit diesen Überresten vergangener Zeiten verknüpfen, sind oft anschaulicher als bedrucktes Papier, haften leichter im Gedächtnis.
Zielgruppe
Jugendliche und Erwachsene
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Prolog: Trügerische Idylle und grauer Alltag
A: Innenstadt
1. Schloss Landestrost
- Die Neustädter Hexenprozesse 1567 - 1574
- Die Hexenkartothek der SS und die Neustädter Prozesse
- Landratsamt und „Judenkartei“
2. Schlossstraße
- Antifaschisten im Gerichtsgefängnis
3. Leinstraße
- Ruinierung, Vertreibung und Ermordung jüdischer Familien
4. Mittelstraße
- Synagoge und Pogromnacht
5. Theodor-Heuss-Straße
- Hüter von Moral und Rasse
6. Theresenstraße
- Amtliche Misshandlung im Kreiskrankenhaus
7. Rundeel/Nienburger Straße
- Arbeiterbewegung gegen Antisemitismus
- Gewalt, Raub, Vertreibung und Ghettoisierung
- Zwei jüdische Schwestern
- Verweigerung und Gegenwehr: der Arbeiter Fritz Weidemann
8. Marktstraße
- Bankgeschäfte und Politik
- Familie Rosenbaum: Nur einer überlebt
- „Prangertafel“: Methoden der Ausgrenzung
- Familie Steinberg: Das Ende eines traditionsreichen Geschäftes
- Arbeiter- und Soldatenrat, Erwerbslosenbewegung
9. Zwischen den Brücken
- Holocaust-Mahnmal
- 7. April 1945: Sprengung der Leinebrücke und Befreiung
10. Suttorfer Straße
- Bürgerhalle: Kulturzentrum, Kaserne, Arbeitsamt …
- … Zwangsarbeiter- und Kriegsgefangenenlager
B: Abstecher
11. Landwehr, Hüttenplatz, Hans-Böckler-Straße
- Industrialisierung, Ackerbürger und Proleten
- „Rote Landwehr“ gegen Nazis
- Arbeitsdienst- und Zwangsarbeiterlager
12. Friedhof Lindenstraße
- Gräber für Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge
13. Jüdischer Friedhof
Anhang
- Abbildungsverzeichnis
- Zum Weiterlesen
- Karte




