Brinkmann | Schlummernde Hunde | Buch | 978-3-939927-00-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 73 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 210 mm, Gewicht: 202 g

Brinkmann

Schlummernde Hunde

Gedichte
1. Auflage 2006
ISBN: 978-3-939927-00-6
Verlag: Eichenspinner Verlag

Gedichte

Buch, Deutsch, 73 Seiten, PB, Format (B × H): 210 mm x 210 mm, Gewicht: 202 g

ISBN: 978-3-939927-00-6
Verlag: Eichenspinner Verlag


Der Auftakt der Eichenspinner-Verlagsarbeit: Gesellschaftskritische Gedichte in Bestform. Apropos Form. Lustvoll kokettiert das Buch mit dem Laientum der frisch gebackenen Verlagsmitarbeiter und präsentiert die Texte so, dass jedem professionellen Layouter die Haare zu Berge stehen müssen: Jedes Gedicht ist in einer anderen Schriftart gesetzt!
Zur Lyrik Brinkmanns an dieser Stelle nur eines: Ausschlaggebend für die Verlagsgründung war die Tatsache, dass es solche Texte gab, sie aktuell aber niemand verlegte. Seit 14 Jahren hatte der Autor keinen Verlag mehr. (Trotz Villa-Massimo-Stipendium.) Das durfte so nicht bleiben.

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Die neue Regentschaft.

Unter uns Blonden
ist die Blauäugigkeit Königin.
Sie baut auf alten Werten
uns goldene Brücken hin.

Angepasst wie angepisst
auferstehen wir aus Ruinen.
Warmherzig tropft von oben herab
Pech als Gold in die Marie.

Regen bringt Segen.
Wer Nektar gesammelt hat,
kriegt ein Bienchen.
Gelb ist der Neid,

aber golden der Fleiß
für den, der keine Arbeit hat.
Die steht auf einem anderen Blatt,
von dem niemand nichts weiß.

Mit Einfalt bepinselt
strafft sich der Bauch.
Wer jetzt noch winselt,
erlebet es nimmermehr.

Alles Banane.
Und du bist orange!
Freue dich, Deutschland,
die Spritze der Hoffnung.

Die fehlte uns noch,
um wieder da zu sein.
Unter goldenen Brücken
ist der Platz zum Drücken.


Brinkmann, Hans
- geb. 1956 in Freiberg
- Studium der Museologie in Leipzig
- Arbeit in Schloss Hinterglauchau, später in der Stadt- und Bezirksbibliothek Karl-Marx-Stadt
- lebt und arbeitet als freischaffender Autor und Kunstkritiker in Chemnitz

Hans Brinkmann (* 26. Dezember 1956 in Freiberg/Sachsen) ist studierter Museologe, freischaffender Autor, Journalist, Kunstkritiker und lebt in Chemnitz.

Seit 1976 wird eine Vielzahl seiner Gedichte in Zeitungen, Zeitschriften, Ausstellungskatalogen und Anthologien (zuletzt z.B. in: Siehst du den Mond? – Reclam / Lyrik der DDR – S. Fischer / Es gibt eine andere Welt – poetenladen) veröffentlicht. Darüber hinaus ist er mit zahlreichen Werkseinführungen, Kommentaren und Essays in Publikationen der bildenden Künste vertreten.

Auszeichnungen
1992 Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo
2000 Gewinner des 1. Chemnitzer Poetry Slam
2004 Arbeitsstipendium des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
2009 Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Buchveröffentlichungen
Poesiealbum 170, 1981.
Wasserstände und Tauchtiefen. Gedichte. Verlag Neues Leben, Berlin 1985.
Federn und Federn lassen. Gedichte. Verlag Neues Leben, Berlin 1988.
Außer Trost. Gedichte und Prosa. Octopus Verlag, Berlin 1992.
Schlummernde Hunde. Gedichte. Eichenspinner Verlag, Chemnitz 2006.
knicken! gedichte. Eichenspinner Verlag, Chemnitz 2009.
Milchmädchen, rechne dich! Erzählungen. Eichenspinner Verlag, Chemnitz 2009.
Die Butter vom Brot. Gesellschaftsroman. Eichenspinner Verlag, Chemnitz 2011.



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