Buch, Deutsch, 468 Seiten, GB, Format (B × H): 172 mm x 264 mm, Gewicht: 1292 g
Reihe: FARBE UND LACK // BIBLIOTHEK
Buch, Deutsch, 468 Seiten, GB, Format (B × H): 172 mm x 264 mm, Gewicht: 1292 g
Reihe: FARBE UND LACK // BIBLIOTHEK
ISBN: 978-3-86630-619-6
Verlag: Vincentz Network GmbH & C
Von der Lackchemie über verfahrenstechnische Kenntnisse bis hin zu Kompetenzen in Qualitätsprüfung, Umweltschutz- und Sicherheitsregularien: Dieses Lehrbuch vermittelt – nun bereits in der fünften Auflage – das gesamte Wissensspektrum, das heute in der Lackindustrie erforderlich ist. Die neue, vollständig überarbeitete Auflage enthält u.a. eine aktualisierte Übersicht relevanter Normen und bietet so eine umfassende Wissens-Basis für Nachwuchskräfte sowie ein effizientes Nachschlagewerk für erfahrene Lack-Fachleute.
Zielgruppe
Studierende in beschichtungstechnologischen Fach- und Hochschulstudiengängen
Fachliche Ein- und Umsteiger in der Lackforschung und -Entwicklung
Fachleute (Ingenieure und Chemiker) der betrieblichen Beschichtungspraxis
Laboranten und Techniker in der Lackindustrie
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Inhaltsverzeichnis
Peter Mischke:
1 Einleitung
1.1 Geschichtlicher Rückblick
1.2 Wirtschaftliche Bedeutung der Lacke und Farben
1.3 Einteilung und stofflicher Aufbau von Beschichtungsstoffen
1.4 Technologie der Lacke und Farben („Lacktechnologie“)
2 Lackrohstoffe
Peter Mischke:
2.1 Filmbildner (Bindemittel)
2.1.1 Allgemeine Polymerkunde
2.1.2 Natürliche Filmbildner (Naturstoffe)
2.1.3 Modifizierte Naturstoffe
2.1.4 Synthetische Filmbildner
2.1.5 Nachwachsende Rohstoffe für die Bindemittelchemie
Michael Groteklaes:
2.2 Lösemittel.
2.2.1 Einteilung und Definitionen
2.2.2 Charakterisierung und Einteilung von Lösemitteln
2.2.3 Eigenschaften
2.2.4 Lösemittel in Beschichtungsstoffen
2.3 Pigmente und Füllstoffe
2.3.1 Definitionen und Einteilung von Pigmenten
2.3.2 Physikalische Grundlagen
2.3.3 Weißpigmente
2.3.4 Schwarzpigmente
2.3.5 Anorganische Buntpigmente
2.3.6 Organische Buntpigmente
2.3.7 Glanzpigmente
2.3.8 Funktionelle Pigmente
2.3.9 Füllstoffe
2.4 Additive
2.4.1 Einteilung und Definition
2.4.2 Grenzflächenaktive Additive
2.4.3 Rheologieadditive
2.4.4 Lichtschutzmittel
2.4.5 Biozide
2.4.6 Netz- und Dispergiermittel
2.4.7 Katalysatoren und Sikkative
2.4.8 Mattierungsmittel
3 Lacksysteme, Rezeptierung, Filmbildung
Michael Groteklaes:
3.1 Zusammensetzung von Beschichtungsstoffen
3.2 Grundlegende Rezepturparameter
3.3 Pigmentvolumenkonzentration und Filmeigenschaften
3.4 Lösemittelbasierende Beschichtungsstoffe
3.4.1 Low Solid- und Medium Solid-Systeme
3.4.2 High Solids
3.5 Wässrige Beschichtungsstoffe
3.5.1 Wasserlösliche und emulgierbare Systeme (Wasserlacke)
3.5.2 Dispersionsfarben
3.6 Radikalisch härtende Beschichtungsstoffe
3.6.1 Allgemeines
Bernd Strehmel:
3.6.2 Vertiefende Darstellung der photonisch initiierten radikalischen Härtung
Michael Groteklaes:
3.7 Pulverlacke
3.7.1 Filmbildner
3.7.2 Additive
3.7.3 Pigmente
3.8 Anorganische Beschichtungsstoffe
3.8.1 Wasserglasfarben (Silikatfarben)
3.8.2 Alkylsilikatfarben
3.9 Rezeptierung des Mahlansatzes
3.9.1 Allgemeines
3.9.2 High Solid-Systeme
3.9.3 Wässrige Systeme
Peter Mischke:
3.10 Filmbildung
3.10.1 Allgemeines.
3.10.2 Physikalische Trocknung
3.10.3 Härtung (Vernetzung) flüssiger Beschichtungsstoffe
3.10.4 Härtung (Vernetzung) von Pulverlacken
Thomas Brock:
4 Herstellung von Beschichtungsstoffen
4.1 Vorbemerkung
4.2 Allgemeines zur Lackherstellung – Struktur einer Lackfabrik
4.3 Verfahrensabläufe der Lackherstellung
4.4 Produktionsstrategien und Rezepturbeispiel
4.5 Apparative Aspekte der Lackproduktion
4.6 Der Pulverlack-Herstellungsgang
4.7 Ergänzendes zum Mischen und Lösen
4.8 Kneten
4.9 Dispergieren, Dispergierapparate
4.9.1 Allgemeines zum Dispergieren
4.9.2 Beanspruchungsmechanismen beim Dispergieren
4.9.3 Dispergieren mit dem Dissolver
4.9.4 Dispergieren mit der Dreiwalze
4.9.5 Dispergieren mit Rührwerkskugelmühlen
4.10 Filtrieren
4.11 Ergänzendes zur Herstellung wasserverdünnbarer Lacke und Farben
Michael Groteklaes:
5 Untergründe und ihre Vorbehandlung
5.1 Allgemeines
5.2 Grundlagen der Haftung
5.3 Metalluntergründe
5.3.1 Metalle und ihre Oberflächen
5.3.2 Die wichtigsten Metalluntergründe
5.3.3 Beseitigung festhaftender Schichten
5.3.4 Reinigen, Entfetten
5.4 Kunststoffuntergründe
5.4.1 Kunststoffe, Kunststoffoberflächen und ihre Lackierbarkeit
5.4.2 Vorbehandlung von Kunststoffen
5.5 Holz und Holzwerkstoffe als Untergründe
5.5.1 Holz
5.5.2 Holzwerkstoffe
5.5.3 Vorbehandlung von Holz und Holzwerkstoffen
5.6 Mineralische Untergrunde
6 Applikation und Trocknung
Thomas Brock:
6.1 Applikationsarten und Einsatzkriterien
6.2 Streichen, Rollen, Ziehen, Wischen
6.3 Gießen
6.4 Walzen
6.5 Tauchen, Fluten und verwandte Verfahren
6.6 Elektrotauchlackierung
6.6.1 Elektrochemische Grundlagen
6.6.2 Anlagentechnik und Badsteuerung
6.6.3 Entwicklungstrends und Einsatzgebiete
6.7 Spritzverfahren
6.7.1 Zerstäubungsarten ohne elektrostatische Aufladung
6.7.2 Elektrostatische Zerstäubung
6.7.3 Hochrotationszerstäubung
6.7.4 Filmbildung nach der Spritzapplikation
6.7.5 Zweikomponenten-Anlagentechnik bei der Spritzapplikation
6.7.6 Anwendungsbereiche
6.8 Pulverbeschichten
6.8.1 Pulversinterverfahren
6.8.2 Elektrostatisches Pulverbeschichten
6.9 Lackier-Anlagentechnik
6.9.1 Kabinenluft-Technik
6.9.2 Abluftreinigung
6.9.3 Lackversorgung
6.9.4 Automatisierung von Lackierprozessen
6.9.5 Fördersysteme
Peter Mischke:
6.10 Trockneranlagen
6.10.1 Einbrennbedingungen
6.10.2 Überblick über Trocknungsverfahren
6.10.3 Umluft(Konvektions)-Trocknung
6.10.4 Infrarot-Trocknung
6.10.5 Strahlenhärtung
6.10.6 Elektrische Trocknungsverfahren
Thomas Brock:
7 Lackierprozesse
7.1 Farben und Lacke: Markt und Einsatzbereiche
7.2 Autoserienlackierung
7.3 Autoreparaturlacke
7.4 Industrielle Kunststofflackierung
7.5 Lackierung von Schienenfahrzeugen
7.6 Bandbeschichtung (Coil Coating)
7.7 Elektroisoliersysteme und Elektroniklacke
7.8 Andere Metalllackierungen
7.9 Lackierung von Holz und Holzwerkstoffen
7.10 Bautenschutz/Beschichtung mineralischer Untergründe
7.11 Abtrennung, Aufbereitung und Verwertung von Lack- und Lackierrückständen
7.12 Entlacken
7.13 Qualitätsmanagement, Prozess- und Qualitätssicherheit
Thomas Brock:
8 Prüf- und Messtechnik
8.1 Rheologie und Rheometrie
8.1.1 Rheologische Grundlagen
8.1.2 Praktische Bedeutung des Viskositätsverhaltens
8.1.3 Messung des Fließverhaltens
8.1.4 Viskoelastizität
8.2 Kennzahlen von Lösemitteln und Flüssigprodukten
8.2.1 Zusammensetzung und Reinheit von Flüssigkeiten
8.2.2 Sicherheitstechnische Kenndaten
8.2.3 Anwendungsbezogene Kenndaten
8.3 Analytische Kennzahlen von Feststoffen
8.4 Prüfung von flüssigen Farben und Lacken
8.4.1 Optisch relevante Eigenschaften
8.4.2 Emissionen
8.4.3 Filmbildung, Verlauf und Vernetzung
8.4.4 Ringleitungsstabilität
8.5 Spezielle Prüfungen bei Pulverlacken
8.6 Beschichtungsmerkmale nach der Applikation
8.6.1 Schichtdickenmessung
8.6.2 Optische Filmeigenschaften, Farbe und Farbmessung
8.6.3 Mechanisch-technologische Filmeigenschaften
8.6.4 Licht- und Wetterbeständigkeiten
8.7 Lack- und Lackierschaden
Thomas Brock:
9 Umwelt- und Arbeitsschutz
9.1 Luftreinhaltung und VOC-Emissionen
9.2 Wasserreinhaltung
9.3 Abfallgesetzgebung und Abfallwirtschaft
9.4 Arbeitssicherheit beim Umgang mit Lacken und Farben
9.5 Transporte
9.6 REACH
9.7 Ökobilanzen: Aussagen und Grenzen
Auf ein Wort
Wer im Lackgebiet tätig ist, gleich ob bei Herstellern oder Verarbeitern, weiß – oder merkt es als Neuling rasch –, wie umfangreich das Wissen sein muss, um beim Einsatz dieses einzigartigen Schutz- und Veredelungsmaterials erfolgreich zu sein. Zentrale Bedeutung hat dabei im weitesten Sinne die Lackchemie, vornehmlich darin die Polymer- und Pigmentkunde. Aber auch einige verfahrenstechnische Kenntnisse benötigt der Lackfachmann, so bei Planung, Betrieb und Optimierung von Produktions- oder Applikationsanlagen, ferner Werkstoffwissen in Bezug auf die Lackiersubstrat-Materialien sowie Kenntnisse zur Qualität(sprüfung) der Lacke und Oberflächen, und schließlich Vertrautheit mit der Situation bei Umweltschutz- und Sicherheitsregularien.
Nur wenige Ausbildungsstätten können zu solch ausgedehntem Wissensgebiet ein sachgerecht zugeschnittenes Lehrprogramm anbieten: Die Hochschule Niederrhein in Krefeld ist dabei eine Institution mit langer Tradition. So werden hier seit 1923 Ingenieure (heute: Bachelor und Master of Engineering) für den Schwerpunkt Lackingenieurwesen ausgebildet.
Über lange Zeit existierte kein Lehrbuch zum beschriebenen Gebiet. So entschlossen wir uns vor 18 Jahren, wesentliche Inhalte des Krefelder Ausbildungsprogramms als Lehrbuch der Fachwelt zur Verfügung zu stellen. Ziel war und ist ein Lehrbuch der aktuellen Lacktechnologie nach modernem Konzept, wobei die Autoren gemäß ihren Lehrgebieten zum Buchtext beigetragen haben. Das Ergebnis bietet – dank der einerseits soliden theoretischen Basis – noch „Vertiefungen“ bei Bedarf, andererseits einen konsequent engen Praxisbezug in der Themenbehandlung, stets verbunden mit dem Blick auf sich abzeichnende Entwicklungen in der nach wie vor dynamischen Lackbranche.
In diesem Buch wird aktueller Wissensstand vermittelt und das Verständnis für die Vielfalt der Zusammenhänge geweckt, die einer optimalen Nutzung von Lackmaterial zugrunde liegen. Das Buch enthält das Grundwissen über Rohstoffe, Herstellung, Applikation und Prüfung von Beschichtungsstoffen und Beschichtungen. Natürlich können beim vorgegebenen Umfang nur die wesentlichen Themen angesprochen werden; so wollen und können wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.
Für wen ist das Buch geschrieben?
• Es soll zum einen Auszubildenden oder Studierenden in lackchemischen und beschichtungstechnologischen Hochschulstudiengängen als begleitendes Lehrbuch jenes Basiswissen vermitteln, das einen soliden Grundstock für das vertiefte Studium der Lacktechnologie darstellt.
• Fachlichen Querein- und Umsteigern wie Naturwissenschaftlern, Ingenieuren oder Kaufleuten, soll es als ein gut durchlesbares, nicht mit Einzelfakten und/oder Spezialisierungen überfrachtetes Lehrbuch das Kennenlernen dieses faszinierend vielfältigen, aber doch schwer zu überblickenden Gebietes erleichtern.
• Fachleute aus der betrieblichen Lack- oder Beschichtungspraxis, die über ihre eigene Erfahrung hinaus die Frage „Warum“ oder „Was gibt es sonst noch“ stellen, können beobachtete Einzeleffekte besser einordnen und bei Problemen gezielter eingreifen.
Auch dem gestandenen Lackfachmann kann es zur Auffrischung oder Abrundung seines Wissens dienen. Und es erleichtert ihm den Blick über den „Gartenzaun“, wenn er sich über verwandte Gebiete informieren will, über die täglich von ihm eingesetzten Rohstoffe oder über die Applikation und Anwendungsbereiche der Lackmaterialien.
Schließlich sollen so besonders interessierte Laboranten, Techniker und Ingenieure aus dem Laborbereich ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge in Lackchemie und -technologie erlangen können.
Die dritte Auflage, erschienen 2009, wurde für die vierte Auflage in 2012 gründlich überarbeitet, aktualisiert und erweitert. Neu aufgenommen bzw. erweitert wurden diverse aktuelle Entwicklungen insbesondere der Lackchemie, Lackherstellung und im gesetzlichen Umfeld (Arbeitssicherheit, VOC-Gesetzgebung) sowie Veränderungen im Bereich der Normen. Für die vorliegende fünfte Auflage wurde die vierte nochmals aktualisiert und korrigiert. Im Kapitel der radikalisch härtenden Beschichtungsstoffe wird nun auch auf die Lichtquellen auf LED-Basis eingegangen.
Sicherlich sind unter den Lesern Spezialisten, die zu bestimmten Themen Änderungen oder Ergänzungen vorschlagen können; für entsprechende Zuschriften sind die Autoren dankbar!
Krefeld, im August 2016
Thomas Brock,
Michael Groteklaes,
Peter Mischke,
Bernd Strehmel




