Buch, Deutsch, 338 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 135 mm x 225 mm, Gewicht: 482 g
Reihe: Sozialtheorie
Zeitgenössische Positionen
Buch, Deutsch, 338 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 135 mm x 225 mm, Gewicht: 482 g
Reihe: Sozialtheorie
ISBN: 978-3-8376-1160-1
Verlag: transcript
. mit Robert Feustel
1. Warum ein Studienbuch zu diesem Thema?
Mit dem Begriff des Politischen assoziiert man in der deutschsprachigen Diskussion immer noch vor allem den Namen Carl Schmitt – und damit ein Denken, welches das Politische eng an die Sphäre des Staatlichen und obendrein an ein höchst autoritäres Verständnis von Staatlichkeit knüpft. Der vorliegende Band stellt im Unterschied dazu zeitgenössische Positionen vor, die das Politische als Herausforderung, Infragestellung oder Dekonstruktion staatszentrierter Ordnungen bestimmen. Die Aufsätze setzen bei jener Frage an, die politische Protagonisten und Vertreter der Politikwissenschaft in der Regel ausklammern, weil sie die Antwort immer schon zu wissen glauben. Bei der Frage, was denn das Politische ist. Das ist natürlich selbst eine eminent politische Frage. Die in dem Band vorgestellten Autorinnen und Autoren treffen sich in einem Verständnis des Politischen, das auf die unhintergehbaren Momente des Dissenses und Widerstreits, des Ereignisses, der Unterbrechung und Instituierung abhebt. Der Band gibt einen hervorragenden Überblick über diese Positionen politischer Philosophie.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die Beiträge des Bandes liefern zum einen eine hervorragende Einführung in das Denken der vorgestellten Autorinnen und Autoren. Die einzelnen Porträts setzen sich zum anderen kritisch mit diesen Positionen auseinander, so dass der Band in der Summe auch die Diskussionslinien, Kontroversen und Verwerfungen im zeitgenössischen Denken des Politischen nachzeichnet.
3. Welche Bedeutung kommt diesem Thema innerhalb des Fachgebiets und der wissenschaftlichen Ausbildung zu?
Politikwissenschaft wird heute meist als akademische Form der Politikberatung und/oder höheren Verwaltungslehre verstanden. Politikwissenschaft soll erforschen und lehren, wie die Kunst des Regierens optimiert werden kann. Die im vorliegenden Band vorgestellten Positionen fragen demgegenüber danach, um eine Formulierung Michel Foucaults aufzugreifen, wie man es anstellt, nicht in dieser Weise, in diesem Maße regiert zu werden.
4. Ihr Tipp zur weiterführenden Lektüre?
Wolfgang Fach: Das Verschwinden der Politik. Frankfurt a.M., 2008.




