Der Gesang des Erhabenen
Buch, Deutsch, 457 Seiten, Lesebändchen, Format (B × H): 121 mm x 185 mm, Gewicht: 379 g
ISBN: 978-3-458-70002-9
Verlag: Verlag der Weltreligionen
Die Bhagavad Gita (Der Gesang des Erhabenen), das bedeutendste religionsphilosophische Gedicht des Hinduismus, ist Teil des umfangreichen Sanskritepos Mahabharata (entstanden zwischen dem 4. Jh. v. Chr. und dem 4. Jh. n. Chr.). Gott Vishnu steht in menschlicher Gestalt als Wagenlenker Krishna dem Helden Arjuna vor der furchtbarsten Schlacht der indischen Mythologie zur Seite. Arjuna zweifelt in einem Pflichtenkonflikt: Seiner Aufgabe als adeliger Krieger (Kshatriya) gemäß soll er einen 'gerechten Krieg' führen, um Recht und Ordnung in der Gesellschaft wiederherzustellen; auf der Gegenseite sind aber zahlreiche Verwandte und Lehrer angetreten, die er zu schützen hat. Krishna zeigt ihm, daß der Rückzug aus der Welt keine reife spirituelle Lösung ist, und belehrt ihn über die Ordnungen der Welt, des Geistes und das menschliche Leben. Das Handeln ohne ich-hafte Absichten und die vollkommene Hingabe an Gott führen auf der Basis von Erkenntnis zur Befreiung aus dem Leiden.
Unter dem Begriff ›Yoga‹ wird auf vielfältige Weise sichtbar gemacht, worauf es bei einem spirituell verantworteten Leben ankommt, das sich nicht aus den Konfl ikten der Welt verabschiedet. Der Mensch im Widerspruch zu sich selbst, zur Gesellschaft, zu der Weltordnung überhaupt, das ist die Situation, in der die Gita, zunächst von ganz weltlichen Erwägungen ausgehend, den Blick auf metaphysische Zusammenhänge richtet und dabei immer wieder zurückkommt auf die Frage nach dem rechten Handeln im alltäglichen Leben.
In der Bewältigung einer existentiellen Erfahrung und in der Verbindung von Tradition und Modernität liegt der Hauptgrund für den unvergleichlichen und anhaltenden Erfolg der Bhagavad Gita, in der sich bereits der Einfl uß des Buddhismus zeigt ('Man muß sich selbst durch das Selbst emporheben …Wer sich selbst durch das Selbst überwunden hat, ist zu seinem eigenen Freund geworden').
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
Bhagavad Gi¯ta¯ – Der Gesang des Erhabenen
Kapitel 1: Arjunas Verzweiflung – Arjuna Visha¯da Yoga
Kapitel 2: Yoga der Erkenntnis – Sa¯mkhya Yoga
Kapitel 3: Yoga des Handelns – Karma Yoga
Kapitel 4: Yoga der Weisheit – Jna¯na Yoga
Kapitel 5: Yoga der Entsagung im Handeln – Karma Samnya¯sa Yoga
Kapitel 6: Yoga der Versenkung – Dhya¯na Yoga
Kapitel 7: Yoga der Erkenntnis und des unterscheidenden Wissens – Jna¯na-Vijna¯na Yoga
Kapitel 8: Yoga des unzerstörbaren Brahman – Akshara Brahma Yoga
Kapitel 9: Yoga der königlichen Weisheit und des königlichen Geheimnisses – Ra¯ja Vidya¯ Ra¯ja Guhya Yoga
Kapitel 10: Yoga der Entfaltung – Vibhu¯ti Yoga
Kapitel 11: Yoga der Schau der kosmischen Gestalt – Vishvaru¯pa Darshana Yoga
Kapitel 12: Yoga der liebenden Hingabe – Bhakti Yoga
Kapitel 13: Yoga der Unterscheidung von Feld und Feldkenner – Kshetra-Kshetrajna Vibha¯ga Yoga
Kapitel 14: Yoga der Unterscheidung der drei Grundeigenschaften – Gunatraya Vibha¯ga Yoga
Kapitel 15: Yoga des Höchsten Göttlichen Geistes – Purushottama Yoga
Kapitel 16: Yoga der Unterscheidung zwischen göttlicher und widergöttlicher Existenz – Daiva¯sura Sampad Vibha¯ga Yoga
Kapitel 17: Yoga der Unterscheidung von drei Arten des Glaubens – Shraddha¯traya Vibha¯ga Yoga
Kapitel 18: Yoga der Befreiung durch Weltentsagung – Samnya¯sa Yoga
Kommentar
Die Bedeutung der Bhagavad Gi¯ta¯
Kontext, Einteilung und Datierung
Geschichtlicher Hintergrund
Das Verhältnis zu anderen indischen Philosophien bzw. religiösen Traditionen
Die Kategorienlehre des Sa¯mkhya
Buddhismus
Veda¯nta
Grundstrukturen des Inhalts
Die widersprüchliche Komplexität der Lebensphilosophie
Die Figur Krishnas
Die Argumente für den gerechten Krieg
Zentrale Einzelkonzepte
Karman
›Bewußtsein‹
Bhakti
Zur Wirkungsgeschichte
Indien
Shankara
Ra¯ma¯nuja
Bha¯skara
Abhinavagupta
Madhva
Vom indischen ›Mittelalter‹ bis zur Neuzeit
Die Theosophen
Bal Gangadhar Tilak
Sri Aurobindo Ghose
Mohandas Karamchand (Mahatma) Gandhi
Europa
Die erste Übersetzung von Charles Wilkins
Johann Gottfried Herder und die Frühromantik
Friedrich Schlegels verklärtes Indienbild
August Wilhelm Schlegel und der Anfang der Indologie
Wilhelm von Humboldt
Aufbrüche zu Interkulturalität
Quellenscheidung bei Richard Garbe und Rudolf Otto
Bede Griffiths – eine mystisch-christliche Deutung
Zur Übersetzung
Zur Transliteration
Stellenkommentar
Kapitelweise Kommentare zu den 18 Kapiteln)
Glossar
Literaturverzeichnis (Auswahl)
Textausgaben der Bhagavad Gi¯ta¯
Übersetzungen der Bhagavad Gi¯ta¯
Studien zur Bhagavad Gi¯ta¯ und ihrem philosophischen Umfeld
Indische Rezeptionsgeschichte
Klassische indische Kommentare
Shankara
Shankaras Bha¯shya zur Bhagavad Gi¯ta¯
Studien zu Shankara
Ra¯ma¯nuja
Ra¯ma¯nujas Bha¯shya zur Bhagavad Gi¯ta¯
Studien zu Ra¯ma¯nuja
Bha¯skara
Bha¯skaras Bha¯shya zur Bhagavad Gi¯ta¯
Studien zu Bha¯skara
Abhinavagupta
Abhinavaguptas Arthasamgraha zur Bhagavad Gi¯ta¯
Studien zu Abhinavagupta
Madhva
Madhvas Bha¯shya zur Bhagavad Gi¯ta¯
Studien zu Madhva
Jna¯neshvara
Neuere indische Kommentare und Studien
Tilak
Aurobindo
Gandhi
Studien
Europäische Rezeptionsgeschichte
Quellen aus dem 19. Jahrhundert
Quellen aus dem 20. Jahrhundert
Studien




