Buch, Deutsch, 277 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm
Reihe: Text Studies. Studien zur Beschreibung, Erschließung und Deutung von Texten
Studien zum Werk und Nachlass von Gerlind Reinshagen
Buch, Deutsch, 277 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 210 mm
Reihe: Text Studies. Studien zur Beschreibung, Erschließung und Deutung von Texten
ISBN: 978-3-662-73406-3
Verlag: Springer
Die Schriftstellerin Gerlind Reinshagen (4.5.1926-8.6.2019) hat Hörspiele, Theaterstücke, Romane und Lyrik publiziert, wurde vom Suhrkamp Verlag verlegt und auf allen großen Bühnen der 1970er Jahre gespielt – und ist doch sowohl auf dem Theater als auch in der Literaturwissenschaft deutlich unterrepräsentiert. Unter den in den 1920er Jahren geborenen Autorinnen wie Christa Wolf oder Ingeborg Bachmann nimmt sie als Dramatikerin eine Sonderstellung ein. Anders als Vorgängerinnen wie Ilse Langner, die schon vor dem Zweiten Weltkrieg geschrieben haben und danach keinen Anschluss an das Theater fanden, oder die nach dem Krieg geborenen neuen Stimmen auf der Bühne wie Elfriede Jelinek oder Friederike Roth, etablierte sich Gerlind Reinshagen in den späten 1960er und 1970er Jahren mit einem eigenen Theaterstil, der Theatertendenzen ihrer Zeit aufgriff und doch einzigartig blieb. Trotz ihrer Präsenz in den 1970er und 1980er Jahren und ihrem kontinuierlichen dramatischen Schaffen setzte sich ihr Erfolg in den 1990er Jahren nicht in gleicher Weise fort – ein Aspekt, der die Frage verdient, wie hier möglicherweise generationelle Ungleichzeitigkeiten oder auch ein schnelllebiger Theaterbetrieb eine größere Sichtbarkeit verhinderten. Dieser Band versammelt unveröffentlichte Dokumente sowie Studien zu Reinshagens Werk, die alle Gattungen der Autorin, besonders aber ihre Theaterstücke, beleuchten. Reinshagens Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt, mit Geschlechterkonstruktionen, Krankheit, Geschichte, Dystopie und Intertextualität bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für eine Neulektüre des Werks heute.
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kann denn ne Frau so was?Einleitung.- Christa Wolf an Gerlind Reinshagen zum 75 Geburtstag.- Gedichte aus dem Arbeitsheft von Sonntagskinder.-Der Briefwechsel von Karlheinz Braun und Gerlind Reinshagen 1966 bis 1970.- Sonntagskinder, das Stück der Stunde.- Gerlind Reinshagen.In Gesprächen und Erinnerungen.- Weiterschreiben, Weitersprechen.-(K)ein weiblicher Blick? Interview mit Gerlind Reinshagen zu Sonntagskinder.-Selbstvergewisserungen im literarischen Feld.Gerlind Reinhagens Die Frau und die Stadt (2007).- Schreiben als Prozess:Gerlind Reinshagens Sonntagskinder.- Versehrtheit und Eigensinn in Himmel und Erde von Gerlind Reinshagen.- Aus der Form gesprungen:Reinshagens Die fremde Tochter.- Götter und Totengespräche sowie romantische Motive und Elemente in Reinshagens Göttergeschichte.- Im Finstern kommt das Verborgenste ans Licht–Variationen des schonungslosen Umgangs in Gerlind Reinshagens Roman nachts.- Werkstattberichte.- Historische Referenzen in Sonntagskinder.- Gerlind Reinshagens Jugendromane der 1950er Jahre.




