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Bürger / Thielmann | Die Rolle der Polizei bei Versammlungen | Buch | 978-3-658-52810-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Format (B × H): 168 mm x 240 mm

Bürger / Thielmann

Die Rolle der Polizei bei Versammlungen

Theorie und Praxis
2., überarbeitete und erweitert Auflage 2026
ISBN: 978-3-658-52810-2
Verlag: Springer

Theorie und Praxis

Buch, Deutsch, Format (B × H): 168 mm x 240 mm

ISBN: 978-3-658-52810-2
Verlag: Springer


Für Eskalationen bei Versammlungen oder Veranstaltungen, bei denen eine Vielzahl von Menschen zusammenkommt, gibt es oft alltagsplausible Erklärungen. Doch viele dieser vermeintlich deterministischen Ursachen, Zusammenhänge oder Rollenzuschreibungen sind widerlegt oder zu stark verkürzt. Dies kann bei allen Beteiligten zu Fehlinterpretationen, negativen Stereotypisierungen und letztlich zu nicht optimalen Entscheidungen führen. Insbesondere bei großen Menschenmengen kann dies schwerwiegende Folgen haben: Die Lage kann eskalieren, in Ausschreitungen sowie blanker Gewalt münden.
Ziel dieses Buches ist es, einen Überblick über internationale Good-Practice-Ansätze zu geben, wie in einem demokratischen Rechtsstaat der Umgang mit Menschenmengen gestaltet sein sollte.

Für die 2. Auflage wurden alle Inhalte aktualisiert und wesentlich erweitert. Dazu konnten Autoren und Autorinnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und den USA gewonnen werden. Bezogen auf die Praxiserfahrungen werden wissenschaftliche Erkenntnisse u. a. aus Soziologie, Psychologie, Kriminologie, Technik, Ethik und Recht interdisziplinär aufgearbeitet und anhand zahlreicher praktischer Beispiele beleuchtet.

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Zielgruppe


Professional/practitioner

Weitere Infos & Material


Die Rolle der Polizei bei Versammlungen. Von der Theorie zur Praxis.- Die stille Revolution: Massenpsychologie, Legitimität und die demokratische Bewältigung von Veranstaltungs- und Versammlungslagen.- Wie kollektive Gewalt entsteht und eskaliert.- Eskalation bei Großdemonstrationen. Wege in die Gewalt und Möglichkeiten der Gewaltvermeidung.- Gewaltaffine Interpretationsregime in Aktion. Der Verlauf der „Welcome to Hell“-Demonstration.- Versammlungen und Veranstaltungen aus der Perspektive der Kriminalprävention.- Die Rolle der Polizei bei Versammlungen: Ethische Implikationen, Imperative und Interventionen.- Perspektivwechselseminare – ein Beitrag zu einer reflektierten polizeilichen Praxis bei Versammlungen und darüber hinaus.- Erfahrungswissen Deeskalation.- Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten: zwischen kommunikativer Konfliktlösung und robustem Einschreiten.- Bürger und Polizei bei Versammlungen. Zwischen Anspruch des Bundesverfassungsgerichts und Realität.- Gewaltbereite Ansammlung – vorschriftsmäßig zu bewältigen?.- Der Schutz der Bürgerrechte, die öffentliche Sicherheit sowie die polizeiliche Legitimität – das rechtliche Gleichgewicht bei der polizeilichen Bewältigung von Versammlungs- und Veranstaltungslagen.- Informationsgewinnung im Kontext von Versammlungslagen.- Versammlungslagen 2.0: Die Herausforderungen des Informationszeitalters bewältigen.- Die Bedeutung der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit bei Versammlungslagen.- Der messbare Effekt Taktischer Kommunikation im Einsatz.- Taktische Kommunikation der Polizei bei Versammlungslagen. Ein wirkungsvolles Einsatzmittel für einen erfolgreichen Versammlungsverlauf.- Einsatzkommunikation als integrative Gesamtstrategie beim Protest 2.0.- Unterschiede zwischen US-amerikanischen und deutschen Polizeiorganisationen mit Auswirkungen auf die polizeiliche Begleitung von Versammlungen.- Organisation der Polizei und polizeiliche Maßnahmen bei Versammlungen in Deutschland.- Organisation der Polizei und polizeiliche Maßnahmen bei Versammlungen in den Vereinigten Staaten.- Der 6. Januar am US-Kapitol. Eine Herausforderung für Polizei und Demokratie.- Grundlagen der Polizeiarbeit im Kontext von Versammlungen und Veranstaltungen im Vereinigten Königreich.- Die Gelbwesten-Proteste – eine Herausforderung für Polizei und Demokratie.- Die 3-D-Philosophie in der österreichischen Bundespolizei – Anspruch und Realität.- Der Einsatz der Militärpolizei bei Versammlungslagen.- Zwischen Ermöglichung und Sicherheitsdenken: Polizeiliche     Bewältigung von Versammlungslagen und die Politik des Protests in Europa.- Die Saint-Denis-Konvention in der Praxis: Der polizeiliche Umgang mit Ultras in der Schweiz und im Vereinigten Königreich.- Raumschutz 2.0 – Erfolgsfaktoren der taktischen Maßnahme „Raumschutz“ bei Versammlungslagen.- Der Einsatz von Zwangsmitteln bei Versammlungen und Veranstaltungen durch die Polizei.- Entwicklung eines evidenzbasierten Trainingscurriculums für die polizeiliche Bewältigung von Versammlungs- und Veranstaltungslagen: Eine Fallstudie.- Persönliche Schutzausrüstung bei Versammlungen und Veranstaltungen.- Einheitliche Standards für die Bewältigung von Versammlungs- und Veranstaltungslagen durch die Polizei – Das Vertrauen der Öffentlichkeit stärken.


Dr. Bernd Bürger , M. A., M. A., ist seit 1997 bei der Polizei Bayern und seit 2000 im Schwerpunkt Versammlungen/Großveranstaltungen tätig. Bei den beiden G7-Gipfeln 2015 und 2022 in Garmisch-Partenkirchen war er für die Camps und die Spontanversammlungen verantwortlich. Von Ende 2015 bis 2020 war er Kommandoführer des Unterstützungskommandos Dachau (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit) und auch beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg „an vorderster Linie“ eingesetzt. Seit 2020 leitet er den Fachbereich Führung und Einsatz am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei. Er hat nicht nur fast 30 Jahre Berufserfahrung, sondern arbeitet seit 20 Jahren auch wissenschaftlich zu polizeilichen Themen. Neben Vorträgen in ganz Deutschland und in vielen europäischen Ländern war er u. a. 2018 auf Einladung des US-Justizministeriums Vortragender auf der IACP (International Association of Chiefs of Police) Tagung in Orlando, 2019 auf Ersuchen der Royal Canadian Mounted Police in Ottawa und 2025 auf dem International Public Order Symposium in Texas.

Gerd Thielmann war 44 Jahre Polizeivollzugsbeamter bei der Polizei Hessen. Im höheren Dienst wechselte er immer wieder zwischen Führungspraxis und -theorie, u. a. als Leiter der Abteilung Einsatz PP Nordhessen oder Deputy Head of EU-Police Mission Bosnien und Herzegowina. Er war u. a. Referatsleiter im Innenministerium Hessen sowie mehrere Jahre Fachgebietsleiter Polizeiliche Führungslehre an der DHPol. Seine letzte nationale Funktion war Vizepräsident der Deutschen Hochschule der Polizei. Danach war er als Trainer und Berater in Europa sowie im nordafrikanischen und arabischen Raum für internationale Organisationen (CEPOL, OSCE, FRONTEX, GIZ) und an der Naif Arab University for Security Sciences in Riad/KSA in der Thematik Leadership, Management & Police Education aktiv. Umfangreiche Veröffentlichungen über Führungslehre, Bildung und Einsatz der Polizei, u. a. Mitherausgeber und Autor des Handbuchs zur PDV 100 VS-NfD – Führung und Einsatz der Polizei. 



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