Coppens | Sophie in Weimar | Buch | 978-3-7374-0300-9 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 200 Seiten, Format (B × H): 134 mm x 206 mm, Gewicht: 424 g

Reihe: Kleine Personenreihe

Coppens

Sophie in Weimar

Leben und Wirken der Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach 1842-1897
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7374-0300-9
Verlag: Weimarer Verlagsgesellsch

Leben und Wirken der Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach 1842-1897

Buch, Deutsch, 200 Seiten, Format (B × H): 134 mm x 206 mm, Gewicht: 424 g

Reihe: Kleine Personenreihe

ISBN: 978-3-7374-0300-9
Verlag: Weimarer Verlagsgesellsch


Im Alter von 18 Jahren verlässt Sophie die Niederlande als Braut ihres Cousins, Großherzog Carl Alexander. 1853 wird sie Nachfolgerin ihrer Schwiegermutter, der Großherzogin Maria Pawlowna, als Landesmutter.

In Weimar, das seit Goethes Tod vom Ruhm vergangener Zeiten zehrt, entwickelt Sophie ihr soziales Engagement. Mit Carl Alexander widmet sie sich der Aufgabe, das »Athen an der Ilm« wieder aufleben zu lassen. Sie bringt einen Sohn, Carl August, und drei Töchter, Marie Alexandrine, Anna und Elisabeth, zur Welt.

Nach dem Tod Ihrer drei Neffen wäre Sophie die nächste in der Thronfolge der Niederlande gewesen. Deshalb sorgt sie dafür, dass ihr Sohn und ihre Enkel Niederländisch lernen. Doch 1880 wird die spätere Königin der Niederlande Wilhelmina geboren.
Bitter enttäuscht von ihrem Eheleben und den Ehen ihrer Kinder erhält Sophie am Ende ihres Lebens Goethes begehrtes literarisches Vermächtnis. Mit dem von ihr in Auftrag gegebenen Goethe-Schiller-Archiv in Weimar vollbringt sie ihr wichtigstes Werk: das erste Literaturarchiv in Deutschland, das auch die Nachdrucke von Schiller, Wieland, Herder, Hebbel und vielen anderen bewahrt. Es steht heute auf der Liste des UNESCO-Welterbes.
Thera Coppens hat verblüffende Fakten über das bewegte Leben der Großherzogin Sophie ans Licht gebracht. Mit diesem Buch ehrt sie nicht nur eine beeindruckende Frau, sondern bereichert auch die deutsch-niederländische Geschichte.

Coppens Sophie in Weimar jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Geburt und Kindheit
Hochzeit und Abschied von Den Haag
Bekanntschaft mit Weimar
Auf Schloss Ettersburg
Hans Christian Andersen
Carl Augusts Geburt
Sophies kleiner Klumpe-Dumpe
Sophies Italienreise
Bei Königin Victoria
Die Revolution von 1848
Zittas Geburt
Liszt und Wagner
Der Tod von Sophies Vater Wilhelm II.
Der Nachlass
Der Erste Deutsch-Dänische Krieg (Schleswig-Holsteinische Erhebung)
Nach Sankt Petersburg
Die zweite Italienreise
Carl Friedrichs letztes Jahr
Großherzog und Großherzogin
Das Goethe-Schiller-Denkmal
Sophies Katastrophenjahr
Der Erbprinz und die Prinzessinnen
Sophie und Friedrich Hebbel
Shakespeare
Der Auswärtige
Charles, Zitta und Elsy
Heinrichau
Anna Pawlownas Tod
Charles Verlat
Der Deutsch-Französische Krieg
Kaiser Wilhelm
Rückkehr nach Weimar

Liszt zurück in Weimar
Die russische Verlobte
Der Bruch
Eine neue Braut
Andersens Tod und Zittas Geheimnis
Prinzessin Reuß
Ernst Wilhelm
Das musikalische Herz der Welt
Sophies soziales Engagement in Weimar und Heinrichau
Wiwill
Nach Konstantinopel
Die Geburt Heinrichs XXXII.
Wilhelm III. und sein Heiratsantrag
Elsys Widerstand
Prinzessin Emma und Wilhelm III.
Ein beträchtliches Erbe
Die Bauarbeiten werden wieder aufgenommen
Unerwartete Schwangerschaft
Prinzessin Wilhelmina
Sophies Evangelisches Krankenhaus
Das nahende Ende
Walthers Testament
Das Haus am Frauenplan
Das Goethe-Museum
Die Großherzogin und der Professor
Elsy und Alby
Die Sophien-Ausgaben
Eröffnung des Sophienhauses
Franz Liszts Ende
Das Familienfoto
Der Tod von König Gorilla
Schillers literarisches Erbe
Kaiser Wilhelm II.
Helgoland
Wilhelmina und Tante Sophie
Die goldene Hochzeit
Wanda von Puttkamer
Die Baustelle
Der kranke Erbgroßherzog
Die fatale Diagnose
Abschied am Bahnhof
Wilhelmina und Tante Sophie
Weimar in Trauer
Großherzogtum und Königreich
Ludwig Raschdau
Typhus
Eröffnung des Goethe- und Schiller-Archivs
Zum letzten Mal in Soestdijk
Epilog


Am 8. April 1824 ließen Kanonenschläge das noch schläfrige Den Haag erbeben. Die Bürger zählten mit, und als die Kanonen nach einundzwanzig Schlägen schwiegen, wussten alle, dass auf Schloss Kneuterdijk eine Prinzessin geboren worden war. Und kein Prinz. Der Vater war Kronprinz Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau, Sohn des niederländischen Königs Wilhelm I. Die Mutter hieß Anna Pawlowna und entstammte dem illustren Zarengeschlechts der Romanows. Kronprinz Wilhelm war von der Geburt eines Mädchens nicht enttäuscht. Er hatte schon drei gesunde Söhne, die die Erbfolge der Oranier sicherzustellen schienen. Sie hießen Wilhelm, Alexander und Heinrich. Maria Fjodorowna schickte aus Sankt Petersburg ein großes, spitzenverziertes Kissen, auf dem ihre fürstliche Enkelin zum Taufbecken in der protestantischen Sankt-Jakobus-Kirche getragen wurde. Der Hofprediger träufelte der Prinzessin das Wasser übers Köpfchen und taufte sie auf den Namen Wilhelmina Maria Sophie. Ihr Rufname wurde Sophie, was göttliche Weisheit bedeutet. Wenige Tage später erhielt Sophie von ihrer russischen Großmutter ihren ersten Orden. Die Zarin bat Anna in einem Brief, dem Baby das schwere Ordenszeichen ans Kleidchen zu stecken. Das Zeichen des Ordens der Heiligen Katharina. Auf der Rückseite des mit Brillanten besetzten achtstrahligen Sterns stand die Devise Aequant munia comparis (in ihrem Werk einem Mann gleich), Worte, die sich als prophetisch erweisen sollten.
Sobald Anna das Wochenbett verlassen hatte, begab sie sich zusammen mit dem Kronprinzen auf eine lange Reise, die sie nach einem Aufenthalt bei ihrer Familie in Weimar bis nach Russland führte. Als sie fast ein ganzes Jahr später zu ihren Kindern zurückkehrte, war ihr Töchterchen schon ein kräftiges Kleinkind. Anna berichtete ihrer Mutter brieflich, sie sei niedlich, jedoch recht klein. Die Prinzessin war klein und würde es auch bleiben. Des Weiteren hatte sie dunkelblaue Augen mit langen, dunklen Wimpern, die ihre Mutter entzückten.
Im Sommer des Jahres 1834 nahm Anna Pawlowna ihre Tochter ihre zehnjährige Tochter erstmals mit nach Weimar, wo ihre ältere Schwester Maria Pawlowna im großherzoglichen Schloss residierte. Die Briefe, die Sophie ihrem Vater von dieser Reise schrieb, wimmelten von Rechtschreibfehlern, denn sie hatte nur wenig Unterricht erhalten.
Der wichtigste Moment des Besuchs fand in der Hauptstadt statt. Sophie wurde ihrem sechs Jahre älteren Cousin, dem Kronprinzen Carl Alexander, vorgestellt. Er war auffällig groß für seine sechzehn Jahre, und sie als Zehnjährige auffällig klein. In mehrerlei Hinsicht sah Sophie zu ihm auf. Er sprach vier Sprachen, hatte mit seiner Gouvernante ferne Länder bereist und wusste alles über italienische Kunst. In Weimar hörte sie zum ersten Mal den Namen Johann Wolfgang von Goethe. Er war zwei Jahre zuvor in hohem Alter in seinem Haus am Frauenplan verstorben. Carl Alexander zitierte mühelos Verse von ihm, die er auswendig kannte, und beeindruckte damit seine kleine Cousine zutiefst. Ihr wurde bewusst, wie wenig sie gelernt hatte. Das hielt man für ein Mädchen nicht für nötig.


Coppens, Thera
Thera Coppens, 1947 in Amsterdam geboren, hatte deutsche Großeltern. Nach einer Journalistenausbildung veröffentlichte sie zahlreiche erfolgreiche historische Bücher, die auf Recherchen in in- und ausländischen Archiven beruhen und mit nationalen und internationalen Preisen bedacht wurden. Sie publizierte in Zeitungen und historisch-kunsthistorischen Fachzeitschriften. Im Jahr 1988 gründete sie ein Büro für historischen Tourismus.

Brunnenkamp, Christina
Christina Brunnenkamp, Abschluss in Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit dem Schwerpunkt anglo-amerikanischer Kulturraum in Passau und München, ist Literaturübersetzerin, Verlagsgutachterin und Lektorin (Akademie der deutschen Medien) und übersetzt vor allem Romane, Sach- und Jugendbücher sowie Gedichte aus dem Niederländischen, Englischen und Französischen.Beim niederländischsprachigen Literaturfonds akkreditiert (Literatuur Vlaanderen und Nederlands letterenfonds).

Thera Coppens, 1947 in Amsterdam geboren, hatte deutsche Großeltern. Nach einer Journalistenausbildung veröffentlichte sie zahlreiche erfolgreiche historische Bücher, die auf Recherchen in in- und ausländischen Archiven beruhen und mit nationalen und internationalen Preisen bedacht wurden. Sie publizierte in Zeitungen und historisch-kunsthistorischen Fachzeitschriften. Im Jahr 1988 gründete sie ein Büro für historischen Tourismus.

Übersetzerin:
Christina Brunnenkamp, Abschluss in Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit dem Schwerpunkt anglo-amerikanischer Kulturraum in Passau und München, ist Literaturübersetzerin, Verlagsgutachterin und Lektorin (Akademie der deutschen Medien) und übersetzt vor allem Romane, Sach- und Jugendbücher sowie Gedichte aus dem Niederländischen, Englischen und Französischen.Beim niederländischsprachigen Literaturfonds akkreditiert (Literatuur Vlaanderen und Nederlands letterenfonds).



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.