Mein Weg zurück ins Leben: Die Geschichte eines Ex-Junkies
Buch, Deutsch, 224 Seiten
ISBN: 978-3-86265-330-0
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Stefano Corsis Schullaufbahn endete mit einem Hauptschulabschluss, seine private Bibliothek besteht aus zwei Titeln und er selbst las in seinem ganzen Leben erst ein Buch – und dennoch verfasste er mit PECH IM GLÜCK einen bemerkenswerten autobiografischen Text von besonderer Eindringlichkeit. Stefano Corsi schrieb, um seine Sucht zu verstehen, und er schrieb, um sein Leben zu retten. In seinem Buch erzählt er von seiner Karriere als Drogensüchtiger und Dealer, von seinen Abstürzen und Kämpfen und wie es ihm schließlich gelang, die Abhängigkeit zu überwinden und ein neues Leben zu beginnen. Als Jugendlicher machte er die ersten Erfahrungen mit illlegalen Drogen und konsumierte in den folgenden Jahren Speed, LSD, Kokain, Heroin und Alkohol. Auch als er knapp einer Haftstrafe wegen Dealerei entgeht, die ihm die Gelegenheit gegeben hätte, sein Leben zu überdenken, lässt er nicht von den Drogen ab. Erst eine schwere Krankheit wird zum Wendepunkt ... Ehrlich, nachdenklich, teils aber auch auf sehr humorvolle Weise erzählt Stefano Corsi, der heute Vorträge zur Drogenprävention an Schulen hält, von seinem Leben und dem steinigen Weg aus der Sucht.
Autoren/Hrsg.
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»Als die Nadel meiner Vene immer näher rückte, fing mein Herz plötzlich an, wie wild zu rasen. Es gab noch ein Zurück, aber ich wollte diesen einmaligen Moment genießen. Die Nadel tauchte in meinen Arm ein und er zog die Spritze ein bisschen auf, damit er sehen konnte, ob er in der Vene war. Mein Blut zeigte mir
einen wunderschönen Tanz mit dem Heroin. Es war einfach traumhaft anzusehen. Langsam drückte er das nun eher rot wirkende Gift in meine Ader. Ich merkte es sofort. Es wurde mir zunächst leicht schwindelig und mein Körper bekam eine kräftige Hitzewallung verabreicht. Was für ein Gefühl! Als er die Spritze wieder aus meinem Arm nahm, stand ich auf, hob meinen Arm hoch und drückte die gerade zerstochene Stelle ab. Doch das konnte ich
nicht lange aushalten und musste mich gleich wieder hinsetzen, da mir leicht schwindelig wurde. Ich hatte es nun getan. Das, was ich niemals anrühren wollte, schwamm nun mit meinen roten und weißen Blutkörperchen. Ich sagte mir, einmal und nie wieder.«




