Cudworth Masham / Meyer | Gedanken über die Vernunft | Buch | 978-3-928089-61-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 31, 190 Seiten, PB, Format (B × H): 205 mm x 130 mm, Gewicht: 190 g

Reihe: Philosophinnen

Cudworth Masham / Meyer

Gedanken über die Vernunft


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-928089-61-6
Verlag: ein-FACH-verlag

Buch, Deutsch, Band 31, 190 Seiten, PB, Format (B × H): 205 mm x 130 mm, Gewicht: 190 g

Reihe: Philosophinnen

ISBN: 978-3-928089-61-6
Verlag: ein-FACH-verlag


In der Philosophie des 17. Jahrhunderts war die Vernunft das zentrale Thema. Frauen kamen in diesem Zusammnhang kaum zu Wort. Ja ihnen wurde die Vernunft generell abgesprochen.
Die Philosophin Damaris Cudworth Masham wagte es als eine der wenigen, sich in die Diskussion einzumischen. Unter dem bescheiden klingenden Titel Occasional Thoughts veröffentlichte sie 1705 ihr philosophisches Hauptwerk. Und darin kritisiert sie nicht nur solche philosophischen Schwergewichte wie Rene Descartes.
Der Titel Gedanken über die Vernunft enthält neben der deutschen Übersetzung der Occasional Thoughts eine umfangreiche Einleitung in diese Zeit und ihr Denken.

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Weitere Infos & Material


Cudworth Masham, Damaris
Damaris Cudworth wurde am 18. Januar 1658 oder 1659 in Cambridge geboren. Sie war die Tochter des Cambridger Platonikers Ralph Cudworth und wuchs in einem intellektuell geprägten Umfeld auf. Ihr Vater war Leiter des Christ's College in Cambridge, Klassizist und Professor für Hebräisch – einer der bedeutendsten Cambridger Platoniker seiner Zeit.
Wie alle Frauen ihrer Zeit erhielt Masham keine institutionelle Bildung, kam aber durch die privilegierten Verhältnisse ihres Elternhauses früh mit der Philosophie in Berührung. Obwohl sie schließlich Latein erlernte, hatte sie nicht dieselbe klassische Ausbildung erhalten, die einem Sohn zuteil geworden wäre.
Seit etwa 1682 stand sie in Kontakt mit dem Philosophen John Locke. 1685 heiratete sie Sir Francis Masham, 3. Baronet, und trug fortan den Titel Lady Masham. 1691 zog sich Locke auf das Landgut der Mashams zurück, wo er bis zu seinem Tod lebte.
Trotz ihrer Rolle als Hausherrin und Mutter setzte Masham ihre intellektuelle Tätigkeit fort. Sie veröffentlichte zwei philosophische Werke anonym: A Discourse Concerning the Love of God (1696) und Occasional Thoughts in Reference to a Virtuous or Christian Life (1705). Nach Lockes Tod verfasste sie zudem eine Biografie über ihn.
Ihr Denken verband die Tradition der Cambridger Platoniker mit Lockes Philosophie und eigenen feministischen Positionen. Sie wandte sich gegen den doppelten Maßstab, der Frauen als weniger vernunftbegabt betrachtete, und trat entschieden für das Recht der Frauen auf Bildung ein. Sie argumentierte etwa, dass schlecht ausgebildete Frauen nicht in der Lage seien, ihre Kinder angemessen zu erziehen.
Als Teil der Gelehrtenrepublik ihrer Zeit stand Masham im Briefwechsel mit verschiedenen Denkern, darunter Gottfried Wilhelm Leibniz. Locke selbst lobte sie als einer der wenigen Frauen, die Männern in Wissen und Urteilsvermögen ebenbürtig seien.
Sie starb am 20. April 1708 auf Otes Manor in High Laver, Essex. Damaris Cudworth Masham gilt heute als eine der bedeutendsten Philosophinnen der frühen Neuzeit und wird von der Forschung häufig als Vorreiterin eines aufklärerischen Feminismus gewürdigt.



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