Dammer | Diomedes grammaticus | Buch | 978-3-88476-447-3 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 51, 396 Seiten, KART, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 700 g

Reihe: BAC - Bochumer Altertumswissenschaftliches Colloquium

Dammer

Diomedes grammaticus


Erscheinungsjahr 2001
ISBN: 978-3-88476-447-3
Verlag: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier

Buch, Deutsch, Band 51, 396 Seiten, KART, Format (B × H): 148 mm x 210 mm, Gewicht: 700 g

Reihe: BAC - Bochumer Altertumswissenschaftliches Colloquium

ISBN: 978-3-88476-447-3
Verlag: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier


Das dreibändige Lehrbuch des Grammatikers Diomedes (um 380 n.Chr.) ist einer der wenigen vollständig erhaltenen Texte seiner Art. Zudem steht sein Autor noch nicht im Bannkreis der etwa zu seiner Zeit aufkommenden, eng an Donat orientierten Tradition lateinischer Sprachwissenschaft. Diomedes ist weit davon entfernt, bloß ein Donat-Kommentator zu sein, er will viel mehr: Er zeigt sich bestrebt, zusammenzuführen, was die zeitgenössische lateinische Grammatik an Erkenntnissen zu bieten hatte. Dabei scheint er auch wertvolle Fragmente aus verlorenen Texten älterer Theoretiker zu präsentieren - doch gerade hier ist Vorsicht angebracht: Name-dropping war für Diomedes allemal wichtiger als akkurate Kennzeichnung fremden geistigen Eigentums.

In der Forschung ist Diomedes bisher auf verhältnismäßig geringes Interesse gestoßen. Einen wissenschaftlichen Kommentar zu seiner ars gibt es ebensowenig wie eine Übersetzung, ganz abgesehen davon, daß seit längerem eine neue Edition angemahnt wird. Die Arbeit soll deshalb einen Beitrag dazu leisten, diesen Text genauer zu fassen: seine Entstehung, seine Eigenarten, sein Fortleben. Zunächst werden daher in knapper Form einige Aspekte der Tätigkeit eines grammaticus in der Spätantike angesprochen; anschließend wird ein Überblick über offene Fragen und bisherige Ergebnisse der Forschung zu Diomedes gegeben. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der folgenden ausführlichen Analyse ausgewählter Kapitel (aus den ersten beiden Büchern). Am Ende der Arbeit steht ein Überblick über die Rezeption des Textes bis in die Neuzeit; als Endpunkt der Darstellung ist der Aristarchus von Gerhard Johann Voß (1577-1649) gewählt.

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