Dampier / Uszinski | Neue Reise um die Welt | Buch | 978-3-941924-02-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 1024 Seiten, LEINEN, Format (B × H): 135 mm x 205 mm, Gewicht: 1100 g

Dampier / Uszinski

Neue Reise um die Welt

Ein Pirat erforscht die Erde
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-941924-02-4
Verlag: Verlag der Pioniere

Ein Pirat erforscht die Erde

Buch, Deutsch, 1024 Seiten, LEINEN, Format (B × H): 135 mm x 205 mm, Gewicht: 1100 g

ISBN: 978-3-941924-02-4
Verlag: Verlag der Pioniere


1675 gerät William Dampier, der tatendurstige Sohn einer englischen Bauernfamilie, in einer mexikanischen Bucht in die Gesellschaft der Freibeuter. Die bunte Mischung von Abenteurern aus aller Herren Länder hatte jahrzehntelang spanische Schiffe und Orte attackiert, aber nach dem Frieden von Madrid musste sie sich unauffällig verhalten, um nicht am Galgen zu enden. Mit ihnen fällt er Blutholzbäume für den Export nach England und macht in den Pausen dieser schweren Arbeit seine ersten Aufzeichnungen. Ohne Vorbildung beschreibt er Orte, Pflanzen und Tiere auf eine so wissenschaftliche und verständliche Weise, wie es vor ihm noch niemand getan hatte, und vergisst dabei nie, ihren Nutzen für die Seefahrer abzuwägen. Nichts ist ihm dabei zu gering, ausgiebig untersucht zu werden, und niemals endet seine Neugierde. -- Der Konflikt mit den Spaniern aber endet nicht mit dem Friedensschluss, zumal die Holzfäller ihre Arbeit mitten im spanischen Vizekönigreich Mexiko verrichten. Der erste Raubzug, an dem sich Dampier beteiligt, auf der Landenge von Panama, fällt aber mager aus. In der Folge suchen sich die Freibeuter neue Ziele, erst in der Karibik, nach der Umsegelung von Kap Hoorn dann entlang der amerikanischen Westküste auf der vergeblichen Jagd nach der reich beladenen Manila-Galeone. Mit dem Monsun folgen sie ihr nach Asien und umrunden letztendlich sogar die ganze Erde. -- In den acht Jahren seiner ersten Weltumsegelung von 1683 bis 1691 reift in Dampier die Idee, seine hart erarbeiteten Kenntnisse in der Heimat zur eigenen Resozialisierung einzusetzen. Um die blutigen Einzelheiten bereinigt und dem Vorsitzenden der "Royal Society" gewidmet, erscheint 1697 in London der erste Teil seines Berichts -- und wird ein Bestseller. Als Lohn erhält Dampier von der "Royal Navy" den Auftrag zu seiner nächsten Fahrt: Als Kapitän der "HMS Roebuck" soll er Australien erforschen. Zweieinhalb Jahre dauert diese Reise, die ihn nach Australien, Neuguinea und Timor führt und mit einem Schiffbruch auf Ascension und weiteren wissenschaftlichen Meriten endet. -- Die Arbeiten von Charles Darwin (während seiner Reise mit der "Beagle"), Alexander von Humboldt (bei seiner Erkundung der südamerikanischen Westküste), James Cook (während seiner Erforschung der australischen Küsten), William Bligh (bei seinem Versuch, mit der "Bounty" Brotfruchtbäume in die Karibik zu schaffen), Daniel Defoe und Jonathan Swift (beim Verfassen ihrer Romane "Robinson Crusoe" und "Gullivers Reisen") und vieler weiterer Forscher, Seefahrer und Künstler beruhen direkt auf den Erkenntnissen, die Dampier in diesem Werk aufgezeichnet hat. -- William Dampier kombinierte ein verwegenes Leben voller Abenteuer mit bahnbrechenden wissenschaftlichen Leistungen. Der Einfluss, den seine Bücher auf Naturwissenschaft, Literatur und Gesellschaft genommen haben, ist immens, ihre Wirkung auf spätere Reisende und die Entwicklung der Forschungsliteratur insgesamt sogar prägend. Seiner neugierigen, präzisen und vorurteilslosen Betrachtungsweise verdanken wir eines der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Grundlagenwerke, das hier nach 300 Jahren endlich wieder verfügbar ist. -- Der Band enthält auf 1024 Seiten in aktueller Typographie den vollständigen Umfang der beiden Bände von 1697 (auf Deutsch erschienen 1702 als "Neue Reise um die Welt") und 1699 (1703, "Der Reise um die Welt anderer Theil") mit allen Abbildungen, einem ausführlichen Register sowie zahlreichen Erläuterungen und Kurzbiographien der vom Autor erwähnten Personen.

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Zielgruppe


An Geschichte, speziell an Kolonial- und Kulturgeschichte interessierte Kreise. Behandelt werden die Seefahrt im 17. Jahrhundert sowie Piraterie und Freibeutertum im Kampf der englische Krone gegen Spanien, aber auch naturwissenschaftliche Beobachtungen in Amerika und Asien.

Weitere Infos & Material


Der Reise um die Welt erster Theil
Vorrede
Einleitung
1. Capitel. Vom Südmeer zum Golf von Panama
2. Capitel. Über den Isthmus von Darien
3. Capitel. Kreutzen in Westindien
4. Capitel. Neue Fahrt ins Südmeer
5. Capitel. Über Gallapagos nach Nicaragua
6. Capitel. Nach Peru und Ecuador
7. Capitel. Zur Bucht von Panama
8. Capitel. Entlang der americanischen Küste
9. Capitel. Mexico und Californien
10. Capitel. Über den Pazifik nach Guam
11. Capitel. Nach Mindanao, eine der Philippinischen Insuln
12. Capitel. Sitten und Gebräuche der Mindanäer
13. Capitel. Erlebnisse auf Mindanao
14. Capitel. Von den Philippinen nach Pulo Condore
15. Capitel. China, Formosa und die Insuln Bashee
16. Capitel. Von den Gewürtz-Insuln nach Neu-Holland
17. Capitel. Von Neu-Holland zu den Nicobaren
18. Capitel. Im offenen Boot nach Sumatra
19. Capitel. Zum Cap der Guten Hoffnung
20. Capitel. Vom Kap über S. Helena in die Heimat

Der Reise um die Welt anderer Theil
Vorrede
Erster Anhang, in sich haltende eine Reise nach Achin auf Sumatra, nach Tonquin, Malacca und andern ost-indischen Plätzen
1. Capitel. Reise von Achin nach Tonquin
2. Capitel. Beschreibung von Tonquin
3. Capitel. Die Inwohner des Königreichs Tonquin
4. Capitel. Von der Regierung in Tonquin
5. Capitel. Reise nach Tenan
6. Capitel. Rückkehr von Tonquin nach Achin
7. Capitel. Beschreibung von Achin auf Sumatra
8. Capitel. Reise nach Malacca
9. Capitel. Das Fort St. George und Bencouli

Zweiter Anhang, in sich haltende eine Beschreibung der Bucht von Campeche in West-Indien und der benachbarten Länder
1. Capitel. Erste Reise nach Campeche
2. Capitel. Zweite Reise nach Campeche und Beschreibung davon
3. Capitel. Von der Lebens-Arth der Holtzhauer
4. Capitel. Die Westküste von Campeche
5. Capitel. Noch weiter nach Westen und Rückkehr nach England

Dritter Anhang, in sich haltende einen außführlichen Bericht von Winden, Stürmen, Ebbe und Fluth, wie auch von Ströhmen
1. Capitel. Von den General- oder Regulier-Winden
2. Capitel. Von den Regulier-Winden, so auf den Küsten blasen
3. Capitel. Von den veränderlichen Winden, so auf den Küsten blasen
4. Capitel. Von den See- und Landwinden
5. Capitel. Von sonderlichen Winden, die nur auf gewissen Küsten und zu gewissen Zeiten blasen
6. Capitel. Von den Stürmen
7. Capitel. Von der Veränderung der Jahreszeiten
8. Capitel. Von Ebbe, Fluth und Ströhmen
9. Capitel. Beschreibung von Natal in Africa

Nachwort des Herausgebers
Literatur
Verzeichnis der Abbildungen
Register


William Dampier wurde im Spätsommer 1651 als zweites von sechs Kindern einer englischen Bauernfamilie geboren. Sein Vater George starb 40-jährig 1658, seine Mutter Anne sieben Jahre später. William beendete die Schule und fuhr mit 18 Jahren das erste Mal zur See, zuerst in die kalten Gewässer vor Neufundland, mit 19 dann mit einem Handelsschiff der Englischen Ostindien-Kompanie nach dem warmen Java. Mit 21 nahm er an Bord der "Royal Prince" unter Sir Edward Spragge an zwei Seeschlachten im Dritten Englisch-Niederländischen Krieg teil, wurde dann krank und erlebte das Ende des Krieges auf einem Hospitalschiff. -- Mit 22 erreichte ihn in seiner Heimat das Angebot des Landbesitzers William Helyar, auf dessen Plantage auf Jamaika zu arbeiten. Auf der Plantage der Helyars geriet er aber bald mit dem dortigen Verwalter aneinander, der in ihm, wohl nicht ganz zu Unrecht, einen Spitzel der englischen Besitzer vermutete. Deshalb begab er sich bereits sechs Monate später auf den Weg nach Campeche. In dieser Bucht zwischen dem mexikanischen Festland und der Halbinsel Yucatan arbeitete er für eine Gruppe von Holzfällern. Hier, bei der Laguna de Terminos, begann Dampier seine Beobachtungen zu notieren. -- Hier geriet er auch in die Gesellschaft der Freibeuter. Dampier schildert die zunehmende Erfolg- und Ratlosigkeit seiner Kameraden, ihr Raubzug über die Landenge von Panama zum Pazifik fiel ebenso mager aus wie die Fahrt entlang der amerikanischen Westküste. In der Folge suchten sich die Freibeuter neue Ziele, segelten mit dem Monsun nach Asien und umrundeten schließlich sogar die ganze Erde. -- 1691 kehrte der inzwischen 40-Jährige in ein London zurück, das sich während seiner insgesamt 12-jährigen Abwesenheit stark verändert hatte. Er traf Lionel Wafer wieder, den Arzt und Freund aus der Zeit in Panama, mit dem er seine literarischen Pläne besprach. Er unterstützte ihn, als dieser Berater der projektierten schottischen Kolonie New Caldonia in Zentralamerika werden sollte, und veröffentlichte endlich, 1697, sein erstes eigenes Buch, einen Bestseller, der in neuen Monaten drei Auflagen erlebte. -- Durch den Erfolg und seinen geschäftstüchtigen Verleger James Knapton angespornt folgten zwei Jahre später die drei "Anhänge", je 300 Seiten lange Abhandlungen über seine Zeit in der Bucht von Tonkin, auf Yucatan und über Winde und Strömungen. 1699 erhielt Dampier den ersehnten Befehl über die "HMS Roebuck" mit dem Auftrag zur allerersten wissenschaftlichen Forschungsreise der Royal Navy, der Erforschung Australiens. Zweieinhalb Jahre dauerte diese Reise, die ihn nach Australien, Neuguinea und Timor führte und mit einem Schiffbruch auf Ascension und weiterem wissenschaftlichen und literarischen Erfolg endete. -- Im sogenannten Spanischen Erbfolgekrieg umrundete Dampier als Kommandant zweier Schiffe -- der "St. George" und der "Cinque Ports" -- und als Freibeuter für England (und seine Investoren) zum zweiten Mal in vier Jahren die Erde. 1708 gelang es ihm noch einmal, Investoren für eine dritte (und seine letzte) Fahrt um die Welt zu finden. Das Konsortium kaufte zwei Schiffe, die "Duke" (mit Woodes Rogers als Kapitän, dem späteren Autoren des Reiseberichts) und die "Duchess" (unter Stephen Courtney), und ehrte Dampier als Navigator und Initiator der Kaperfahrt mit einem großen Beuteanteil. -- Als 1709 endlich sein zweiter Band der Reise nach Australien erschien, befand er sich schon lange wieder auf See. Auf den Juan-Fernandez-Inseln sammelten sie einen sichtlich geläuterten Alexander Selkirk wieder ein, der vier Jahre zuvor von der Cinque Ports wegen Meuterei dort ausgesetzt worden war (und das literarische Vorbild des Robinson Crusoe abgeben sollte). Vor Mexiko erbeuteten sie eine Galeone und erreichten 1711 wieder die Heimat, wo erst einmal ein langes Gerichtsverfahren um die Verteilung der Beute begann, das erst vier Jahre nach Dampiers Tod endete. -- In seinen letzten Jahren verringerten sich Dampiers Kräfte zusehends. Als die Duke wieder in London anlegte, war er 60 Jahre alt, sein einst so wacher Geist hatte sich -- wie sein Augenlicht -- merklich getrübt. -- Bis zu seinem Tod zu Beginn des Jahres 1715 lebte Dampier mit seiner Cousine Grace Mercer in London. Ihr hinterließ er den Großteil seines geringen Besitzes, den Rest erhielt sein älterer Bruder George. Dampier schwand dahin, nicht einmal der Ort seines Grabes ist bekannt. Sein größtes Vermächtnis ist dieses Buch.



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