Buch, Deutsch, 207 Seiten, mit Schutzumschlag, Format (B × H): 172 mm x 248 mm, Gewicht: 710 g
Die Mysterienvilla in Pompeji
Buch, Deutsch, 207 Seiten, mit Schutzumschlag, Format (B × H): 172 mm x 248 mm, Gewicht: 710 g
ISBN: 978-3-8053-5176-8
Verlag: wbg Philipp von Zabern
Die Mysterienvilla ist eine antike Villenanlage bei Pompeji, die beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 verschüttet wurde. Aufgrund der dort gefundenen Fresken gilt die Villa als einer der bedeutendsten Fundorte der klassischen Archäologie. Das Hauptstück im Esszimmer der Villa ist der Mysterienfries: 20 m lang, 2 m hoch, bedecken Fresken alle Wände des Raums. Die Frage, was die Fresken zeigen, beschäftigt seit der Entdeckung 1911 Generationen von Archäologen und Althistorikern.
Paul Veyne bietet hier seine ganz eigene Auslegung. Demnach geht es um die Vorbereitungen auf eine Hochzeit, die Toilette der Braut, das Fest, das zeremonielle Bad und die Vorbereitung auf die „Ehepflichten“ in der Hochzeitsnacht. Diese Interpretation belegt Veyne Stück für Stück und Szene für Szene - immer auch durch den Vergleich mit einem römischen Freskogemälde aus augusteischer Zeit, der Aldobrandinischen Hochzeit. Erstmals mit Bildern, die die Fresken nach der 2015 abgeschlossenen Restaurierung zeigen.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Kunst Kunstgeschichte
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Alte Geschichte & Archäologie Archäologie spezieller Regionen und Zeitalter
- Geisteswissenschaften Geschichtswissenschaft Geschichtliche Themen Mentalitäts- und Sozialgeschichte
- Geisteswissenschaften Kunst Kunstformen, Kunsthandwerk Malerei: Gemälde
Weitere Infos & Material
Dank 7
Einleitung 11
Der Schmuck, die Bildung und der Sessel 28
Das Schmücken der Braut (XIII) 31
Die Bildung der Nachkommen (I) 37
Der Sessel und der Vertrag (XIV) 41
Die Myrte, der Sesam und die Künstler 46
Das Austeilen des Sesams (II) 48
Die Myrtenkränze und der musizierende Silen (IV )49
Die Tänzerin und die Sängerin (XII) 53
Silen und Mänaden werden zu Künstlern, Künstler zu Anhängern des Dionysos 55
Die Aldobrandinische Hochzeit und die Hochzeitsnacht 57
Noch zwei Künstlerinnen, noch ein Bad 60
Angst und Begehren rund ums eheliche Lager 63
Die ach so grausame oder ach so süße Nacht 67
Die Reinigung nach der Umarmung 71
Die Vorbereitung des Hochzeitsbades (III) 72
Das „schon gewaschene Mädchen“ bei den Römern 75
Die Verlockungen der Loutrophore 77
Die Mysterien und ihre Liturgie 80
Was waren die Mysterien? 81
Spiritualität der Mysterien 86
Die Liturgie der dionysischen Mysterien 89
böser Blick, Obszönität und Initiation 100
Unglück, Neid, böser Blick 101
Frivolitäten in Privaträumen 103
Der nicht verhüllte Korb und das nicht gegeißelte Mädchen (IX, XI) 106
Bilanz: die Mysterien auf dem Fresko 112
Die geflügelte Rächerin (X) 115
Ein dionysischer Sommertagstraum 122
Ein Sommertagstraum: die Satyrn (IV, V) 123
Viel Lärm um nichts: der Wein und die Maske (VI, VII) 126
Wie es euch gefällt: Bacchus und seine Geliebte (VIII) 133
Ein Brauch: das Schmücken des Hochzeitsgemachs 137
Was hat Dionysos im Frauengemach zu schaffen? 138
Männlicheit, Gynaeceum, Weiblichkeit, Religiosität 142
Die Abwesenheit des Ehegatten 142
Das hellenistische Gynaeceum 143
Geträumte Weiblichkeit und weiblicher Blick 147
Weiblichkeit und Religiosität 153
Die religiöse Prägung der Imagination 155
Was die Zeitgenossen darüber dachten 158
Das Missverständnis: Die beiden Pole des Bacchus-Kults 159
Die Hochzeit zu Kanaan und die Kuhhirtinnen Krishnas 162
Götter der Gläubigen, Götter der Dichter, Götter der Philosophen 165
Die Gläubigen, die Indifferenten, die Zweifler 167
Was war ein Gott in der Antike? 171
Die Beziehungen zwischen Menschen und Göttern 174
Das Vorbild für das Glück liefern die Götter 175
Anhang 176
Anmerkungen 179
Zitierte Literatur 197
Bildnachweis 207




