Daus | Die Erfindung des Kolonialismus – revisited | Buch | 978-3-925529-32-0 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 846 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 145 mm x 225 mm, Gewicht: 1300 g

Daus

Die Erfindung des Kolonialismus – revisited


Erscheinungsjahr 2014
ISBN: 978-3-925529-32-0
Verlag: BABYLON METROPOLIS STUDIES

Buch, Deutsch, 846 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 145 mm x 225 mm, Gewicht: 1300 g

ISBN: 978-3-925529-32-0
Verlag: BABYLON METROPOLIS STUDIES


Mit diesem Buch halten die Leserinnen und Leser die aktualisierte, erweiterte und überarbeitete Version meines 1983 publizierten Bandes „Die Erfindung des Kolonialismus“ in Händen. Die Erforschung der Beweggründe, die zur ersten Globalisierung durch die Europäer führten, hat in Zeiten der zweiten Globalisierung im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Brisanz verloren.

Denn die Grundlagen einer neuen Weltordnung basieren nicht mehr vorrangig auf dem Besitz territorialer Großreiche, sondern auf der Kontrolle von Informations-, Kapital-, Güter- und Menschenströmen. Diejenigen Globalstrategen, die in der Tradition der Seeherrschaft stehen, werden dabei wohl die Oberhand behalten. In der Nachfolge der europäischen Expansion verfahren sie nach dem Vorbild der ersten großen europäischen Kolonialmacht, Portugal. Es hatte sich mithilfe seiner Seestreitmacht und gezielt implantierter Brückenköpfe die Kontrolle der Waren- und Informationsströme zwischen Europa und Asien gesichert.

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Zielgruppe


Historiker, Geographen, Kolonialismusforscher


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Zum Auftakt 7

Vorbemerkung 13

BUCH I

Entwicklung: Von der Erweiterung des Horizonts zur Verengung des Geistes 21
1. Die Vorstellung der Europäer vom Fernen Osten 23
2. Die Realisierung des Seewegs nach Indien 61
3. Die Eroberung des asiatischen Handels 81
4. Das Alltagsleben im portugiesischen Kolonialreich 109
5. Die Rückwirkungen des Kolonialismus

auf Portugal 149
6. Der Niedergang der portugiesischen Herrschaft 185
7. Das Überdauern eines Imperiums 227

Buch II

Beschreibungen: Textsorten des portugiesischen Kolonialismus 265
1. Über den Reiz und das Risiko kolonialer Literatur 267
2. Nachrichtendossiers: Die Summe des Wissens für

ein paar Mächtige 279
3. Historien: Wunsch- und Schreckensbilder für

die Allgemeinheit 293
4. Irrfahrten: Die Entdeckung der Fatalitäten

des Kolonialismus 319
5. Schöne Literatur: Die Kunst des Verschweigens

und Überhöhens 333
6. Koloniale Literatur nach 1620: Ein Fortschreiten

zum Rückschritt 355
7. Literatur der Kolonialisierten: Die Antwort

an Europa 389

BUCH III

Strukturen: Der Glaube an den ewigen Vorsprung Europas 407

Erster Teil: Kontakte 409
1. Über die Mühsal der Europäer, ihrem Willen

recht zu geben 409
2. Der Wunsch nach dem Unter-Sich-Sein 429
3. Die Verewigung nach „Oben“ und „Unten“ 445
4. Die Beliebigkeit von Regeln 485
5. „Der typische Kolonialist“ 499
6. Tragik als Endresultat kolonialer Herrschaft 515

Zweiter Teil: Selbsterfahrung 531
1. Die Entdeckungsreise ins „Neue“ 531
2. Die Autonomie des Fremden 549
3. Die Nützlichkeit von Vergleichen 591
4. Die Tradition kolonialer Selbstkritik 615
5. Zwangsläufige Entfremdungen 633

Buch IV

Vermischung und Vererbung: Portugiesisch-eurasische Gemeinschaften in Südostasien 651
1. Über das Machtstreben als Grundstruktur des Kolonialismus 653
2. Malakka: Seit 1511 „portugiesisch“ 661
3. Tugu: Der gerade Weg vom „Asiaten“ zum

„Europäer“ 701
4. Larantuka: „Portugiesische“ Macht ohne Portugal 723
5. Singapur: Die „Eurasier“ im Herzen einer Metropole 761

Anhang 783
Über den Autor 785
Literaturhinweise 787
Literaturverzeichnis 802
Ortsregister 828
Karten 837
Top


Ronald Daus (*1943), Universitätsprofessor für Romanistik an der Freien Universität Berlin, beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren in der Fachrichtung „Neue Romania“ mit den Kontakten zwischen europäischen Völkern und außereuropäischen Kulturen. Er unternahm zahlreiche Forschungsreisen durch alle Kontinente und lehrte als Gastprofessor u.a. in Mexiko-Stadt, Singapur, Manila und Tahiti.

Neben wissenschaftlichen Aufsätzen veröffentlichte er zahlreiche Monographien, darunter „Zorniges Lateinamerika – Selbstdarstellung eines Kontinents“ (1973), „Manila – Essay über die Karriere einer Weltstadt“ (1987), „Großstädte Außereuropas. Das europäische Fundament“ (Bd. 1, 1990), „Großstädte Außereuropas. Die Konstruktion des Nationalen“ (Bd. 2, 1995), „Großstädte Außereuropas. Lebenslust und Menschenleid“ (Bd. 3, 1997), „Kolonialismus extrem. Geschichten vom Roten Meer – Bilder vom Pazifik“ (1998), „Strandkultur statt Stadtkultur. Die Metropolen des Mittelmeers zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ (2000), „Banlieue – Freiräume in europäischen und außereuropäischen Großstädten. Europa: Paris, Berlin, Barcelona“ (2002), „Banlieue – Freiräume in europäischen und außereuropäischen Großstädten. Lateinamerika: Rio de Janeiro, Afrika: Douala, Asien: Bangkok“ (2003), „La Guajira. Wie ein wildes Land erzählt wird“ (2006), „Weltstädte. Von der Norm zur Laune“ („Weltstädte“-Reihe, Bd. 1, 2006, 2. Aufl. 2009), „Atypische Weltstädte. Die Verlagerung des Vergnügens ins Exotische: Tijuana, Cancún, Dubai“ („Weltstädte“-Reihe, Bd. 2, 2007, 2. Aufl. 2009), „Weltstadtinszenierungen. Monomanische Berichte aus Berlin, Paris, Mexiko-Stadt und Schanghai“ („Weltstädte“-Reihe, Bd. 3, 2008), „Neue Stadtbilder – Neue Gefühle. Europäische Stadtanlagen als Weltmodell“ („Stadtbilder“-Reihe, Bd. 1, 2011), „Neue Stadtbilder – Neue Gefühle. Die Package-City: Berlin“ („Stadtbilder“-Reihe, Bd. 2, 2012), „Neue Stadtbilder – Neue Gefühle. Das permanente Chaos“ („Stadtbilder“-Reihe, Bd. 3, 2012); „Die Spanier im Pazifik - Reloaded. 1520-2015“ (mit Ursula Daus, 2013).



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