Buch, Deutsch, 846 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 145 mm x 225 mm, Gewicht: 1300 g
Buch, Deutsch, 846 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 145 mm x 225 mm, Gewicht: 1300 g
ISBN: 978-3-925529-32-0
Verlag: BABYLON METROPOLIS STUDIES
Mit diesem Buch halten die Leserinnen und Leser die aktualisierte, erweiterte und überarbeitete Version meines 1983 publizierten Bandes „Die Erfindung des Kolonialismus“ in Händen. Die Erforschung der Beweggründe, die zur ersten Globalisierung durch die Europäer führten, hat in Zeiten der zweiten Globalisierung im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Brisanz verloren.
Denn die Grundlagen einer neuen Weltordnung basieren nicht mehr vorrangig auf dem Besitz territorialer Großreiche, sondern auf der Kontrolle von Informations-, Kapital-, Güter- und Menschenströmen. Diejenigen Globalstrategen, die in der Tradition der Seeherrschaft stehen, werden dabei wohl die Oberhand behalten. In der Nachfolge der europäischen Expansion verfahren sie nach dem Vorbild der ersten großen europäischen Kolonialmacht, Portugal. Es hatte sich mithilfe seiner Seestreitmacht und gezielt implantierter Brückenköpfe die Kontrolle der Waren- und Informationsströme zwischen Europa und Asien gesichert.
Zielgruppe
Historiker, Geographen, Kolonialismusforscher
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Zum Auftakt 7
Vorbemerkung 13
BUCH I
Entwicklung: Von der Erweiterung des Horizonts zur Verengung des Geistes 21
1. Die Vorstellung der Europäer vom Fernen Osten 23
2. Die Realisierung des Seewegs nach Indien 61
3. Die Eroberung des asiatischen Handels 81
4. Das Alltagsleben im portugiesischen Kolonialreich 109
5. Die Rückwirkungen des Kolonialismus
auf Portugal 149
6. Der Niedergang der portugiesischen Herrschaft 185
7. Das Überdauern eines Imperiums 227
Buch II
Beschreibungen: Textsorten des portugiesischen Kolonialismus 265
1. Über den Reiz und das Risiko kolonialer Literatur 267
2. Nachrichtendossiers: Die Summe des Wissens für
ein paar Mächtige 279
3. Historien: Wunsch- und Schreckensbilder für
die Allgemeinheit 293
4. Irrfahrten: Die Entdeckung der Fatalitäten
des Kolonialismus 319
5. Schöne Literatur: Die Kunst des Verschweigens
und Überhöhens 333
6. Koloniale Literatur nach 1620: Ein Fortschreiten
zum Rückschritt 355
7. Literatur der Kolonialisierten: Die Antwort
an Europa 389
BUCH III
Strukturen: Der Glaube an den ewigen Vorsprung Europas 407
Erster Teil: Kontakte 409
1. Über die Mühsal der Europäer, ihrem Willen
recht zu geben 409
2. Der Wunsch nach dem Unter-Sich-Sein 429
3. Die Verewigung nach „Oben“ und „Unten“ 445
4. Die Beliebigkeit von Regeln 485
5. „Der typische Kolonialist“ 499
6. Tragik als Endresultat kolonialer Herrschaft 515
Zweiter Teil: Selbsterfahrung 531
1. Die Entdeckungsreise ins „Neue“ 531
2. Die Autonomie des Fremden 549
3. Die Nützlichkeit von Vergleichen 591
4. Die Tradition kolonialer Selbstkritik 615
5. Zwangsläufige Entfremdungen 633
Buch IV
Vermischung und Vererbung: Portugiesisch-eurasische Gemeinschaften in Südostasien 651
1. Über das Machtstreben als Grundstruktur des Kolonialismus 653
2. Malakka: Seit 1511 „portugiesisch“ 661
3. Tugu: Der gerade Weg vom „Asiaten“ zum
„Europäer“ 701
4. Larantuka: „Portugiesische“ Macht ohne Portugal 723
5. Singapur: Die „Eurasier“ im Herzen einer Metropole 761
Anhang 783
Über den Autor 785
Literaturhinweise 787
Literaturverzeichnis 802
Ortsregister 828
Karten 837
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