Buch, Deutsch, 416 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 642 g
Reihe: Sozialtheorie
Überschreitung – Differenzierung – Kritik
Buch, Deutsch, 416 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 642 g
Reihe: Sozialtheorie
ISBN: 978-3-8376-4558-3
Verlag: transcript
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Weil soziologische Theoriearbeit nie endet; weil immer erneut die Frage zu stellen ist, was eine Gesellschaft, was das Soziale eigentlich ist, wie es funktioniert und welche Kräfte in ihm wirken; und weil es dabei immer erneut Dinge hineinzuholen gilt, die zunächst vernachlässigt worden sind. Das gilt in besonderem Maße für das ›Leben‹, das aus theoriestrategischen und aus politischen Gründen gerade in der deutschsprachigen Soziologie oft verfemt und als ›irrationalistisch‹ ausgegrenzt wurde.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Es eröffnet – in sich verschiedene, auf differente Paradigmen verteilte – soziologische Sichtweisen auf das Leben. Auch im Sozialen haben wir es letztlich mit Tatsachen des Lebens zu tun, und es fällt ein vollkommen anderes Licht auf Gesellschaft, je nachdem, ob wir das Leben allein als diszipliniertes und produziertes Objekt, oder umgekehrt Gesellschaft auch als Produkt von Leben verstehen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Das Thema des Lebens - und soziologischer Ansätze, die es reflektieren – ist gesellschaftlich derzeit auf vielfache Weise relevant. Soziologien, die das Leben auch als Subjekt des Sozialen anerkennen, stellen eine Korrektur nicht nur der soziologischen Theorien dar, sondern auch derjenigen Wissenschaften und Techniken, die das Leben ›brutalisieren‹, indem sie es als bloße Tatsache behandeln (wie Canguilhem gesagt hätte). Das gilt gerade in einer Zeit, in der den Lebenswissenschaften enorme Deutungsmacht zukommt und in der das Leben zunehmend quantifiziert, manipuliert und entgrenzt wird.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
. mit den Leserinnen und Lesern des Buches sowie lebenssoziologischen Autoren – wie Bataille, Canguilhem, Dewey, Foucault, Plessner oder Simmel.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Leben als Subjekt und Objekt der Gesellschaft zu denken - darum geht es den hier entfalteten Theorien des Sozialen.




