Buch, Deutsch, 64 Seiten, PB, Format (B × H): 150 mm x 211 mm, Gewicht: 155 g
ISBN: 978-3-9810412-7-9
Verlag: Vivaria Verlag
Auf 80 Seiten mit 57 hochwertigen Farbfotos und 5 Illustrationen porträtieren die beiden Autoren drei Agamenarten für unterschiedliche große Terrarien. Neben der größten Art, Pogona vitticeps, und der zunehmend beliebten, kleineren Art, Pogona henrylawsoni, wird auch ein weniger bekannter, aber aufgrund der geringen Größe besonders für kleinere Terrarien geeigneter, Vertreter einer anderen Agamengattung, Tympanocryptis tetraporophora, beschrieben.
Weitere Infos & Material
SYSTEMATIK 7
VERBREITUNG UND LEBENSRAUM 10
VERHALTEN 12
LEBENSZYKLUS 15 Beschreibung 15
Geschlechtsunterscheidung 17
Fortpflanzung 19
Schlupf 23
Entwicklung und Fütterung der Nauplien 25
AUFZUCHTSYSTEME 27
Die Einmachglasmethode 27
Die Aufzuchtschale 28
Das Kulturgerät 29
Aquabreed 200 / 1000 31
Der Nauplistar 32
Der Inkubator 33
HÄLTERUNGSSYSTEME 36
Indoor-Hälterung 36
Outdoor-Hälterung 38
ARTEMIA IN DER AQUARISTIK 40
Artemia als Fischfutter 40
Handel mit Artemia-Eiern 45
Artemia en gros 48
PROBLEME BEI DER AUFZUCHT 51
Frühsterblichkeit 51
Hygiene 52
HILFREICHE ADRESSEN 55
GLOSSAR 56
LITERATURVERZEICHNIS 58
STICHWORTVERZEICHNIS 60
BILDQUELLENNACHWEIS 63
Artemia ist unter verschiedenen Namen bekannt. Die Tiere werden auch als Salinenkrebse, brine shrimps oder Salzkrebschen bezeichnet. Vielen sind sie aus der Kindheit als Urzeitkrebse bekannt, die der Zeitschrift YPS gelegentlich als Gimmick beilagen. Später und noch heute findet man die Krebse in Ausgaben von Micky Maus oder Fix & Foxi.
Urzeitkrebse haben in Millionen von Jahren ihre Gestalt nicht mehr verändert. Versteinerungen, die man neben den Knochen von Dinosauriern gefunden hat, deuten auf ein Alter von mindestens 100 Millionen Jahren hin. Der Mensch trat dagegen erst vor ungefähr 1,5 Millionen Jahren in Erscheinung. Ihre Anpassungsfähigkeit und Überlebensstrategie machen Artemia zu einer der interessantesten und widerstandsfähigsten Lebensformen überhaupt. Die Aufzucht und Haltung ist nicht nur für Kinder eine spannende und faszinierende Erfahrung.
Aquarianer schätzen den großen Nährwert von Artemia für ihre Fische und deren Farbentwicklung. Es gibt kaum einen Aquarianer, der während des Ausübens seines Hobbys nicht zumindest auf den Begriff Artemia salina gestoßen ist. Im Handel angebotene Artemia werden allerdings fast ausschließlich aus den salzhaltigen Binnengewässern der USA importiert und heißen richtig Artemia franciscana, Amerikanische Salzkrebschen. Der Grund für die Fehlbeschreibung in vielen Beiträgen und auf Produkten ist einfach: Zur Zeit der Erstbeschreibung war nur die eine Art Artemia salina bekannt. Obwohl sich später verschiedene Arten voneinander abgrenzen ließen, hat sich der Name Artemia salina im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert. Im vorliegenden Buch werden Salinenkrebschen, sofern es nicht um artspezifische Eigenheiten geht, allgemein als Artemia bezeichnet.
Der Bedeutung von Artemia für die Aquaristik und der Faszination an diesem urzeitlichen Krebs tut die wissenschaftlich inkorrekte Bezeichnung keinen Abbruch. Ich wünsche Naturliebhabern wie Aquarianern eine spannende Lektüre des vorliegenden Buches und hoffe, dass der eine oder andere Leser noch viele für ihn neue Aspekte über Artemia darin entdeckt.
Meckenheim, im Juli 2007
Oliver Drewes




