Buch, Deutsch, 272 Seiten, Format (B × H): 153 mm x 223 mm, Gewicht: 396 g
Reihe: Klostermann Rote Reihe
Rechtshistorik jenseits der Moderne
Buch, Deutsch, 272 Seiten, Format (B × H): 153 mm x 223 mm, Gewicht: 396 g
Reihe: Klostermann Rote Reihe
ISBN: 978-3-465-04746-9
Verlag: Klostermann Vittorio GmbH
Die Rechtsgeschichte ist ein Kind des Nationalstaats der Moderne. Bis heute ist das Fach von dieser Herkunft geprägt. Doch die Irritationen nehmen zu. Was entgeht unserem Blick, wenn der Fluchtpunkt unserer historischen Beobachtungen weiterhin das Rechtssystem der westlichen Moderne ist? Können wir heute noch an einem aus dieser westlichen Moderne stammenden Rechtsbegriff festhalten, der Recht scharf von anderen sozialen Normen unterscheidet? Wie kam es eigentlich zu dem besonderen German approach der Rechtshistorie? Wie reagiert das Fach auf die Praxiswende in Kultur- und Sozialwissenschaften? Welche Theorien der Reproduktion und Transformation von Normativität in Zeit und Raum liegen ihm zu Grunde? Wollen wir unsere Beobachtungen wirklich immer noch in die großen Erzählungen der Rationalisierung, Säkularisierung, Differenzierung einschreiben? Welche Alternativen gibt es? Ein Rückblick auf die Geschichte des Fachs, ein Rundblick auf andere Felder historischer Normenforschung und eine Skizze einer Methodik einer interdisziplinär informierten Historischen Normativitätswissenschaft geben einige Antworten auf diese grundlegenden Fragen.




