Ebersbach / Kettner / Weger | Freiheit?! | Buch | 978-3-8260-6632-0 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 158 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 235 mm

Reihe: Wittener Kolloquien für Humanismus, Medizin und Philosophie

Ebersbach / Kettner / Weger

Freiheit?!

Freiheitsbewusstsein – Neurowissenschaftliche Tatsachen – Gesellschaftliche Bedeutung
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-8260-6632-0
Verlag: Königshausen & Neumann

Freiheitsbewusstsein – Neurowissenschaftliche Tatsachen – Gesellschaftliche Bedeutung

Buch, Deutsch, 158 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 235 mm

Reihe: Wittener Kolloquien für Humanismus, Medizin und Philosophie

ISBN: 978-3-8260-6632-0
Verlag: Königshausen & Neumann


Freiheit?! Angesichts der vielfältigen Abhängigkeiten und Bedingungen menschlichen Seins, angefangen von kultureller und politischer Unfreiheit über die undurchsichtigen Tiefen der Psyche und ihrer Vorerfahrungen und Strukturen bis hin zur Abhängigkeit vom Körper – insbesondere vom Gehirn – wächst in den letzten Jahrzehnten das Bewusstsein der Unfreiheit des Menschen. Die zentralen humanistischen Eigenschaften freien Denkens und Handelns sind vielfach in Frage gestellt, in den letzten Jahrzehnten besonders von Seiten der Neurowissenschaften. Welche Konsequenzen sollten wir vernünftigerweise daraus ziehen?

Wir sollten uns die lebensweltliche Freiheitserfahrung nicht ausreden lassen. Denn die Möglichkeit zu freier Motivbildung, Entscheidung und Handlung, natürlich immer innerhalb der sozialen, psychischen und körperlichen Abhängigkeiten, ist ein Phänomen, das ohne Zweifel erfahren und nicht ohne Selbstwiderspruch bestritten werden kann. Mit der ursprünglichen Freiheit des Akteurs geht die Verantwortung für das eigene Denken und Handeln einher. Wichtige Errungenschaften der Moderne wie die politischen Freiheiten und die Grundfreiheiten der personalen Existenz beruhen auf einer allgemeinen Anerkennung der Freiheit des personalen Akteurs, ebenso die vom Zivil- und Strafrecht zugestandene Verantwortungsfähigkeit und Selbstbestimmung des erwachsenen Individuums.

Die Erfahrung der Freiheit erweist sich als durchaus vereinbar mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und mit der Aufklärung über vielfältige seelische und gesellschaftliche Abhängigkeiten. Im vorliegenden Band sind Positionen aus Philosophie, Physik, Neurowissenschaften, Medizin, Anthroposophie und Psychologie zu einem Plädoyer für eine Freiheit versammelt, die inmitten von vielen unfrei machenden Faktoren dennoch realistisch behauptet werden kann.

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Weitere Infos & Material


B. Falkenburg: Das Dilemma von Determinismus und Freiheit: Was bedeutet die Hirnforschung für die menschliche Existenz? – R. Ebersbach / S. Schmidt: Das Bereitschaftspotential, das Libet-Experiment und die langsamen Hirnpotentiale: ein neurophänomenologischer Blick auf den freien Willen – M. Kraska: Ist eine naturwissenschaftliche Deutung der Libet-Experimente die einzig gültige? Ein Vorschlag für einen erweiterten Bezugsrahmen – C. Tewes: Der akteurskausale Libertarismus. Eine anthropologische und wissenschaftstheoretische Annäherung – P. Heusser: Zur Aktualität von Rudolf Steiners „Philosophie der Freiheit“ (1894/1918) im Kontext der heutigen Freiheitsdebatte – W. Tress: Das Unbewusste und die Freiheit – eine tiefenpsychologisch-philosophische
Analyse – M. Kettner: Fortschritt im Bewusstsein der Unfreiheit. Über die gesellschaftliche Bedeutung der Freiheitsfrage.


Dr. med. René Ebersbach, Medizinstudium und Promotion an der Ludwig-Maximillians-Universität in München, aktuell in fachärztlicher Weiterbildung.
Univ.-Prof. Dr. phil. Matthias Kettner, seit 2002 Professor für praktische Philosophie an der Universität Witten/Herdecke, Dekan der Fakultät für das Studium fundamentale 2004–2007. Forschungsdekan seit 2007.
Univ.-Prof. Ulrich Weger, Ph.D., seit 2012 Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhls für Grundlagen der Psychologie an der Universität Witten/Herdecke.
Univ. Prof. Dr. med. Peter Heusser, MME (UniBe), seit 2017 Inhaber der Seniorprofessur für Medizinische Anthropologie, Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke.



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