Çelik | Die verlorene Geschichte | Buch | 978-3-933847-77-5 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 301 Seiten, Format (B × H): 110 mm x 215 mm

Çelik

Die verlorene Geschichte

Roman
Deutsche Originalausgabe 2022
ISBN: 978-3-933847-77-5
Verlag: Verlag Auf dem Ruffel

Roman

Buch, Deutsch, 301 Seiten, Format (B × H): 110 mm x 215 mm

ISBN: 978-3-933847-77-5
Verlag: Verlag Auf dem Ruffel


Ein kurdisches Dorf am östlichen Ende der Türkei wurde evakuiert. Wir lesen die Geschichte eines achtzigjährigen Mannes aus diesem Dorf: Kekali hat seinen Sohn, der unbedingt das kurdische Neujahrsfest feiern wollte, an das Gefängnis, seinen Enkel an die »Kinder der Wüste« und sein Haus samt denen des ganzen Dorfes ans Feuer verloren. Doch er verzagt in bitterster Not nicht. Mit seinem hinkenden Maultier trägt er in der Großstadt Van Lasten, um seine mehrköpfige Drei-Generationen-Familie zu ernähren. Kekalis unendlich trauriges Geschick auf der untersten Stufe des Elends wird von einem mit Bravour gezeichnetes, schwarzhumoriges Bild der Macht konterkariert. Orhan Çelik setzt mit diesem Band seine Romantrilogie fort, die von kurdischen Menschen erzählt, die im Grenzgebiet zur ehemaligen Sowjetunion und zum Iran leben. Der erste Roman dieser Reihe, "Das kleine Dorf am großen Berg" (ISBN 978-393 847-76-8) beginnt mit einer prekären Situation: Die Ärmsten des Dorfes wie der reiche Stammesführer stehen vor demselben Problem: Wem sollen sie ihre Tiere verkaufen, wenn nicht dem Preisdrücker aus der Großstadt? Vor diesem Hintergrund hat das Wort des Stammesführers absolute Geltung, auch dann, wenn er seinen Leuten den Kampf um Weideplätze befiehlt. Ist Widerstand gegen ihn überhaupt möglich?

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Zielgruppe


Allgemeines Lesepublikum. Interesse an der Türkei, den Kurden und der politischen Situation in der Osttürkei.

Weitere Infos & Material


Adatepe, Sabine
Sabine Adatepe, Autorin und Literaturübersetzerin, studierte Turkologie, Iranistik und Germanistik in Hamburg, wo sie nach einem längeren Aufenthalt in Istanbul heute wieder lebt. Sie schreibt Essays, Erzählungen, Romane, führt ein literarisches Blog (angeschwemmt.wordpress.com) und hat zahlreiche Bücher aus dem Türkischen übersetzt, u.a. von Mine Sögüt, Burhan Sönmez und Ahmet Ümit. Für ihre Übersetzungen von Hakan Günday erhielt Adatepe mit dem Autor zusammen den Internationalen Hermann-Hesse-Preis 2022.

Çelik, Orhan
Orhan Çelik wurde 1959 in Karliova/Kanires im Regierungsbezirk Bingöl, Türkei, geboren und studierte Erziehungswissenschaft.
1984, als sein Debütroman Das kleine Dorf am großen Berg (in Deutsch beim Verlag auf dem Ruffel) erschien, als er im türkisch-georgischen Grenzort Dogubeyazit als Lehrer tätig. Darauf folgten seine Romane Sagirtas (2001), Kumluk Diyar (2002), Li Çiyaye Gunde Biçûk (in kurdischer Sprache) und Ar (2015).
Er initiierte 2006 die Gründung einer kurdischen Theatergruppe, mit der er ein Jahr später sein Stück Sterken Ezmanen Hesin inszenierte. 2013 kam sein in der Sprache Zaza verfasstes Stück Adiré Çolig auf die Bühne. 2017 erschien ein weiteres kurdisches Bühnenwerk Çeliks: Fistansore.



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