Engelhardt Kalender 2026 | Sonstiges | 978-3-88778-129-3 | www.sack.de

Sonstiges, Englisch, Deutsch, 14 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 300 mm, Gewicht: 200 g

Engelhardt Kalender 2026


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-88778-129-3
Verlag: Spurbuchverlag

Sonstiges, Englisch, Deutsch, 14 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 300 mm, Gewicht: 200 g

ISBN: 978-3-88778-129-3
Verlag: Spurbuchverlag


Allein durch das Arrangement der Dinge und deren Form und Farbigkeit dirigiert ENGELHARDT seine Bilddetails in ein mehrstufiges Feld von Realem und Irrealem.

Das malerische Pendel schwingt zwischen Abbild und Surrealem. Die Vorspiegelung verschiedener Seins- und Aggregatszustände setzen bei Licht- und Schattenspielen an und finden ihre

Fortsetzung in der Aushebelung von Zeit, Raum und Materie. Genau an diesen Punkten verlässt der Ku¨nstler die Dogmatik der physischen Welt und sucht metaphysische Sinnbilder anhand metaphorischer Bildgestaltungen. So schafft ENGELHARDT inhärente Bilder, in dem er Dinge zueinander gesellt, die aus sich heraus keinen logischen

Bezug haben, sondern deren Erschließung sich erst dann öffnet, wenn der Betrachter bereit ist, das sinnlich Wahrnehmbare im Kontakt mit dem Übersinnlichen zuzulassen. ENGELHARDT spielt mit dem Erinnerungs- und Erfahrungsschatz seiner Bildbetrachter. Unser Gedächtnisreservoir ist fu¨r unsere Orientierung und Seinsgewissheit ein steter Kompass. Kein Wunder also, wenn Betrachter auch innere Widerstände u¨berwinden mu¨ssen, um den poetischen Bildgehalten zu folgen.

ENGELHARDTS Stillleben legen durch ihre frappante Naturwiedergabe gewissermaßen einen Köder an den Betrachter aus. Im Fortgang der Betrachtung wird der Rezipient in einen Strudel von Rätseln und Fragen gezogen. Die dargestellten Dinge verweisen nicht nur auf die gelebte Wirklichkeit, sondern sind durch ihre Symbolwerte ihr gestaffeltes Zu- und Nebeneinander derart energetisch aufgeladen, dass sie sich zueinander verhalten wie Dialogpartner in einem Spiel der Rollen und interaktiven Improvisationen. Neben dem Dingcharakter seiner Objekte, u¨berfängt ENGELHARDT die abgebildeten Gegenstände zuweilen mit einer projizierten phantastischen Eigenschaft. So verwandelt sich in seinem Malvorgang beispielsweise eine plastisch vor ihm stehende Emailkanne auf dem Gemälde in eine ganz und teilweise durchsichtige Kanne, die den Durchblick auf den Hintergrund zulässt, ohne dabei ihre Kontur ganz aufgeben zu mu¨ssen. In dieser Szene des surrealen Schwebezustands zwischen Realität und Imagination, entsteht ein Raum des Mystischen und Unheimlichen. Die Dinge entbinden sich von unserer Wirklichkeitsorientierung und beginnen im virtuellen Raum ein Eigenleben. Das Gemälde nimmt dadurch eine mediale Position zwischen Traum und Wirklichkeit ein und vermittelt zu beiden Polen von Realitätsbezu¨gen.

Das Imaginäre in den Landschaften ENGELHARDTS ist manchmal erst auf den zweiten Blick sichtbar, ein anderes Mal jedoch als deutliches Kraftzentrum in den Focus der Bildarchitektur gelenkt.

ENGELHARDT nimmt sich, im Rahmen seines Realismus-Verständnisses, die Freiheit Dinge, die er im Gegenu¨ber vor sich sieht, auf der Leinwand mittels Farbe und Lichtfu¨hrung zu materialisieren und zu entmaterialisieren. In diesem feinen Spiel der Übergänge von Sein und Nichtsein, fu¨hrt er den Geist der flu¨chtigen Seinsgewissheit ein. Was ist selbstverständlich und wo beginnt der Zweifel am Handfesten und Andauernden? [...] Raum und Zeit, Licht und Transzendenz, Metaphysik und Mythos. Die Frage nach dem, was real ist, noch real sein könnte und dem, wo die Grenze zum irrealen Raumkörper bereits u¨berschritten wird und wurde, ist in ENGELHARDTS Kunstschaffen immer wieder variantenreich erfahrbar.

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Weitere Infos & Material


Engelhardt, Klaus
Michael Engelhardt, geboren 1952 in Erlangen, begann nach dem Abitur sein Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Ku¨nste Nu¨rnberg, bei Professor Clemens Fischer und wurde dann Meisterschu¨ler bei Professor Gu¨nter Voglsamer. Er beendete sein Studium an der Akademie der bildenden Ku¨nste Wien in der Meisterklasse bei Rudolf Hausner, einem Mitbegru¨nder der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, dessen Privatassistent er später fu¨r kurze Zeit wurde. Seit 1980 ist Michael Engelhardt freischaffender Ku¨nstler. Er lebt und arbeitet in Erlangen. Zahlreiche Studienreisen, vor allem nach Griechenland und mehrfach in das Himalayagebiet und nach Westafrika haben sein Werk mit geformt.



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