Raffinierte Komposition, formale Prägnanz und atmosphärische Dichte: Um 1800 erlebte der japanische Farbholzschnitt – man fasst ihn unter dem Begriff
ukiyo-e
, «Bilder der fliessenden, vergänglichen Welt», zusammen – eine Blütezeit. In der Gattung der
bijin-ga
, «Bilder schöner Frauen», wird den Frauen in Momentaufnahmen voller Zauber gehuldigt. Bald erlangten einzelne Blätter Weltruhm, und bis heute ist die Faszination für diese typisch japanische Kunstform ungebrochen – auch als Inspirationsquelle für Designer und Künstler.
Dieses Buch präsentiert rund 100 Darstellungen der bekanntesten Holzschnittkünstler Japans. Sie stammen hauptsächlich aus der berühmten Sammlung des Romanciers James A. Michener (1907–1997), welche sich heute im Honolulu Museum of Art befindet. Ein zusätzlicher Akzent wird durch ein Insert der zeitgenössischen Künstlerin Tabaimo gesetzt, die Japan 2011 an der Kunstbiennale Venedig vertrat.Das Buch erschien zur Ausstellung im Museum Rietberg Zürich.
Epprecht
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