Die Darstellung von Ganzheit bei Swift, Voltaire und Melville
Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 220 mm, Gewicht: 400 g
ISBN: 978-3-7720-8662-5
Verlag: Francke
Wie wird Totalität in der Literatur dargestellt? Um dieser Frage nachzugehen, untersucht dies Studie die Verwendung von Wörtern wie ,Welt', ,Erde' und ,Globus' ("Figuren der Ganzheit") in ausgewählten literarischen Texten des 18. und 19. Jahrhunderts (Swifts Gulliver's Travels, Voltaires Candide und Melvilles Moby-Dick). Vor dem Hintergrund dieser Phase, in der die Expansion des modernen Welt-Systems globale Ausmaße anzunehmen beginnt, wird aufgezeigt, dass die Literatur dieser Zeit nicht nur aktiv das Bewusstsein von der größer werdenden Totalität mitgestaltet, sondern darüber hinaus reflektiert, dass das zunehmende Eins-Sein der ,Welt' keineswegs die harmonische Einheit eines globalen Zusammenhalts, sondern stattdessen eine in Kriege, Sklavenhandel und Kolonialismus verwickelte, asymmetrische Ganzheit hervorbringt. Dabei wird zum ersten Mal untersucht, wie die literarischen Texte in diesem Kontext Körper inszenieren, um die Vorstellungen von der Gestalt, dem Umfang und dem Zustand der ,Welt' dieser Zeit zu verhandeln.
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Weitere Infos & Material
I Einleitung: "The meaning of the figure is undecidable"
II Theoretische Konzepte und Fragestellungen
1 Das expandierende Welt-System
2 Darstellung von Ganzheit
III Lektüren
1 Präliminarien: "Die Welt, sage ich, ist eine Muschel"
2 Jonathan Swifts Gulliver's Travels
3 Voltaires Candide ou l'Optimisme
4 Herman Melvilles Moby-Dick; Or, the Whale
IV Schluss: "The Earth reeking with the Blood of its Inhabitants"
Literaturverzeichnis
Register




