Buch, Deutsch, 224 Seiten, Format (B × H): 179 mm x 109 mm, Gewicht: 212 g
Buch, Deutsch, 224 Seiten, Format (B × H): 179 mm x 109 mm, Gewicht: 212 g
ISBN: 978-3-7518-7035-1
Verlag: Rohstoff
Die Automatisierung der natürlichen Sprache ist ein Schlüsselereignis, das mit der Ausbreitung der Large Language Models (LLMs) einhergegangen ist. Doch was bedeutet es existenziell, dass es sich ausgerechnet in unserer Lebenszeit vollzieht? Daniel Falbs Gedichtband Grosse Sprachmodelle spürt mit ethnografischem Interesse der Dynamik dieses Ereignisses nach, tritt ins Gespräch mit Companion- und Care-Bots verschiedener Art und erkundet, was es überhaupt heißt, in Interaktion und Auseinandersetzung mit derlei weltumspannenden Datenextraktionssystemen zu sein. Maschinische Sprache ist anders verkörpert als menschliche: Sie hängt nicht ab von Körpern, die geboren werden, eine Biografie haben, lieben, begehren, trauern, altern, sterben. Dort, wo Zeit sich ins Endlose faltet, wo die Sprache homogenisiert und Arbeit an Maschinen ausgelagert wird, verändert sich auch der menschliche Zugang zur Welt und eröffnet sich langsam, »in der Echtzeit der / Lesegeschwindigkeit«, die »frei gewordene Zeit« womöglich gar als Utopie.




