Linsmayer, Charles
CHARLES LINSMAYER
Wie es eine angewandte Sprachwissenschaft gibt, betreibt der Schweizer Literaturvermittler – Dr. phil I der Universität Zu¨rich, Dr. hc. der Universität Basel, Träger des Deutschen Sprachpreises – angewandte Literaturwissenschaft. Mit Blick auf ein breites Publikum, mit der Fähigkeit, literarische Phänomene verständlich darzustellen und indem er sich in Zeitungs-Serien wie aktuell «Linsmayer liest» mit dem aktuellen Literaturgeschehen ebenso leidenschaftlich auseinandersetzt wie mit den Autorinnen und Autoren, die er, u¨ber hundert an der Zahl, an der wissenschaftlichen Forschung vorbei wieder neu ins Gespräch gebracht hat. Wobei er in letzterem Bereich ein Verfahren wählt, das die Bu¨cher bis weit ausserhalb des Literaturbetriebs attraktiv macht: Seine Neuausgaben, aber auch seine zu Bestsellern gewordenen Anthologien liefern dem Lesepublikum in einem «biographisches Nachwort» genannten Anhangteil das fu¨r das Verständnis eines Buches notwendige Hintergrundmaterial immer gleich mit. Reich illustriert, erzählerisch brillant und so, dass die von ihm auf diese Weise vorgelegten u¨ber 130 Bu¨cher zu einer lebendigen, reich bebilderte Literaturgeschichte in Einzeldarstellungen geworden sind: zur faszinierenden Präsentation einer anderen Schweizer Literatur.
Fankhauser, Alfred
Geboren 1890 in Gysenstein (BE), gestorben 1973 in Köniz. Nach ärmlicher Jugend und dem Besuch des Lehrerseminars ist Fankhauser zunächst Lehrer im Emmental, studiert dann in Bern Geschichte und Psychologie (Dr. phil. I, 1920) und lebt als Journalist, Schriftsteller und Astrologe zeitlebens in Bern. Sein literarisches Werk, das von sozialem Engagement und der Hoffnung auf eine bessere Welt geprägt ist, umfasst Mundartstu¨cke (z.B. Der Chru¨tzwäg, 1917), Gedichte, Essays und Romane wie: Der Gotteskranke (1921), »Vorfru¨hling« (1923), Der Messias (1940), Wahlenwart (1944) u.a. Die Bru¨der der Flamme erschien erstmals 1925. Das Nachwort zur vorliegenden Neuausgabe schrieb Charles Linsmayer.